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10 Jahre Trinkerlesung

Auf den Tag genau heute vor 10 Jahren las ich in der Hamburger Schilleroper Eugen Egners Buch „Aus dem Tagebuch eines Trinkers“ vor.
Ein Zitat dieser wunderbaren Lektüre -Ich bleibe oft lange auf, trinke viel und schäme mich für uns alle- zierte bis vor kurzem den Header meines Blogs.
Es sollte nicht einfach nur eine Lesung sein, nein. Mein Plan war, mich im Verlauf des Events bis zum Verlust der Muttersprache zu besaufen.
Im November 2005 versteigerte ich diese öffentliche Hinrichtung meiner Selbst auf meinem Blog an den Meistbietenden: KLICK!
Den Zuschlag bekam DJ Kante aus Hamburg und am 28.01.2006 war es dann soweit!

Wie zu erwarten war, ging das Ganze nicht ohne Verlusste über die Bühne, musste ich mich doch z.B. während der Stunde, die die Lesung dauerte, mindestens acht mal übergeben (Die genaue Anzahl weiß ich nicht mehr).
Hier ein paar Fotos:

Die komplette Nachlese zur Veranstaltung gibt es hier: KLICK!

Noch zu erwähnen ist, dass es eigentlich einen kurzen Videozusammenschnitt des Abends auf Youtube gab, der aber auf Drängen der Innhaber der Rechte des Buchs wieder gelöscht werden musste. Die Video-Kassette mit der Lesung in voller Länge ging leider unwiederbringlich verloren.
Prost!

Meine persönlichen Jahres-Charts 2015

Liebste Erinnerung 2015:

Urlaub auf Kreta

Lieblings-Alben 2015:
1. Fatoni & Dexter – Yo, Picasso
2. Waving The Guns – Totschlagargumente
3. Love A – Jagd und Hund

Lieblings-Songs 2015:
1. Gute Menschen – OK Kid
2. Boom Boom Boom – K.I.Z.
3. Fickt-Euch-Allee – Grossstadtgeflüster

Bestes Konzert 2015:
Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen im Schokoladen

Lieblings-Bücher 2015:
1. Sophia, der Tod & ich – Thees Uhlmann
2. Ärger mit der Unsterblichkeit – Andreas Dorau/Sven Regener
3. Die Wiedergutwerdung der Deutschen – Eike Geisel

Liebstes Egotronic-Foto 2015:

Beste Egotronic-Show 2015:
München Feierwerk

Und zum Schluss ein Jahresrückblick mit Egotronic-Songs illustriert:
1. Deutschland, Arschloch, fick dich!
2. Exportschlager Leitkultur
3. Von Nichts Gewusst

Review RwG Plastic Bomb


(Klicken für große Ansicht)

Mach mit, wirf ein!

Schweizer Drogenpropaganda?

Was in nächster Zeit ansteht.

Der Sommer scheint endgültig vorbei zu sein. Geht mir mächtig auf den Sack, dass es jetzt erst mal wieder viele Monate lang grau und kalt sein soll. Aber hilft ja nix. Gut, dass ich zumindest den Rest des Jahres 2015 noch einiges zu tun habe.
Wie schon erwähnt, erscheint am 23.10. mein Hörbuch Raven wegen Deutschland und obwohl sich mittlerweile -gerade bei Acts in meiner Größenordnung, heißt klein- die Werbung für so ein Projekt normaler Weise auf das Internet beschränkt, hab ich eine kleine Anzahl Plakate in Auftrag gegeben, die demnächst auf dem in Berlin ansässigen, sogenannten „Techno-Strich“ geklebt werden sollen.
So sehen die Dinger aus:

Zur Feier des Release wird es auch ein paar Lesungen geben. Vorerst sind nur Berlin und Hamburg fest, aber so wie es aussieht, kommen für Anfang 2016 noch einige dazu. Wir werden sehen.
Bis dahin erfreu ich mich an diesem Oma Lonny Clip, in dem sie eine meiner im Buch beschriebenen Pillen-Überdosierungen vorträgt:

Ansonsten startete vorletztes Wochenende die Deutschland, Arschloch, fick dich Tour meiner Band Egotronic.
Erste Station war Leipzig und es war großartig!

So darf es gerne weitergehen. Da wir eine Tourpause für 2016 eingeplant haben, kann ich nur jedem ans Herz legen, einen der folgenden Termine wahrzunehmen und mit uns zu feiern:
29.10.15 Kassel – Goldgrube
30.10.15 Erlangen – E-Werk
31.10.15 Reutlingen – Franz K
19.11.15 Jena – Kassablanca
20.11.15 Osnabrück – Kleine Freiheit
21.11.15 Saarbrücken – Garage
03.12.15 Düsseldorf – Zakk
04.12.15 Stuttgart – 12zehn
05.12.15 Bielefeld – Bunker Ulmenwall
09.12.15 Würzburg – Cairo
10.12.15 Linz – Stadtwerkstatt
11.12.15 Wien – B72
12.12.15 München – Feierwerk
16.12.15 Bremen – Tower
17.12.15 Flensburg – Volksbad
18.12.15 Lüneburg – Salon Hansen
19.12.15 Kiel – Alte Meierei

In Leipzig spielten wir bestimmt 2 Stunden, heißt: Die Abende werden gewiss lang und schwitzig. Ich für meinen Teil freu mich schon sehr auf den nächsten Termin in Kassel, zumal dort ja bekannter Maßen Egotronic gegründet wurde.
Tickets für die einzelnen Shows kriegt ihr HIER!

Soweit für heute…

P.S.:

Beim Reeperbahn Festival in Hamburg stieß eine neue Reisebegleitung mit Namen „Linkes Äffchen“ zu uns. Wer wissen will, was das Äffchen unterwegs so alles erlebt, like Egotronic bei Facebook.

Prost!

Nachtrag:
Am kommenden Sonntag bin ich spontan noch auf der Buchmesse in Frankfurt zu Gast.

Raven wegen Deutschland – Ein Hörbuch

Nicht nur Lesefaule fragten mich nach der Lesereise zu Raven wegen Deutschland von Kulla und mir, ob ich nicht Lust hätte, das Buch, das im Herbst 2011 beim Ventil Verlag erschien, als konsumentenfreundliches Hörbuch zu veröffentlichen. Lust hatte ich schon, nur mangelte es an Zeit.
Als ich dann allerdings im Sommer 2014 Vredeber Albrecht -seines Zeichens Ex-Pianist von Blumfeld und Tonstudiobesitzer- kennenlernte, beschlossen wir, das Projekt endlich in die Tat umzusetzen.

Ich mietete mich in sein Studio ein, las und Vredeber brachte das ganze in ein hörbares Format. Zu guter letzt engagierte ich Egotronic-Genosse Kilian, thematisch passende Musik zu komponieren (Techno wie wenns 2007 wär!) und im Spätsommer hatten wir das Ding im Kasten. Da ich den Rest des Jahres nach Beendigung des Festival-Sommers 2014 mit meiner Kapelle Egotronic im Proberaum verbrachte, um die Aufnamen für Egotronic c‘est moi vorzubereiten, musste die Veröffentlichung des Hörbuchs ein weiteres Mal verschoben werden. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt endlich vollbracht ist und das Teil ab dem 23.10. beim Label meines Vertrauens, Audiolith, erhältlich sein wird!

Vorbestell-Link: BÄM!

Das Cover:

Info-Text:

„Du bist nichts, dein Zustand ist alles!“

Mit seiner in Berlin angesiedelten Band Egotronic lässt er seit dem Jahr 2001 die subversiven Tanzsäle der Republik vor Bass beben – und nicht nur die: Torsun Burkhardts wandlungsfähiges Projekt Egotronic taucht genauso wie in verschwitzten Clubs auch bei großen Festivals und in unzähligen Bestenlisten auf. Zudem zeigt sich Burkhardt als Freund der klaren Haltung und so stieß er mehr als einmal Debatten zum Thema Antisemitismus an, geriet mit der Dresdener Ausgabe der Bildzeitung aneinander, als er ein offensives Videos gegen den deutschen Opferkult veröffentlichte und fand sich in den Feuilletons wieder, immer wenn es dort darum ging, politische Positionen in der hiesigen Feierkultur zu markieren. Kein Wunder, schließlich proklamiert Burkhardt via Egotronic: „Beats für die Beine und eine Message für den Verstand“. Zuletzt hat er das Outfit seiner Band vom Electro-Act zu einer hoch verdichteten Punkband gemorpht, das aktuelle siebte Album, „Egotronic – C’est Moi!“, erregte viel Aufsehen, fand sich weit über alle Genregrenzen rezipiert.

Doch auch neben den Gitarrenverstärkern und Bassboxen besitzt Torsun Burkhardt eine Agenda. So wurde 2011 sein Buch „Raven wegen Deutschland“ veröffentlicht (eine Anspielung auf einen der bekanntesten Egotronic-Songs „Raven gegen Deutschland“). Im Buch verarbeitet Burkhardt seine wilde Zeit als junger Raver, der Nächte, ja, ganze Wochenenden im überdrehten Berlin der Jahrtausendwende durchfeiert, Drogen vertickt, Gesetze übertritt, das Sitzraven propagiert, Pferdebetäubungsmittel probiert – und zwischendurch sogar heftig in love ist. Ein einziger Trip, der aber auch hinter die Kulissen dieser hedonistischen Szene zu blicken vermag.

2015 nun hat Torsun Burkhardt dieses schonungslose, unterhaltsame und nicht nur in Szenekreisen berüchtigte Buch mit der eigenen Stimme zum Hörbuch werden lassen. Aufgenommen bei Vredeber Albrecht (früher bei Commercial Breakup und Blumfeld aktiv und als Produzent u.a. für Deichkind sowie Lexy & K-Paul tätig), die Musik steuerte der Alleskönner unter den Egotronic-Musikern Kilian Teichgräber bei.
Man folgt in der Erzählung dem naiven und gleichsam fest entschlossenen Protagonisten durch die Wirrungen der Nächte und darüber hinaus – Torsun Burkhardt fängt die Stimmung dieses Textes über eine (letztlich gar nicht so verpeilte) Generation perfekt ein. Ein kongeniales Roadmovie – lässig, voll drauf und immer wieder überraschend.
Linus Volkmann

Und zu guter letzt haben Heinz Strunk und Johnny Schulz auch mal ins Buch geguckt und etwas daraus vorgelesen:

Was zu sagen bleibt, ist, dass die Testhörer viel Spaß mit dem Hörbuch hatten und ich hoffe, dass es euch ähnlich ergehen wird.

PROST!

Warum ich wieder Gitarren und echte Drums verwende

Hier ein Beispiel, warum ich finde, dass auch elektronische Stücke gewinnen, wenn die Instrumentauswahl um Oldschool-Instrumente erweitert wird:
Version 1:

Version 2:

Tag der Deutschen Einfalt – Konzert in Wiesbaden

Anrufer: Ja, ich wollte mal sagen, endlich haben wir Deutschen wieder ein unverkrampftes positives Verhältnis zu unserem eigenen Land und zum Patriotosmus.
Knarf Rellöm: Ich muss sagen, ich fand die Verkrampfung schöner.

(Knarf Rellöm Trinity – Arme Kleine Deutsche)

Ich weiß nicht mehr genau, ob es direkt am 03. Oktober 1990 oder erst ein Jahr später am ersten Jahrestag der Feierlichkeiten zur Einheit Deutschlands war, als ich in der Bensheimer Fußgängerzone in eine Schlägerei mit frisch wiedervereinigten Deutschen geriet. Wir waren Punks und Skater mit bunten Haaren und gehörten deshalb neben Migranten, die es -soviel muss gesagt sein- weit heftiger traf, zum als undeutsch titulierten Auswurf und somit Feindbild der sich neu formierenden Volksgemeinschaft. Obwohl noch sehr jung, wurde mir schlagartig klar, dass von dieser Wiedervereinigung nichts positives zu erwarten war. Keine Sorge, es geht mir nicht darum, in plumpes Ossi-Bashing zu verfallen, sondern vielmehr darum, hervorzuheben, dass die Übernahme der DDR durch die BRD auf beiden Seiten der Mauer ein Erstarken des Patriotismus zu Folge hatte, der sich fast zwangsläufig in nationalistischen Ausschreitungen äußern wollte und sollte. Waren nämlich die zwei durch eine Mauer getrennten Staaten Garant dafür, dass ihren Bewohnern schmerzlich bewusst blieb, den selbst angezettelten Weltkrieg verloren zu haben und unter Beobachtung der Sieger zu stehen, ließ sie die Zusammenführung und das damit einhergehende neue Deutsche Selbstvertrauen umgehend wieder in ungebremste Großmachtsfantasien verfallen. Man war nicht mehr nur BRD und nicht mehr DDR. Man war endlich wieder Deutschland!


(Man konnte ahnen, was da auf uns zukommt. Nie wieder Deutschland-Demo, Mai 1990, Frankfurt am Main)

So wurde nicht erst mit der ersten Pogromwelle in Hoyerswerda, Mannheim, Rostsock und Quedlinburg klar, wie Recht der Herausgeber der Monatszeitschrift Konkret, Hermann L. Gremliza, hatte, als er mit dem Ausspruch „Ami, stay here“ forderte, diese Deutschen unter keinen Umständen sich selbst zu überlassen.
25 Jahre später -Deutschland hat in der Zwischenzeit eine Terrororganisation namens NSU hervor-, eine euphorische partypatriotische WM hinter sich gebracht und erneut die Führungsrolle in Europa übernommen, und demonstrierte zuletzt an Griechenland, was mit denen passiert, die es wagen, sich dem Deutschen Diktat nicht umgehend zu unterwerfen- erschüttert erneut eine Welle von Brandschatzungen und Pogromversuchen das Land. Auch wenn sich diesmal eine gewisse Zivilgesellschaft herausgebildet hat, die sich nicht nur beim Lichterketten bilden selbst gefällt, sondern auch anpacken und den ankommenden Flüchtlingen helfen will, kann diese nicht darüber hinwegtäuschen, dass dank den Regierungsparteien CDU und SPD als Folge der Aggression die endgültige Abschaffung des Rechtes auf Asyl stehen wird. Obwohl man also versucht, sich nicht mehr ganz so hässlich zu präsentieren, bleibt am Ende die politische Praxis der Abschottung und Ausgrenzung. Wenn nämlich den Flüchtlingen sämtliche finanziellen Mittel durch Sachleistungen ersetzt werden sollten, kann das nur eines bedeuten: Man will ihnen die Teilnahme an einem sozialen Miteinander verunmöglichen.
Neue Maßstäbe in Punkto Zynismus werden nun gesetzt, in dem in diesen Zeiten von Flucht und Vertreibung die Feierlichkeiten zum 25jährigen Jubiläum des Mauerfalls in Hessen mit dem Motto „Grenzen überwinden heißt Freiheit sichern“ beworben werden. Es ist ein Graus!*

Um zu zeigen, dass wir mit dieser Art der Feierlichkeit nichts, aber auch gar nichts zu tun haben wollen, gibt es von Audiolith in Zusammenarbeit mit dem wunderbaren Schlachthof in Wiesbaden eine Show von unseren geliebten Freunden von Frittenbude und meiner Kapelle Egotronic. Klar kann ein Konzert nichts gegen diese Zustände ausrichten, aber zum Kraft tanken, sich austauschen und mit Gleichgesinnten eine gute Zeit verbringen taugt es allemal.

Wer also -so wie wir- die von Knarf Rellöm erwähnte Verkrampfung auch schöner fand, bei den Gegenaktivitäten zum Tag der Deutschen Einheit nicht einfährt und die Nacht eingeknastet in einer Zelle fristen muss, ist herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen.
Wir liefern in jedem Fall die passende Musik:
Deutschland, Arschloch, fick dich
Exportschlager leitkultur
Frittenbude – Deutschland 500

*Mittlerweile hat sich das Szenario noch gesteigert und Deutschland hat 25 Jahre nach dem Fall der Mauer an seinen Außengrenzen Kontrollen eingeführt. Ein Aufschrei der der Zivilgesellschaft blieb bisher aus, was die Frage aufwirft, wie ernst das Refugees Welcome wirklich gemeint ist.

Kurzer Rückblick auf den Bundesvision Song Contest

Neulich wurde ich -auch von Musiker-Kollegen- wieder mal als ewiger Nörgler gescholten, weil ich mich über den Bundesvision Song Contest auskotzte, obwohl dort diesmal viele Acts ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt hätten.
Am Tag des Contests schrieb ich auf Facebook Folgendes:

Ich las gerade, dass heute wieder der beschissene Bundesvision Song Contest ist. Davon mal abgesehen, dass ich nicht raffe, wie man als klar denkender Musiker freiwillig eins der beknackten Bundesländer repräsentieren wollen kann, stell ich mir die Frage, wer denn diesmal Sachsen vertritt. Störkraft?

Und in der Debatte am nächsten Tag das hier:

Lustiger Weise scheint das meine These zu untermauern und das Event genau das zu bewirkt, was ich ihm gestern vorwarf: Die Bands mögen all das Ernst meinen, liefern so aber die Simulation eines besseren Deutschlands, in dem es nachts vermutlich wieder gerumst hat, in dem heute wieder abgeschoben wird und bei der nächsten Asylrechtsverschärfung wieder keiner dagegen auf die Straße geht. Außerdem wird es weiterhin das Volumen an Waffenlieferungen steigern und seine Führungsposition in Europa zementieren. Aber schön, dass man eine Fernsehsendung lang Fähnchen schwenken und trotzdem daran glauben konnte, dass alles doch gar nicht so schlimm ist.

Selbstverständlich finde ich es Super, wenn sich Acts wie z.B. die Donots, Madsen, Gloria und Ferris MC öffentlich gegen Rassismus und Nazis auf den Straßen positionieren. Wenn sie dies aber im Rahmen eines patriotischen Events tun, und nichts Anderes ist der BUVISO, helfen sie -ob sie wollen oder nicht- mit, das Image eines Landes aufzupolieren, das verbal die Positionen der Künstler teilt, aber de Fakto die Forderungen der Straßen-Faschos umsetzt. Jetzt kann sich Deutschland, das gerade weitere Länder als sicher deklariert und das Taschengeld für Flüchtlinge durch Sachleistungen ersetzen will, mit solchen Bildern schmücken:

Deshalb mein Appell an alle Musikerinnen und Musiker, die es Ernst meinen mit Refugees Welcome, zukünftig alle Events, die lediglich dazu da sind, das Ansehen Deutschlands zu verbessern -seien das nun der Bundesvision Song Contest, oder vom Goethe Institut gesponsorte Touren- zu boykottieren. Ich weiß, dass die Teilnahme gute Promotion ist, aber ihr solltet euch die Frage stellen, ob das die Art Promo ist, die ihr wirklich haben wollt.
Denn eins sollte klar sein: Das Problem sind nicht nur die brandschatzenden Nazis auf der Straße, sondern auch die Politiker (derzeit vor allem von CDU und SPD), die mit ihrer Politik der Abschottung und Gängelei die Flüchtenden an den Außengrenzen sterben lassen, oder denen, die es aller Qualen zum Trotz geschafft haben, einzureisen, eine Teilnahme am sozialen Leben im Land verwehren wollen.

Swaggy Dudes, diese Deutschen!

Juhuu, die Deutschen sind nicht mehr hässlich! Zumindest nicht nur! Gut, sie versuchen in ihrem Überschwang nach wie vor ganz Europa unter ihre Knute zu zwingen, zünden ab und an das ein oder andere Flüchtlingsheim an, aber verteilen zwischendurch auch mal Decken und Süßes an die, die es trotz aller Abschottungsbemühungen bis ins Landesinnere geschafft haben. Außerdem haben sie spätestens mit der Ausrichtung der WM 2006 (Motto: Die Welt zu Gast bei Freunden) bewiesen, dass sie auch in der Lage sind, ausgelassen zu Feiern. Weitere Beweise der neuen Deutschen Fröhlichkeit liefern sie Jahr für Jahr auf Malle, kurz: Wäre die Welt diesem wunderbaren Schlag Menschen ein Stückchen ähnlicher, sie wäre ein besserer Ort. Für dieses neue, humane und ausgelassene Deutschland-Bild haben wir vor Jahren schon eine Hymne geschrieben. Erhebt das Glas und schwingt die Fahne zu Expotschlager Leitkultur!

Live gibt es den Song von den ebenfalls swaggy Egotronic-Dudes an folgenden Orten vorgeführt:
11.09.2015 Aachen – AZ
12.09.2015 Bonn – KeinKultur Festival
26.09.2015 Hamburg – Reeperbahnfestival
02.10.2015 Leipzig – Werk2
03.10.2015 Wiesbaden – Schlachthof
29.10.2015 Kassel – Goldgrube
30.10.2015 Erlangen – E-Werk
31.10.2015 Reutlingen - Franz K
19.11.2015 Jena – Kassablanca
20.11.2015 Osnabrück - Kleine Freiheit
21.11.2015 Saarbrücken – Garage
03.12.2015 Düsseldorf - Zakk
04.12.2015 Stuttgart – 12zehn
05.12.2015 Bielefeld – Bunker Ulmenwall
09.12.2015 Würzburg – Cairo
10.12.2015 Linz – Stadtwerkstatt
11.12.2015 Wien – B72
12.12.2015 München – Feierwerk
16.12.2015 Bremen – Tower
17.12.2015 Flensburg – Volksbad
18.12.2015 Lüneburg – Salon Hansen
19.12.2015 Kiel – Alte Meierei

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