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10 Jahre Trinkerlesung

Auf den Tag genau heute vor 10 Jahren las ich in der Hamburger Schilleroper Eugen Egners Buch „Aus dem Tagebuch eines Trinkers“ vor.
Ein Zitat dieser wunderbaren Lektüre -Ich bleibe oft lange auf, trinke viel und schäme mich für uns alle- zierte bis vor kurzem den Header meines Blogs.
Es sollte nicht einfach nur eine Lesung sein, nein. Mein Plan war, mich im Verlauf des Events bis zum Verlust der Muttersprache zu besaufen.
Im November 2005 versteigerte ich diese öffentliche Hinrichtung meiner Selbst auf meinem Blog an den Meistbietenden: KLICK!
Den Zuschlag bekam DJ Kante aus Hamburg und am 28.01.2006 war es dann soweit!

Wie zu erwarten war, ging das Ganze nicht ohne Verlusste über die Bühne, musste ich mich doch z.B. während der Stunde, die die Lesung dauerte, mindestens acht mal übergeben (Die genaue Anzahl weiß ich nicht mehr).
Hier ein paar Fotos:

Die komplette Nachlese zur Veranstaltung gibt es hier: KLICK!

Noch zu erwähnen ist, dass es eigentlich einen kurzen Videozusammenschnitt des Abends auf Youtube gab, der aber auf Drängen der Innhaber der Rechte des Buchs wieder gelöscht werden musste. Die Video-Kassette mit der Lesung in voller Länge ging leider unwiederbringlich verloren.
Prost!

Ich gehe oft früh schlafen und trinke nur noch mäßig, aber die Scham ist geblieben

Als ich am 08.10.2004 bei myblog.de mein erstes Weblog eröffnete, suchte ich nach einer schmissigen Überschrift, die gut zu mir passte, beim ersten mal lesen hängen bleiben und am besten auf humoristische Weise mein Unbehagen mit den bestehenden Verhältnissen zum Ausdruck bringen sollte. Ich entschied mich für ein Zitat aus Eugen Egners Buch „Aus dem Tagebuch eines Trinkers“, welches wie folgt lautete:

Ich bleibe oft lange auf, trinke viel und schäme mich für uns alle!


Das passte ganz ausgezeichnet, weil es neben den angesprochenen Punkten meine doch stark ausgeprägte Rausch-Affininität mit einbezog. Es verhielt sich zwar so, dass ich nicht nur trank, sondern, sobald eine neue Droge auf den Markt geworfen wurde, diese umgehend probieren musste, wenn auch manche davon nur einmal, aber manchmal muss man eben Abstriche machen.
Am 23.11. 2005 beschloss ich dann, ein Event anzubieten, das mich und mein Weblog für immer mit diesem Zitat verbinden sollte:
Ich verloste eine Lesung oben erwähnten Buchs, in deren Verlauf ich mich bis zur Besinnungslosigkeit betrinken würde. Sie fand am 28.01. in der Hamburger Schilleroper statt und ich kann nicht ohne Stolz verkünden, dass ich mich während der einstündigen Lesezeit nicht weniger als acht ( in Zahlen: 8 ) mal übergeben musste, bevor ich zusammenbrach und zum Schlafplatz gebracht wurde.
Das ganze Spektakel wurde damals auf Video aufgenommen und ich veröffentlichte einen kurzen Clip mit den schönsten Momenten, welcher aber, nach Sanktionsandrohungen durch den die Rechte am Werk innehabenden Verlag, wieder gelöscht werden musste. Aber sei’s drum.
10 Jahre, unzählige durchfeierte Wochenenden und einen Umzug zu Blogsport später zierte dieses prächtige Zitat immer noch meinen Header, bis ich gestern zufällig auf einen Zeitungsartikel stieß, in dem zu lesen stand, wie viele neue Drogen in den letzte Jahren release feierten.

Die Anzahl überraschte mich doch ungemein, aber was mich um einiges mehr verwirrte, war die Tatsache, dass ich keinerlei Drang verspürte, all diese Stoffe im Selbstversuch testen zu müssen. Das heißt jetzt nicht, dass ich keine Rauschmittel mehr konsumiere und wenn mir zufällig mal eines der Neuen über den Weg läuft, wer weiß. Aber der innerliche Zwang Rauschtechnisch immer auf dem neuesten Stand zu sein, scheint ein für alle mal vorbei.
Als ich dann noch meine Schlafenszeiten mit denen von z.B. 2007 abglich, kam ich zu folgender Feststellung:
Jede Ära hat einmal ein Ende und ich halte die Zeit für gekommen, dass das Motto dieses Weblogs zukünftig ein anderes, nämlich eines, das mehr meiner aktuellen Lebenssituation entspricht, sein muss.
Wie das neue Motto lauten wird, weiß ich noch nicht, weshalb ich bis auf Weiteres den Moment der Bewusstwerdung in den Header einbinde.
Soweit fürs erste und verdammt, jetzt hab ich richtig Lust gekriegt, mich amtlich volllaufen zu lassen….

Bei Google „langweilig“ eingegeben…

…und auf dieses -in dem Zusammenhang- merkwürdig anmutende Bild gestossen:

Das warf -zumindest bei mir- folgende Fragen auf:
Wer von den Beiden wohl gelangweilter ist? Ist ihnen überhaupt langweilig? Hatten sie Streit? Haben sie sich getrennt? Hat sie ihn oder er sie verlassen? Werden sie sich wieder vertragen? Hatten sie schlechten Sex gehabt? Hatten sie guten Sex gehabt? Hatten sie überhaupt Sex? Hat er seinen Koffer gepackt? Hat sie ihren Koffer gepackt? Hat er ihren Koffer gepackt? Hat sie seinen Koffer gepackt? Was ist das überhaupt für ein Koffer? Haben sie sich in einem Hotel getroffen? Wie viele Sterne? Ist das sein Zimmer? Ist das ihr Zimmer? Hat sie mit ihm ihren Freund betrogen? Hat er mit ihr seine Freundin betrogen? Hat er mit ihr seinen Freund betrogen? Hat sie mit ihm ihre Freundin betrogen? Werden sie es erzählen oder für sich behalten? War es ein Rollenspiel? Müssen sie einen Urlaub abbrechen? Wo? Ist zuhause was Schlimmes passiert?
Ist die Tapete überhaupt zeitgemäß? Hat er sie mit seinem Videohandy gefilmt? Hat sie ihn mit ihrem Videohandy gefilmt? Hat einer von Beiden ein Videohandy? Wenn ja, wird sie ihm die Clips schicken? Wenn ja, wird er ihr die Clips schicken? Werden sie die Clips zusammen Gucken? Wird sie noch manchmal an ihn denken? Wird er noch manchmal an sie denken? Wird er sie vermissen? Wird sie ihn vermissen? Wird er es bereuen? Wird sie es bereuen? Werden sie nochmal Kontakt miteinander haben? Werden sie sich scheiden lassen? Werden sie heiraten? Passt der Teppich zur Tapete?

Den vorangegangenen Dialog stellte ich mir wie folgt vor:

Sie (zwischen Melancholie und Übermut schwankend):

Ich werde es nie bereuen, denn alles was passiert ist, ist gut und wahr und außerdem die Realität. Vielleicht hast du auch nicht abgewaschen und ich wollte Pizza für 2,80 Euro mit Messer und Gabel essen… oder hab ich deine Socken falsch zusammengelegt oder beim gemeinschaftlichen Oma und Opa Besuch auf die Essenstafel gekotzt… oder dir den Kopf verdreht und nun hast du Rückenschmerzen?

Er (hin und her gerissen und leich verunsichert, aber trotzdem gefasst):

Der perfekte Button fiel in die Pizza, welche wiederum (ganz so wie Murphy’s Law es wollte) ihrerseit zu Boden segelte… Das ganze ging so schnell, dass nicht mal mehr Zeit war bei Oma auf den Tisch zu kotzen zumal diese auf halber Strecke im Halse stecken blieb. Da hilft auch kein Nachspülen oder Zimmeraufräumen, denn das Laken wird fleckig bleiben, selbst wenn die New Kids on the Block noch so freundlich lächeln. Das geleerte Telefon klingelt nicht mehr. Auch nicht beim Billardspielen, vielleicht weil die Birne des Projektors längst durchgebrannt ist. Da kann man noch so lange auf sein Postfach starren, wie es der erste Teil einer Geschichte besagte, die mittlerweile selbst dem Postfach entwischt ist, so wie der Schweiz die Berge abhanden kamen, weshalb auch kein Zug mehr in Richtung Bielefeld fährt. Stattdessen wird gelacht, auch wenn man weiss, dass man sich am nächsten Tag höchstens schemenhaft erinnern wird. Das tut der Sache keinen Abbruch, denn die nächste Nacht folgt meist auf dem Fusse und verlässt das Gedächnis noch bevor man wieder richtig bei sich ist. Man muss nach Festen fallen, wie man feiert.
Es gibt nix zu bereuen, auch wenn nicht alles gut war. Geschweige denn wahr oder Realität, denn auch Roboter mit Herzen sind und bleiben programmierbar.

Beide im Chor:

Ist die Tapete überhaupt zeitgemäß?

Und siehe da: Danach war mir nur noch halb so langweilig.

Die drei ??? Fanhörspiel:


Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich war -seit ich die erste Die drei ??? Kassette hörte- Fan! TKKG hingegen erschien mir schon früh als Hörmüll den wirklich niemand braucht, was nicht zuletzt daran lag, dass die Protagonisten, dieser Serie politisch eher unangenehme Zeitgenossen, weil rassistisch waren.
Aber sei´s drum. Die drei ??? höre ich heute noch gerne sowohl zum einschlafen, als auch auf Tour, oder an den wenigen Tagen, wenn ich mich mal wieder dazu entschließe, mein Zimmer aufzuräumen.
Heute morgen stieß ich über einen Facebook-Freund auf ein Die drei ??? Fanhörspiel…

Zwischenspiel:

Wer hier regelmäßig mitliest und/oder mit mir bei Facebook befreundet ist, weiss, wie sehr ich auf die Bücher von Linus Volkmann stehe, da seine Art von Humor und Geschichten zu erzählen genau mein Ding ist, weshalb schon ganze Blog- und Facebook-Einträge meinerseits aus Zitaten aus seinen Schriften bestanden, wie zum Beispiel einer mit der Überschrift „Singles“:

man hat alles voller tiefkühlgerichte, leerer wasserkästen und dazu einen klebrigen küchenboden. warum? – weil keiner einen liebt. weil keiner da ist. der auch mal was aus frischen zutaten macht. nein, immer ist man nur selber da und kocht tütensuppen, trinkt quench oder instand-bier. dass die lebensfreude bei so was nicht gerade voll stoff mit am tisch sitzt, muss wohl oder übel in kauf genommen werden. und irgendwann klingelt endlich das telefon. beim baden, man springt heraus, rutscht auf einer bananenschale aus und ist sofort tot. merken tut das niemand, und wenn sich der hausmeister dann doch bequemt, einen zu finden, ist man nackig und macht eine scheissfigur. ein abschliessendes polizeifoto noch. das käme dann, wenn man glück hat, nur in eine polizei-interne broschüre zum thema vorsicht, einsamkeit. vermutlich aber würde es motiv einer postkarte – die an reich sortierten postkartenkiosks in einer rubrik mit weinenden clowns abelegt würde.

(Super Lupo in Linus Volkmanns „Smells like Niederlage“)
Zwischenspiel Ende!

Dieser Linus Volkmann hat sich nun also zusammen mit Felix Scharlau an eine Die drei ??? Geschichte gewagt, die -und das sage ich ohne jeden Zweifel- garantiert ganz grosses Tennis sein wird.
Man kann das Abenteuer über Youtube hören…

…oder das komplette Hörspiel herunterladen:
HIER LADEN!

Ich für meinen Teil hab es mir schon runtergeladen, warte aber mit dem Hören noch, bis am Wochenende meine Freundin zu Besuch kommt.*
Wir wollen es gemeinsam genießen.

Fussnote:
*: Na, Prima den Happy-End-Bogen zum Zwischenspiel „Singles“ gezogen, was?

über das rauchen

ich für meinen teil bin mit leib und seele raucher!
nicht dass ich jetzt besonders stolz darauf wäre, aber es ist eben so.
ich kann sogar mit fug und recht behaupten, dass das rauchen meine einzige wirkliche sucht ist. klar bin ich auch anderen genussmitteln nicht abgeneigt, aber die zigarette ist das einzige suchtmittel, welches ich -mit wenigen ausnahmen, wie z.b. bei krankheit- täglich konsumiere.


auch bei den drehpausen zu pippi langstrumpf wurde nach herzenslust geraucht

gerade jetzt, wo ich mich von berufswegen ständig in dunklen kellerklubs rumtreibe oder -wenn zuhause- täglich über mehrere stunden am rechner sitzen und tüffteln muss, ist mir die zigarrette ein treuer begleiter geworden.
sie ist das erste was mir morgens ein freundliches „hallo, wie wärs?“ entgegenposaunt, womit sie selbst den kaffee auf die plätze verwiesen hat. ich finde wirklich, dass das rauchen etwas ganz besonderes hat. ob nachmittags beim gemütlichen plausch oder abends in der kneipe, macht es mir einen heidenspass anderen leuten beim rauchen zuzusehen. deshalb mag ich auch den alkohol, da er die menschen dazu animiert noch mehr zu rauchen, wobei ich sie wiederum beobachten kann. es kann durchaus vorkommen, dass ich jemanden nur deshalb interessant finde, weil er eine unwiederstehliche art hat zigaretten zu rauchen, wobei nicht jedem solch ein glimmstengel gut zu gesicht steht. ja, es ist erstaunlich, aber manche leute nerven mich sogar wenn sie rauchen, weil ich der meinung bin, dass zigaretten einfach nicht zu ihnen passen, oder sie einfach noch nicht den richtigen rauchstil gefunden haben und derer gibt es viele.


der autor dieser zeilen beim stilvollen rauchen

und mal im ernst:
was gibt es schöneres als wenn man abends in trauter runde mit seinen lieben dem alkohol fröhnt und die stimmung mit lustigen tricks mit diesem schönen utensil weiter auflockert, wie hier der allzeit beliebte profi-mixer friedel:

auch meine wenigkeit beherrscht ein kleines kunsstück mit dem glimmstengel:

und seien wir doch ehrlich! in zeiten des rauchverbots ist die luft in tanzlokalen um einiges schlechter geworden, was schlicht und ergreifend daran liegt das kein rauch mehr da ist, der den mief der sekretausschüttung einer tanzenden meute in die schranken verweist.

nichts desto trotz sei darauf hingewiesen, dass das rauchen -wie so vieles was spass macht- ungesund ist und auch ich habe schon so manches mal mit dem gedanken gespielt, es wieder sein zu lassen um dann in meinem blog wilde hasstiraden gegen dieses lebemann-utensil in die tastatur zu hämmern…
mal abwarten!

p.s.:
beim allerersten egotronic-video wurde geraucht was das zeug hält:

zweck des trinkens…

obwohl ich ja im moment (bis zum melt!, also morgen) tendenziell eher dem wassertrinken zugeneigt bin, las ich neulich mal wieder eine schöne erwiderung auf die lahme floskel: „ich kann auch ohne alkohol fröhlich sein.“
diese ging so: „… nie im leben geht es bei ehrlichem maßlosem alkoholkonsum um frohsinn: dieser tritt allenfalls als vorübergehende begleiterscheinung auf. zweck des trinkens ist betrunkenwerden, ziel ist das betrunkensein! logisches denken ad acta legen, hemmung und zweifel zum altpapier geben! mittags zur bank gehen, um geld zum abends vertrinken zu holen, dann dumpf in dunklen höhlen lallen und nachts durch dunkle gassen schwanken! das ist doch prima, savoir vivre, geiler lifestyle, ars vivendi! wer weiß, vielleicht wacht man mit völlig unerklärlichen, aber hochinteressanten schürfwunden am rechten arm auf, vielleicht nickt man aber auch morgens in der u-bahn ein und wird von einer jugoslawischen schichtarbeiterin sanft geweckt. manch einer hat auf diese weise schon seinen ehepartner kennengelernt.“
(max goldt)

so sieht es doch aus.
auch ich unterscheide -wie ich irgendwann mal bei heinz strunk hörte- zwischen „genusstrinkern“ und „effekttrinkern“.
der genusstrinker sagt oft solche dinge wie: „…zum essen ein gutes glas wein…“ oder ähnliches. ich persölich habe noch nie ein sogenanntes „gutes glas wein“ getrunken. zum essen favorisiere ich nach wie vor einen leckeren saft oder eben wasser, auch wenn mich jetzt einige des banausentums schelten werden. darauf kann ich getrost pfeiffen und erwidern: viele verwenden solche sätze lediglich als alibi, zumal aus diesem „guten glas“ meist auch zwei oder drei werden. nach dem essen wird dann oft noch mit glasigem blick und rotem weinrand um die lippen (ein wahrlich würdeloser anblick) ein sogenannter „zerhacker“ bestellt und fertig ist der angeseuseltseinzustand. daraus lässt sich ableiten, dass auch etliche „genusstrinker“ nur verkappte „effekttrinker“ sind, welche sich im gegensatz zu den offenen „effekttrinkern“ selbst belügen.

wer anderer meinung ist, sollte diese doch bitte mit beweisen untermauern…

als hörm und ich mal „the egotronic“ gründeten.

obwohl ich ja vollzeit elektronische musik mache, höre ich nach wie vor ganz gerne gitarrenmusik und bis heute ist die platte „is this real“ von the wipers eine meiner all time favorites!
das hab ich übrigens mit mr. boyse noize gemein, wie ich der letzten intro entnehmen konnte.

inspiriert davon ergab es sich im april 2004, dass mein damaliger bandkollege hörm und ich die idee hatten, einige egotronic-songs als rock´n´roll nummern nur mit gitarre, bass und drums aufzunehmen.
das ganze sollte im verlauf nur eines tages(!) passieren und unter dem namen „the egotronic“ online veröffentlicht werden, denn ein „the“ gehört zum namen einer garagenrock-band fast untrennbar dazu.
am 09.04.05 war es soweit:

wir trafen uns in meinem damaligen zimmer in der voigtstrasse und starteten das projekt. hörm brachte seinen bass mit und ich hatte mir extra eine gitarre geliehen, weshalb wir lediglich das schlagzeug am computer programmieren mussten.
wir kamen sehr gut voran und am 11.04.05 konnten wir die erste und einzige ep von „the egotronic“ mit namen „is this filthy?“ samt zugehöriger website präsentieren:

ursprünglich war geplant auch noch „möllewahn“ zu recorden, wofür ich allerdings zu schlecht gitarre spielte, weshalb ich den lead-part nicht zustande brachte. diesen sollte dann MTDF von SAALSCHUTZ übernehmen, mit dem wir eigentlich auch vorhatten das ganze mal live auf eine bühne zu bringen und eine einzige tour zu spielen. dieser teil des projekts scheiterte allerdings an allgemeinem zeitmangel aller akteure.

aber seis drum!
4 1/2 jahre später präsentiere ich euch erneut die songs, die hörm und ich damlas aufnahmen:
THE EGOTRONIC – NEIN NEIN:

THE EGOTRONIC – MAYBE SOMEDAY:

THE EGOTRONIC – PILZE:

THE EGOTRONIC – FAHRRAD ROCK (das einzige stück übrigens, welches nie für egotronic verwendet wurde):

YEAH BABY IT´S ROCK´N´ROLL!

p.s.:
heute fand ich durch zufall, dass jemand nein nein nur mit akustischer gitarre aufgenommen hat, was mich doch sehr freut:

über 5 jahre torsuns blog…

…ist grund genug eine neue rubrik mit abstechern in die vergangenheit einzuführen:
am 08.10.04 schrieb ich meinen allerersten blogeintrag, damals noch auf myblog.de.
viel ist passiert seit dieser zeit und regelmässige leserinnen und leser haben so einige wichtige etappen mitbekommen.
das einschneidenste erlebnis meinerseits dürfte der einstieg bei dem label meines vertrauens AUDIOLITH gewesen sein, weshalb ich gestern abend beim durchstöbern alter einträge doch sehr schmunzeln musste, als ich den kommentar von audiolith-cheff lars fand, der unsere zusammenarbeit in gang setzen sollte.

meld dich mal t. hab ne saugute idee!!!

(dazugehöriger eintrag)

am 07.01.05 gab ich dann bekannt, dass die erste egotronic-single bei diesem damals noch „kleinen aber sehr feinen hamburger label“ erscheinen würde.
die a-seite der scheibe stand damals schon fest. der song „luxus“ sollte es sein.

am 24.03.05 gings dann los mit der b-seite, die eine zusammenarbeit mit saalschutz wurde.

lustigerweise begleitete mich mittlerweile-egotronic-mitglied endi bei meinem schaffen, wie man aus den kommentar-spalten dieser zeit sehen kann.
wie heute auch, machte ich damals alles auf den letzten drücker (termindruck!) und manchmal lief es dann schon darauf hinaus, dass ich nichts sinnvolles zustande brachte und stattdessen meine zeit mit anderem kram vergeudete (damals war es ein trashiges liedchen über die situation im studio):

am 27.03.05 war das stück dann endlich so gut wie fertig, weshalb ich abends gleich noch eine kleine werbung produzierte:

der offizielle release-date verzögerte sich etwas, aber ich war stolz wie oskar, als ich dann die erste besprechung der single bei titus.de las:
hier der blogeintrag dazu!

im rückblick kann man sagen, dass diese veröffentlichung von allen folgenden die besten besprechungen aber mit abstand schlechtesten verkaufszahlen vorzuweisen hat. :D
so ist es heute noch möglich, ein exemplar dieser ersten auflage von 500 stück im audiolith-shop zu bestellen.
umso dankbarer bin ich für das vertrauen von lars in mein schaffen (wollte er doch trotzdem bald darauf einen longplayer von egotronic veröffentlichen), denn ohne ihn wäre egotronic garantiert nicht da wo es ist.

soweit fürs erste mit dem rückblick… weitere werden bei gelegenheit folgen.