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Die Blume in der Oetinger Villa in Darmstadt

Nachdem ich gegen 1994 meine damaligen Punkband Kalte Zeiten verließ, gründete ich im südhessischen Bensheim mit meinem Cousin und dem späteren Egotronic-Member Hörm eine neue Punkband mit Namen VSK (Verstrahlte Sektor Kids). Wir wollten auf eine andere Art politische und weit schrägere Musik machen, als es mit Kalte Zeiten möglich gewesen war.
Eines abends besuchten wir nach dem Proben stark trunken das selbstverwaltete Kulturzentrum Oetinger Villa in Darmstadt. Da mein Cousin -warum auch immer- eine schwarze Sprühdose bei sich trug, nutzten wir einen unbeobachteten Moment, um in der großen, prächtigen Eingangshalle unser Bandlogo, eine radioaktive Blume, zu hinterlassen. Die Betreiber der Villa waren alles Andere als begeistert, war es doch Auflage, dass die Wände in der Halle immer weiß bleiben mussten. Ein hauseigener jugentlicher Malertrupp aus Freiwilligen ging deshalb einen Tag später daran, unser Logo weiß zu übermalen. Lustigerweise waren sie nicht sonderlich motiviert, weshalb sie die Blume und das zugehörige gekrickel einfach nachmalten, um Zeit zu sparen. Das hatte zur Folge, das unser wundervolles Logo (Ich hab es bis heute als Tattoo auf meinem rechten Schulterblatt. Stilecht punk vom damaligen Drummer gestochen.) nach wie vor einwandfrei zu sehen war. Ausgezeichnet!

Gestern nun klemmte mir der von mir hoch geschätzte Foto-Journalist und Literat Sören Kohlhuber mit den Worten „Schönen Gruß an Torsun Burkhardt aus Darmstadt. Schöne Blume haste hier hinterlassen…“ ein Foto an die Facebook-Pinwand. Und siehe da: Kaum 22 Jahre später ist das Ding immer noch gut sichtbar:

P.S.:
Um sich ein Bild unseres Sounds machen zu können, gibt es hier noch einen Song von VSK, den ich irgendwann nach der Bandauflösung noch einmal mit Hörm aufnahm.

Hallo Provinz!

Da hatte ich doch prompt vergessen, das letzte Egotronic-Video hier zu posten.

Ansonsten sei noch erwähnt, dass ich dieses Jahr erstmals mit meiner kleinen Band auf dem riesigen Rock am Ring und beim Rock im Part zu Gast sein werde. Mama ist Stolz!

Live im Festsaal Kreuzberg!


Als der Festsaal Kreuzberg ausbrannte, haben wir geweint, denn mit keinem anderen Club der Stadt verbinden wir so exzessive Shows und Backstagepartys. Kein Wunder also, dass wir dort 2011 auch den 10. Geburtstag von Egotronic feierten, an dem ich Andreas Dorau kennenlernen durfte, und alle Gäste bis zum Verlusst der Muttersprache feierten. Unvergesslich! Jetzt, da der Festsaal wieder eine eigene Location hat, wird es Zeit, neue Erinnerungen zu sammeln! Am 19.05. ist es soweit: Eine alte Liebe kann endlich wiederbelebt werden! Wir versprechen, es wird schmutzig!

Facebook-Event!

Neues Buch jetzt erhältlich

Neu im Ventil Verlag:

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Lesereise zum Buch:
13.12.2016 Berlin – Monarch
01.02.2017 Flensburg – Volksbad
02.02.2017 Hamburg – Hanseplatte
03.02.2017 Rostock – Peter-Weiss-Haus
04.02.2017 Leipzig – Institut für Zukunft
06.02.2017 Dresden – Altes Wettbüro
07.02.2017 Mainz – Hafeneck
08.02.2017 Köln – Wohngemeinschaft
09.02.2017 Oberhausen – Druckluft
10.02.2017 Nürnberg – Club Stereo

Infos zur Lesung in Berlin

Rehab on Tour

„…dein Aussehen gleicht ohne Zweifel dem eines 43, wenn nicht gar 44 Jahre alten Kommunisten mit Drogenproblem.“ Das sind die Worte, die Torsun (42) in seinem neuen Buch „Aus dem Tagebuch eines Fastenden“ von einem gewissen „sad Guru“ (trauriger Guru) im Traum an den Kopf geworfen bekommt, und richtig: Sollte man das Leben des Egotronic-Frontmanns mit zwei Schlagworten beschreiben, kämen „exzessiver Drogenkonsum“ und „politischer Extremismus“ gewiss in die engere Auswahl.

Logisch also, dass die Erscheinung, keinerlei Widerstand duldend, Torsun zumindest eine begrenzte Zeit der Mäßigung und Entsagung aufoktroyiert, um seinem vom jahrelangen Raubbau gezeichneten Körper etwas Linderung zu verschaffen. Ein 2-wöchiger Aufenthalt in einer Fasten- Klinik in Berlin Wannsee soll es richten. Und da sich laut Forschung mit Fastenkuren auch bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, welches bei Torsun vor etwa drei Jahren diagnostiziert wurde, positive Ergebnisse erzielen lassen, nimmt er diese Herausforderung an. Allerdings nicht ohne den Vorsatz, all die Absurditäten, die ihm in der Klinik widerfahren, und derer gibt es mehr als ausreichend, minutiös genau zu Papier zu bringen. Diese im ehrenwerten Ventilverlag erschienen Aufzeichnungen werden nun auf die Bühnen des Landes gebracht, und ging es bei der ausschweifend langen Lesereise zum in Kooperation mit Daniel Kulla verfassten Erstlingswerk „Raven wegen Deutschland“ noch ausschließlich um Exzess, Völlerei und öffentlich zelebrierten Verfall, heißt es bei der „Rehab on Tour“-Reise: So irrsinnig kann Gesundheit sein. Lass dich von Torsun überzeugen, dass der Wahnsinn einer 14-tägigen Fastenkur dem eines 3- Tages-Rave in nicht nachsteht.


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Neues Buch, neue Lesung!

Mehr Infos demnächst!

Egotronic 8-Bit-Tour im November


Egotronic Lo-Fi Tour 2016 – Vor langer, langer Zeit, im Jahre 2005, auf der legendären Tour von Plemo und Egotronic, durch Russland, auf einer der biergetränkten Fahrten durch endlose Birkenwälder, setzte Lars von Audiolith dem jungen Torsun die sprichwörtliche Pistole auf die Brust: „Macht endlich ein Album, ihr Penner – ich bring es raus!“ Das ist jetzt mehr als 10 Jahre her. In dieser Zeit ist bei Egotronic viel passiert, und nicht zuletzt live hat sich die einstige Zwei-Mann-AZ -Trashband zu einer schlagkräftigen vierköpfigen Festivalwalze entwickelt. Das gefällt nicht jedem! „Ey Torsun, mach doch mal wieder so Musik wie früher!“ schreien alte Fans und, ja, euer Wunsch ward erhört! Zur Feier des 10. Jahrestages der Veröffentlichung von „Die richtige Einstellung“ spielen Egotronic nach der Festivalsaison ein paar ausgewählte Shows in altem Style – zu zweit auf der Bühne und nur mit Songs, die wirklich älter sind als 10 Jahre! Das wird einmalig, einmalig geil! Make elektropunk a threat again!
Noch geiler: Der alte Audiolith Haudegen und Wegbegleiter Der Tante Renate wird bei dieser Tour mit am Start sein und ebenfalls nur ausgesucht alte Hits in die Synthies hauen!

Lesereise und erste Festivalbestätigungen

Jetzt, wo das Jahr 2016 schon ein Weilchen läuft, wird es Zeit, mal wieder etwas zu tun. Da ich ja kurz vor Weihnachten Raven wegen Deutschland zusammen mit Audiolith und dem Ventil Verlag als Hörbuch veröffentlicht habe, geh ich noch einmal eine kleine Runde lesen. Folgende Städte stehen auf dem Plan:

Egotronic macht ja 2016 eine wohlverdiente Tourpause. Ein wenig Festivalsommer muss dennoch sein. Die ersten feststehenden Termine sind:

16.04. 25 Jahre Kulturzentrum Faust Hannover
16.06. U&D Würzburg
17.06. Rock am Berg
24.06. Hurricane
26.06. Southside

Endlich wieder ballern!

Kurzfilme im Pixel-Style

Als ich zwischen 2000 und 2002 in Kassel wohnte, durchlebte ich erstmals eine kurze Phase der Soziophobie, heißt: Ich hatte ernsthaft Probleme, das Haus zu verlassen und mich unter Menschen zu begeben. In dieser Zeit, tat ich kaum etwas anderes, als musizieren und mir selbst Photoshop beizubringen. Da zu eben dieser Zeit meine Liebe für C64-Sounds und Grafiken erwachte, begann ich -neben 8 Bit Soundexperimenten, die in der Gründung von Egotronic endeten- mittels eines Gif-Animationsprogramms Bildersequenzen zu produzieren, aus denen später Kurzfilme werden sollten.
Der erste Film, den ich so produzierte ging über einen chinesischen Kung Fu Stil mit Namen Ving Tsun, den ich selbst etliche Jahre trainierte. Die zugehörige Musik war eine von mir eingespielte 8 Bit Coverversion von t.A.T.u.s All The Things She Said.

So entstanden nach und nach weitere Projekte, wie z.B. die Coverversion des Songs A Forest von The Cure, samt zugehörigem Musikvideo mit meiner Lieblingsfigur aus C64-Zeiten, Giana aus dem Spiel Giana Sisters:

Oder ein Clip zu Green Day:

Das mit großem Abstand umfangreichste und bekannteste Projekt in dieser Richtung ist auf jeden Fall das Musikvideo zu Maybe Someday von Egotronic:

Schade eigentlich, dass es den Gif-Animator nicht für Mac gibt, oder kennt jemand ein ähnlich brauchbares Programm für Apple?

Lesungen im März

Im März ist in Leipzig Buchmesse. Ich bin dort gleich 2x am Start.

Und am Tag drauf les ich um 22Uhr bei Sputnik LitPop 2016.
Ein Prost auf die Hochkultur!