Archiv der Kategorie 'was geht?'

Raven wegen Deutschland – Ein Hörbuch

Nicht nur Lesefaule fragten mich nach der Lesereise zu Raven wegen Deutschland von Kulla und mir, ob ich nicht Lust hätte, das Buch, das im Herbst 2011 beim Ventil Verlag erschien, als konsumentenfreundliches Hörbuch zu veröffentlichen. Lust hatte ich schon, nur mangelte es an Zeit.
Als ich dann allerdings im Sommer 2014 Vredeber Albrecht -seines Zeichens Ex-Pianist von Blumfeld und Tonstudiobesitzer- kennenlernte, beschlossen wir, das Projekt endlich in die Tat umzusetzen.

Ich mietete mich in sein Studio ein, las und Vredeber brachte das ganze in ein hörbares Format. Zu guter letzt engagierte ich Egotronic-Genosse Kilian, thematisch passende Musik zu komponieren (Techno wie wenns 2007 wär!) und im Spätsommer hatten wir das Ding im Kasten. Da ich den Rest des Jahres nach Beendigung des Festival-Sommers 2014 mit meiner Kapelle Egotronic im Proberaum verbrachte, um die Aufnamen für Egotronic c‘est moi vorzubereiten, musste die Veröffentlichung des Hörbuchs ein weiteres Mal verschoben werden. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt endlich vollbracht ist und das Teil ab dem 23.10. beim Label meines Vertrauens, Audiolith, erhältlich sein wird!

Vorbestell-Link: BÄM!

Das Cover:

Info-Text:

„Du bist nichts, dein Zustand ist alles!“

Mit seiner in Berlin angesiedelten Band Egotronic lässt er seit dem Jahr 2001 die subversiven Tanzsäle der Republik vor Bass beben – und nicht nur die: Torsun Burkhardts wandlungsfähiges Projekt Egotronic taucht genauso wie in verschwitzten Clubs auch bei großen Festivals und in unzähligen Bestenlisten auf. Zudem zeigt sich Burkhardt als Freund der klaren Haltung und so stieß er mehr als einmal Debatten zum Thema Antisemitismus an, geriet mit der Dresdener Ausgabe der Bildzeitung aneinander, als er ein offensives Videos gegen den deutschen Opferkult veröffentlichte und fand sich in den Feuilletons wieder, immer wenn es dort darum ging, politische Positionen in der hiesigen Feierkultur zu markieren. Kein Wunder, schließlich proklamiert Burkhardt via Egotronic: „Beats für die Beine und eine Message für den Verstand“. Zuletzt hat er das Outfit seiner Band vom Electro-Act zu einer hoch verdichteten Punkband gemorpht, das aktuelle siebte Album, „Egotronic – C’est Moi!“, erregte viel Aufsehen, fand sich weit über alle Genregrenzen rezipiert.

Doch auch neben den Gitarrenverstärkern und Bassboxen besitzt Torsun Burkhardt eine Agenda. So wurde 2011 sein Buch „Raven wegen Deutschland“ veröffentlicht (eine Anspielung auf einen der bekanntesten Egotronic-Songs „Raven gegen Deutschland“). Im Buch verarbeitet Burkhardt seine wilde Zeit als junger Raver, der Nächte, ja, ganze Wochenenden im überdrehten Berlin der Jahrtausendwende durchfeiert, Drogen vertickt, Gesetze übertritt, das Sitzraven propagiert, Pferdebetäubungsmittel probiert – und zwischendurch sogar heftig in love ist. Ein einziger Trip, der aber auch hinter die Kulissen dieser hedonistischen Szene zu blicken vermag.

2015 nun hat Torsun Burkhardt dieses schonungslose, unterhaltsame und nicht nur in Szenekreisen berüchtigte Buch mit der eigenen Stimme zum Hörbuch werden lassen. Aufgenommen bei Vredeber Albrecht (früher bei Commercial Breakup und Blumfeld aktiv und als Produzent u.a. für Deichkind sowie Lexy & K-Paul tätig), die Musik steuerte der Alleskönner unter den Egotronic-Musikern Kilian Teichgräber bei.
Man folgt in der Erzählung dem naiven und gleichsam fest entschlossenen Protagonisten durch die Wirrungen der Nächte und darüber hinaus – Torsun Burkhardt fängt die Stimmung dieses Textes über eine (letztlich gar nicht so verpeilte) Generation perfekt ein. Ein kongeniales Roadmovie – lässig, voll drauf und immer wieder überraschend.
Linus Volkmann

Und zu guter letzt haben Heinz Strunk und Johnny Schulz auch mal ins Buch geguckt und etwas daraus vorgelesen:

Was zu sagen bleibt, ist, dass die Testhörer viel Spaß mit dem Hörbuch hatten und ich hoffe, dass es euch ähnlich ergehen wird.

PROST!

Tag der Deutschen Einfalt – Konzert in Wiesbaden

Anrufer: Ja, ich wollte mal sagen, endlich haben wir Deutschen wieder ein unverkrampftes positives Verhältnis zu unserem eigenen Land und zum Patriotosmus.
Knarf Rellöm: Ich muss sagen, ich fand die Verkrampfung schöner.

(Knarf Rellöm Trinity – Arme Kleine Deutsche)

Ich weiß nicht mehr genau, ob es direkt am 03. Oktober 1990 oder erst ein Jahr später am ersten Jahrestag der Feierlichkeiten zur Einheit Deutschlands war, als ich in der Bensheimer Fußgängerzone in eine Schlägerei mit frisch wiedervereinigten Deutschen geriet. Wir waren Punks und Skater mit bunten Haaren und gehörten deshalb neben Migranten, die es -soviel muss gesagt sein- weit heftiger traf, zum als undeutsch titulierten Auswurf und somit Feindbild der sich neu formierenden Volksgemeinschaft. Obwohl noch sehr jung, wurde mir schlagartig klar, dass von dieser Wiedervereinigung nichts positives zu erwarten war. Keine Sorge, es geht mir nicht darum, in plumpes Ossi-Bashing zu verfallen, sondern vielmehr darum, hervorzuheben, dass die Übernahme der DDR durch die BRD auf beiden Seiten der Mauer ein Erstarken des Patriotismus zu Folge hatte, der sich fast zwangsläufig in nationalistischen Ausschreitungen äußern wollte und sollte. Waren nämlich die zwei durch eine Mauer getrennten Staaten Garant dafür, dass ihren Bewohnern schmerzlich bewusst blieb, den selbst angezettelten Weltkrieg verloren zu haben und unter Beobachtung der Sieger zu stehen, ließ sie die Zusammenführung und das damit einhergehende neue Deutsche Selbstvertrauen umgehend wieder in ungebremste Großmachtsfantasien verfallen. Man war nicht mehr nur BRD und nicht mehr DDR. Man war endlich wieder Deutschland!


(Man konnte ahnen, was da auf uns zukommt. Nie wieder Deutschland-Demo, Mai 1990, Frankfurt am Main)

So wurde nicht erst mit der ersten Pogromwelle in Hoyerswerda, Mannheim, Rostsock und Quedlinburg klar, wie Recht der Herausgeber der Monatszeitschrift Konkret, Hermann L. Gremliza, hatte, als er mit dem Ausspruch „Ami, stay here“ forderte, diese Deutschen unter keinen Umständen sich selbst zu überlassen.
25 Jahre später -Deutschland hat in der Zwischenzeit eine Terrororganisation namens NSU hervor-, eine euphorische partypatriotische WM hinter sich gebracht und erneut die Führungsrolle in Europa übernommen, und demonstrierte zuletzt an Griechenland, was mit denen passiert, die es wagen, sich dem Deutschen Diktat nicht umgehend zu unterwerfen- erschüttert erneut eine Welle von Brandschatzungen und Pogromversuchen das Land. Auch wenn sich diesmal eine gewisse Zivilgesellschaft herausgebildet hat, die sich nicht nur beim Lichterketten bilden selbst gefällt, sondern auch anpacken und den ankommenden Flüchtlingen helfen will, kann diese nicht darüber hinwegtäuschen, dass dank den Regierungsparteien CDU und SPD als Folge der Aggression die endgültige Abschaffung des Rechtes auf Asyl stehen wird. Obwohl man also versucht, sich nicht mehr ganz so hässlich zu präsentieren, bleibt am Ende die politische Praxis der Abschottung und Ausgrenzung. Wenn nämlich den Flüchtlingen sämtliche finanziellen Mittel durch Sachleistungen ersetzt werden sollten, kann das nur eines bedeuten: Man will ihnen die Teilnahme an einem sozialen Miteinander verunmöglichen.
Neue Maßstäbe in Punkto Zynismus werden nun gesetzt, in dem in diesen Zeiten von Flucht und Vertreibung die Feierlichkeiten zum 25jährigen Jubiläum des Mauerfalls in Hessen mit dem Motto „Grenzen überwinden heißt Freiheit sichern“ beworben werden. Es ist ein Graus!*

Um zu zeigen, dass wir mit dieser Art der Feierlichkeit nichts, aber auch gar nichts zu tun haben wollen, gibt es von Audiolith in Zusammenarbeit mit dem wunderbaren Schlachthof in Wiesbaden eine Show von unseren geliebten Freunden von Frittenbude und meiner Kapelle Egotronic. Klar kann ein Konzert nichts gegen diese Zustände ausrichten, aber zum Kraft tanken, sich austauschen und mit Gleichgesinnten eine gute Zeit verbringen taugt es allemal.

Wer also -so wie wir- die von Knarf Rellöm erwähnte Verkrampfung auch schöner fand, bei den Gegenaktivitäten zum Tag der Deutschen Einheit nicht einfährt und die Nacht eingeknastet in einer Zelle fristen muss, ist herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen.
Wir liefern in jedem Fall die passende Musik:
Deutschland, Arschloch, fick dich
Exportschlager leitkultur
Frittenbude – Deutschland 500

*Mittlerweile hat sich das Szenario noch gesteigert und Deutschland hat 25 Jahre nach dem Fall der Mauer an seinen Außengrenzen Kontrollen eingeführt. Ein Aufschrei der der Zivilgesellschaft blieb bisher aus, was die Frage aufwirft, wie ernst das Refugees Welcome wirklich gemeint ist.

Ein Händchen Für Alles

Nach vielen Jahren beschlossen Hörm und ich, also die Gründungsbesetzung von Egotronic, neulich, mal wieder zusammen Musik zu machen. Klassischen Oldschool-Deutschpunk mit Wut und Bier! Name: „Ein Händchen Für Alles“! Erster Song: „Kleine Gewaltphantasie“!
1,2,3,4 – 25 Sekunden! Bäm!

Ein Händchen Für Alles – Kleine Gewaltphantasie

Song Downloaden

3 Monate Egotronic c‘est moi!

Heute vor 3 Monaten erschien unser Album Egotronic c‘est moi und präsentierte, den vorläufigen Höhepunkt einer stilistischen Transformation vom ELEKTROpunk zum ElektroPUNK.

Ich bin nach wie vor sehr glücklich damit, wie die Veränderung läuft und dass sie beim Publikum ankommt, auch wenn es natürlich auch einige gibt, die dem alten Sound nachtrauern, aber hey: Stillstand wäre absolut nichts für mich.


Die Platte gibt es nach wie vor im Webshop zu kaufen…
Klicken, staunen, kaufen!
…und live präsentiert wird sie auch:

Und ganz zum Schluss bleibt zu sagen, dass das Ende der Fahnenstange damit immer noch nicht erreicht ist!

Wir sehen und hören uns auf der Piste! Löve!

Nach dem Festivalsommer…

…geht es wieder auf Tour! Wir haben extrem Bock!

Tickets!

Live in Berlin!

Am kommenden Wochenende ist es endlich soweit: Wir stellen unseren neuen Sound vor!

TICKETS!

Neue Platte, neue Tour, mehr Punk!

Wir waren Songs aufnehmen. Es war und wird absolut geil. Ich weiß nicht, ob ich jemals mit einer Scheibe so zufrieden war wie mit dieser. Alle Infos demnächst!

(Klicke hier und sichere dir ein Ticket)

Mein Jahresrückblick 2014


2014 war für mich eines der bisher extremsten Jahre überhaupt. Soviel Aufs und Abs gab es zuvor nie. Musikalisch passierte echt eine ganze Menge, während mich mein Körper teilweise so sehr prügelte, dass ich so manchen Erfolg gar nicht richtig genießen konnte. Zum Glück schlug meine Gesundheit zum Jahresende hin den Pfad der Besserung ein…

Aber beginnen wir beim Anfang:
Im Frühling erschien auf dem nach wie vor besten Label der Welt -Audiolith- endlich das neue Egotronic-Album „Die Natur ist dein Feind“. Es markierte einen extremen Wendepunkt in der Geschichte meines musikalischen Projekts und brachte viele Veränderungen mit sich:
1. Erstmals entstanden die Songs im Proberaum und nicht zuhause vor dem Rechner.
2. Gelangweilt vom Elektro-Punk beschloss ich, musikalisch neue Pfade einzuschlagen und vermehrt auf Gitarren und vor allem akustische Drums zu setzen.
3. Während des Schaffens-Prozesses wurde klar, dass diese Platte mit einer größeren Band auf die Bühne gebracht werden müsste.

Als das Album dann erschien stand die Band und ich war extrem aufgeregt, ob der neue Sound überhaupt ankommen würde. Meine Sorgen waren unberechtigt, denn auf eine fast komplett ausverkaufte Release-Tour folgte ein wirklich traumafter Festivalsommer:

Wir spielten kleine, mittlere und riesige Festivals und selbst, wenn wir Opener waren, waren meist schon richtig viele Menschen am Start, die zu allem Überflugss auch noch mächtig Bock hatten. Wäre ich nicht von meiner beschissenen Autoimmunerkrankung gebeutelt worden, ich hätte den Sommer zum bisher besten meines Lebens gekürt. So aber blieb immer die Furcht, irgendwann Shows aus gesundheitlichen Gründen absagen zu müssen, was ja ganz am Ende der Festival-Saison auch passierte.
Zum Glück mussten nur einige wenige Konzerte gecancelt werden, weshalb ich sagen kann, dass 2014 ein wirklich gelungenes Egotronic-Jahr gewesen ist.
Und eins sei jetzt schon Gesagt: Auch für 2015 gibt es große Pläne mit Egotronic, die nach und nach angepackt werden.

…..

Als mein Körper gegen Ende des Jahres beschloss, mir nicht mehr ganz so hart auf die Nüsse zu gehen und meine Handgelenke zuließen, dass ich mich wieder mit Instrumenten beschäftigen konnte, bekam ich so extreme kreative Schübe, dass ich gar nicht mehr still sitzen konnte, weshalb ich beschloss, eine weitere Band zu gründen. Klare vorgab war, dass das neue Projekt ohne synthetische Instrumente würde auskommen müssen. Lediglich Gitarre, Bass und Drums sollen erlaubt sein und wenn wirklich einmal Tasten zum Einsatz kommen sollten, wäre ein Piano oder eine Orgel zu verwenden. Im Bloger Kotzendes Einhorn fand ich eine Mitstreiter und somit war die Band Der Torsun & Das Einhorn geboren.
Was soll ich sagen?
3 Songs sind mittlerweile eingespielt, 2 davon gibt es mit Musikvideo bei Youtube und hier im Blog zum kostenfreien Dowload, das dritte Video folgt in etwa 1 1/2 Wochen und die Konzertanfragen häufen sich. Sobald wir soweit sind, und das wird definitiv relativ bald der Fall sein, werden wir nur zu gern die ersten Shows spielen.

Alles in allem war es ein wirklich erstaunliches Jahr 2014 und ich bin hochmotiviert, 2015 so einiges zu wuppen. Erster großer Plan ist jedenfalls, meine Web-TV-Sendung egotronic-TV wiederzubeleben und sowohl mit Egotronic als auch mit Der Torsun & Das Einhorn schöne Konzerte zu spielen.
Wir sehn uns!

Neue Hörprobe von Der Torsun & Das Einhorn


Wir sagen danke!

Vor etwa 3 Wochen beschlossen Kotzendes Einhorn und ich eine Rockband zu gründen. Plan sollte auch sein, zu testen, was in kürzester Zeit möglich ist, auf die Beine zu stellen. Was soll ich sagen? Wir sind extrem happy über die große Resonanz auf unser kleines Projekt.
Gestern erschien das erste Musikvideo, das in nichtmal 24 Stunden weit über 3000 mal gekuckt wurde.
Folgende Seiten haben darüber berichtet:
Intro.de
Testspiel.de
Kraftfuttermischwerk
Interweg 3000
Jahrgangsgeräusche
Atomlabor
DeadWrong
Nerdcore
Dressed Like Machines
Das ist wirklich mächtig!
Unsere Facebookseite hat schon 835 Likes, Pulloverdisko brachte unseren Song sogar in einem Radio unter und obwohl wir erst einen Song präsentiert haben, gibt es schon die ersten Anfragen für Konzerte.
Das Alles ist wirklich abgefahren, weshalb wir an dieser Stelle eins loswerden wollen:
Danke, Danke und nochmals Danke!

Gestern trafen wir uns nun, um die Gerüste von 2 neuen Songs aufzunehmen. Die werden im Verlauf der nächsten 1-2 Wochen fertig und bringen uns unserem erklärten Ziel, 2015 die ersten Shows zu spielen, ein großes Stück näher.
Das wird Geil!