Archiv der Kategorie 'retrospektive zur bloggerei'

über das rauchen

ich für meinen teil bin mit leib und seele raucher!
nicht dass ich jetzt besonders stolz darauf wäre, aber es ist eben so.
ich kann sogar mit fug und recht behaupten, dass das rauchen meine einzige wirkliche sucht ist. klar bin ich auch anderen genussmitteln nicht abgeneigt, aber die zigarette ist das einzige suchtmittel, welches ich -mit wenigen ausnahmen, wie z.b. bei krankheit- täglich konsumiere.


auch bei den drehpausen zu pippi langstrumpf wurde nach herzenslust geraucht

gerade jetzt, wo ich mich von berufswegen ständig in dunklen kellerklubs rumtreibe oder -wenn zuhause- täglich über mehrere stunden am rechner sitzen und tüffteln muss, ist mir die zigarrette ein treuer begleiter geworden.
sie ist das erste was mir morgens ein freundliches „hallo, wie wärs?“ entgegenposaunt, womit sie selbst den kaffee auf die plätze verwiesen hat. ich finde wirklich, dass das rauchen etwas ganz besonderes hat. ob nachmittags beim gemütlichen plausch oder abends in der kneipe, macht es mir einen heidenspass anderen leuten beim rauchen zuzusehen. deshalb mag ich auch den alkohol, da er die menschen dazu animiert noch mehr zu rauchen, wobei ich sie wiederum beobachten kann. es kann durchaus vorkommen, dass ich jemanden nur deshalb interessant finde, weil er eine unwiederstehliche art hat zigaretten zu rauchen, wobei nicht jedem solch ein glimmstengel gut zu gesicht steht. ja, es ist erstaunlich, aber manche leute nerven mich sogar wenn sie rauchen, weil ich der meinung bin, dass zigaretten einfach nicht zu ihnen passen, oder sie einfach noch nicht den richtigen rauchstil gefunden haben und derer gibt es viele.


der autor dieser zeilen beim stilvollen rauchen

und mal im ernst:
was gibt es schöneres als wenn man abends in trauter runde mit seinen lieben dem alkohol fröhnt und die stimmung mit lustigen tricks mit diesem schönen utensil weiter auflockert, wie hier der allzeit beliebte profi-mixer friedel:

auch meine wenigkeit beherrscht ein kleines kunsstück mit dem glimmstengel:

und seien wir doch ehrlich! in zeiten des rauchverbots ist die luft in tanzlokalen um einiges schlechter geworden, was schlicht und ergreifend daran liegt das kein rauch mehr da ist, der den mief der sekretausschüttung einer tanzenden meute in die schranken verweist.

nichts desto trotz sei darauf hingewiesen, dass das rauchen -wie so vieles was spass macht- ungesund ist und auch ich habe schon so manches mal mit dem gedanken gespielt, es wieder sein zu lassen um dann in meinem blog wilde hasstiraden gegen dieses lebemann-utensil in die tastatur zu hämmern…
mal abwarten!

p.s.:
beim allerersten egotronic-video wurde geraucht was das zeug hält:

zweck des trinkens…

obwohl ich ja im moment (bis zum melt!, also morgen) tendenziell eher dem wassertrinken zugeneigt bin, las ich neulich mal wieder eine schöne erwiderung auf die lahme floskel: „ich kann auch ohne alkohol fröhlich sein.“
diese ging so: „… nie im leben geht es bei ehrlichem maßlosem alkoholkonsum um frohsinn: dieser tritt allenfalls als vorübergehende begleiterscheinung auf. zweck des trinkens ist betrunkenwerden, ziel ist das betrunkensein! logisches denken ad acta legen, hemmung und zweifel zum altpapier geben! mittags zur bank gehen, um geld zum abends vertrinken zu holen, dann dumpf in dunklen höhlen lallen und nachts durch dunkle gassen schwanken! das ist doch prima, savoir vivre, geiler lifestyle, ars vivendi! wer weiß, vielleicht wacht man mit völlig unerklärlichen, aber hochinteressanten schürfwunden am rechten arm auf, vielleicht nickt man aber auch morgens in der u-bahn ein und wird von einer jugoslawischen schichtarbeiterin sanft geweckt. manch einer hat auf diese weise schon seinen ehepartner kennengelernt.“
(max goldt)

so sieht es doch aus.
auch ich unterscheide -wie ich irgendwann mal bei heinz strunk hörte- zwischen „genusstrinkern“ und „effekttrinkern“.
der genusstrinker sagt oft solche dinge wie: „…zum essen ein gutes glas wein…“ oder ähnliches. ich persölich habe noch nie ein sogenanntes „gutes glas wein“ getrunken. zum essen favorisiere ich nach wie vor einen leckeren saft oder eben wasser, auch wenn mich jetzt einige des banausentums schelten werden. darauf kann ich getrost pfeiffen und erwidern: viele verwenden solche sätze lediglich als alibi, zumal aus diesem „guten glas“ meist auch zwei oder drei werden. nach dem essen wird dann oft noch mit glasigem blick und rotem weinrand um die lippen (ein wahrlich würdeloser anblick) ein sogenannter „zerhacker“ bestellt und fertig ist der angeseuseltseinzustand. daraus lässt sich ableiten, dass auch etliche „genusstrinker“ nur verkappte „effekttrinker“ sind, welche sich im gegensatz zu den offenen „effekttrinkern“ selbst belügen.

wer anderer meinung ist, sollte diese doch bitte mit beweisen untermauern…

als hörm und ich mal „the egotronic“ gründeten.

obwohl ich ja vollzeit elektronische musik mache, höre ich nach wie vor ganz gerne gitarrenmusik und bis heute ist die platte „is this real“ von the wipers eine meiner all time favorites!
das hab ich übrigens mit mr. boyse noize gemein, wie ich der letzten intro entnehmen konnte.

inspiriert davon ergab es sich im april 2004, dass mein damaliger bandkollege hörm und ich die idee hatten, einige egotronic-songs als rock´n´roll nummern nur mit gitarre, bass und drums aufzunehmen.
das ganze sollte im verlauf nur eines tages(!) passieren und unter dem namen „the egotronic“ online veröffentlicht werden, denn ein „the“ gehört zum namen einer garagenrock-band fast untrennbar dazu.
am 09.04.05 war es soweit:

wir trafen uns in meinem damaligen zimmer in der voigtstrasse und starteten das projekt. hörm brachte seinen bass mit und ich hatte mir extra eine gitarre geliehen, weshalb wir lediglich das schlagzeug am computer programmieren mussten.
wir kamen sehr gut voran und am 11.04.05 konnten wir die erste und einzige ep von „the egotronic“ mit namen „is this filthy?“ samt zugehöriger website präsentieren:

ursprünglich war geplant auch noch „möllewahn“ zu recorden, wofür ich allerdings zu schlecht gitarre spielte, weshalb ich den lead-part nicht zustande brachte. diesen sollte dann MTDF von SAALSCHUTZ übernehmen, mit dem wir eigentlich auch vorhatten das ganze mal live auf eine bühne zu bringen und eine einzige tour zu spielen. dieser teil des projekts scheiterte allerdings an allgemeinem zeitmangel aller akteure.

aber seis drum!
4 1/2 jahre später präsentiere ich euch erneut die songs, die hörm und ich damlas aufnahmen:
THE EGOTRONIC – NEIN NEIN:

THE EGOTRONIC – MAYBE SOMEDAY:

THE EGOTRONIC – PILZE:

THE EGOTRONIC – FAHRRAD ROCK (das einzige stück übrigens, welches nie für egotronic verwendet wurde):

YEAH BABY IT´S ROCK´N´ROLL!

p.s.:
heute fand ich durch zufall, dass jemand nein nein nur mit akustischer gitarre aufgenommen hat, was mich doch sehr freut:

über 5 jahre torsuns blog…

…ist grund genug eine neue rubrik mit abstechern in die vergangenheit einzuführen:
am 08.10.04 schrieb ich meinen allerersten blogeintrag, damals noch auf myblog.de.
viel ist passiert seit dieser zeit und regelmässige leserinnen und leser haben so einige wichtige etappen mitbekommen.
das einschneidenste erlebnis meinerseits dürfte der einstieg bei dem label meines vertrauens AUDIOLITH gewesen sein, weshalb ich gestern abend beim durchstöbern alter einträge doch sehr schmunzeln musste, als ich den kommentar von audiolith-cheff lars fand, der unsere zusammenarbeit in gang setzen sollte.

meld dich mal t. hab ne saugute idee!!!

(dazugehöriger eintrag)

am 07.01.05 gab ich dann bekannt, dass die erste egotronic-single bei diesem damals noch „kleinen aber sehr feinen hamburger label“ erscheinen würde.
die a-seite der scheibe stand damals schon fest. der song „luxus“ sollte es sein.

am 24.03.05 gings dann los mit der b-seite, die eine zusammenarbeit mit saalschutz wurde.

lustigerweise begleitete mich mittlerweile-egotronic-mitglied endi bei meinem schaffen, wie man aus den kommentar-spalten dieser zeit sehen kann.
wie heute auch, machte ich damals alles auf den letzten drücker (termindruck!) und manchmal lief es dann schon darauf hinaus, dass ich nichts sinnvolles zustande brachte und stattdessen meine zeit mit anderem kram vergeudete (damals war es ein trashiges liedchen über die situation im studio):

am 27.03.05 war das stück dann endlich so gut wie fertig, weshalb ich abends gleich noch eine kleine werbung produzierte:

der offizielle release-date verzögerte sich etwas, aber ich war stolz wie oskar, als ich dann die erste besprechung der single bei titus.de las:
hier der blogeintrag dazu!

im rückblick kann man sagen, dass diese veröffentlichung von allen folgenden die besten besprechungen aber mit abstand schlechtesten verkaufszahlen vorzuweisen hat. :D
so ist es heute noch möglich, ein exemplar dieser ersten auflage von 500 stück im audiolith-shop zu bestellen.
umso dankbarer bin ich für das vertrauen von lars in mein schaffen (wollte er doch trotzdem bald darauf einen longplayer von egotronic veröffentlichen), denn ohne ihn wäre egotronic garantiert nicht da wo es ist.

soweit fürs erste mit dem rückblick… weitere werden bei gelegenheit folgen.