Archiv der Kategorie 'egotronic-cd die sechste'

Nerd-Infos zu „Die Natur ist dein Feind“ (1)

Neulich postete ich schon dieses Pic mit der Tracklist von „Die Natur ist dein Feind“.

Jetzt ist es an der Zeit, etwas mehr zu den einzelnen Songs zu schreiben.
Ich schicke aber vorweg:
Es handelt sich um Hintergrund-Infos, die vermutlich in erster Linie für Musik-Nerds interessant sein dürften.

1. Die Natur ist dein Feind
Die Natur ist dein Feind war der erste Song des gleichnamigen Albums, der fertig wurde. Während seiner Entstehung formte sich die Idee, wie das nächste Album würde klingen müssen. Dieser Song ist also nicht nur Namensgeber der Platte, sondern war auch prägend für den aktuellen Stil von Egotronic. Er entstand in der Zeit des großen Umbruchs, als Endi die Band verließ, aber Kilian noch nicht eingestiegen war, weshalb ich ihn größtenteils komplett alleine aufnahm und ausproduzierte. Lediglich eine Synth-Line wurde von Endi eingespielt, die Lead-Gitarre am Ende steuerte Timo Katze von Supershirt bei und die Drums übernahm Phil de Gap, der -wie bei den letzten Alben auch- zudem noch das Mischen und Mastern übernahm. Das lange Intro ließ uns später keine andere Wahl, als ihn als Opener zu nehmen.
Als der Song endlich fertig war, spielte ich ihn vielen Freunden und bekannten vor und das Feedback hätte unterschiedlicher nicht sein können. Während z.B. die Chef-Etage bei Audiolith zuerst eher sehr skeptisch auf den neuen Sound reagierte (das sollte sich allerdings direkt nach Abgabe des kompletten Longplayers ändern.), fuhren Musiker-Kollegen und Musikjournalist Linus Volkmann voll darauf ab.
Ich für meinen Teil war jedenfalls absolut sicher: So sollte das zukünftige Album klingen und heißen.

2. Glücksversprechen
Dieser Song war einer der ersten, die Kilian und ich zusammen produzierten. Krachige Gitarre wie bei „Die Natur…“, echter Bass und verspielte Synth-Linien. Zu diesem Zeitpunkt stand fest, das wir diesmal nicht zuhause, sondern im Proberaum recorden und produzieren und wenn möglich, nur Hardware-Instrumente verwenden würden. Lediglich für die Vocals müsste ich mich zuhause einschließen, was ich dann auch tat. Der Text zum Song entstand innerhalb einer halben Stunde. Er sprudelte förmlich aus mir heraus und ich finde, dass es einer der Besten, wenn nicht sogar Beste ist, den ich je zu Papier brachte. Thema ist das bürgerlich kapitalistische Glücksversprechen, das niemals eingelöst werden kann (siehe auch diesen Blogeintrag!).
Glücksversprechen erschien vorab auf der 10 Years from Now Compilation auf Audiolith, weshalb dazu auch ein Video gedreht wurde:

3. Ich will nicht rein
Der vorletzte für’s Album geschriebene Song. Mittlerweile war klar, das Chrü fest als Gitarrist bei Egotronic einsteigen wird, weshalb die Gitarren-Riffs die ersten von „Die Natur ist dein Feind“ sind, die nicht aus meiner, sondern aus seiner Feder stammen. Außerdem hatten wir unser Studio um einige Analoge Kisten aus Kilians Synth-Fuhrpark erweitert. Thematisch war ich immer noch mit den Eindrücken von Berlin Hellersdorf beschäftigt (siehe „Wie lange?“).

4. Nicht dazu gehör‘n
Als der Plan konkret wurde, dass ein neues Egotronic-Album aufgenommen werden sollte, ich aber keine Lust mehr hatte, die meiste Zeit alleine am Rechner zu verbringen, überlegte ich, wie man die Sache anders angehen und wer neben Endi dafür mit ins Boot geholt werden könnte. Da ich schon wusste, dass Gitarre, Bass und echte Drums bei den zu schreibenden Songs tragende Rollen spielen sollten, holte ich Rasmus Engler von Herrenmagazin/Das Bierbeben an Board, da er 1. einfach ein geiler Typ ist und 2. jedes dieser Instrumente spielen kann. „Nicht dazu gehör‘n“ war die erste Songbaustelle, die in dieser Konstelation bearbeitet wurde. Es sollte die einzige bleiben, da Rasmus mit seiner anderen Band mehr als genug zu tun bekam. Lustig, dass der Songtitel für Rasmus, Endi und mich zutreffend ist, da sich noch vor Beendigung des Stücks unsere musikalischen Wege trennten. Rasmus spielt nach wie vor bei Herrenmagazin, Endi mittlerweile bei Das Flug und ich warte gespannt auf den Release-Date von „Die Natur ist dein Feind“.

5. Krümel (feat. Kulla)
Viele dürften wissen, dass Kulla beim ersten Egotronic-Album ein Feature einsang und wir zusammen ein Buch mit dem Titel „Raven wegen Deutschland“ herausbrachten. Nach unserer gemeinsamen Lesereise verloren wir uns erstmal für eine ganze Weile aus den Augen. Als ich dann erfuhr, dass es ihm seit einiger Zeit nicht besonders gut -um nicht zu sagen ziemlich beschissen- ging, bot ich ihm an, zusammen einen Song aufzunehmen. Für mich hat sowas immer auch einen therapeutischen Wert. Deshalb dachte ich, das könnte ihm gut tun. Kulla nahm dankend an, und so ergab es sich, dass er uns mit einem fertigen Text im Studio besuchte, wo Kilian und ich ein Instrumental drumrum produzierten. Heraus kam -wie nicht anders zu erwarten- eine ziemlich melancholische Nummer.

6. Noch nicht vorbei
Beim Jammen im Proberaum entwickelte Kilian die Idee für ein monotones aber extrem treibendes Orgel-Thema, welches die Basis unserer ersten Single-Auskopplung „Noch nicht vorbei“ bilden sollte. Im zusammenspiel mit dem Basslauf fanden wir es sofort so Stark, dass nur noch wenige Sounds mehr dazu mussten. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass zum fertigen Song das wohl teuerste Egotronic-Video aller Zeiten gedreht werden würde.
Lustige anekdote am Rande: Ich schrieb zwar das Gitarren-Riff, fand es aber selbst so schwer zu spielen, dass Nico von Fuck Art Let’s Dance aushelfen musste, weil ich es nicht fehlerfrei hinbekam.

Fortsetzung folgt

P.S.:

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Teil 4: Eine gute Trampstelle…

…oder: Wie das Cover-Foto für „Die Natur ist dein Feind“ entstand.

Fortsetzung von Teil 1, Teil 2 und Teil 3

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Was bisher geschah:
Torsun und Hörm, zwei junge Provinz-Punks aus Bensheim an der Bergstraße, welches im Vorhof der Hölle Südhessens -genannt Odenwald- liegt, beschließen eine Reise in die große Stadt (Berlin) zu unternehmen. Nachdem sich Torsun durch widerrechtliche Aneignung einer Krankschreibung Urlaub vom Arbeitsamt erschlichen hat, steht dem Vorhaben nichts mehr im Wege. Stark bekifft packen die Beiden ihre Sachen und machen sich auf den Weg zu ersten Trampstelle. Bals schon müssen sie feststellen, dass ihre Planung nur semi-gut gelaufen ist.
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Wir erwachten in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages. Gut gelaunt und optimistisch, die Strecke nach Berlin bald schon geschafft zu haben, tingelten wir zwecks notdürftiger weil notwendiger Körperpflege erstmal in die Raststädte. Nachdem das erledigt war, wurde es wirklich höchste Zeit, eine anständige Tüte zu bauen, weshalb wir uns erstmal wieder in die Büsche schlugen, denn mal im Ernst: wer hält es schon nüchtern als Tramper auf deutschen Autobahnen aus?
Kaum dass wir aufgeraucht hatten überkam uns höllischer Durst, der unbedingt gestillt werden wollte. Leider hatten unsere Wasservorräte die letzte Nacht nicht überstanden, weshalb wir beschlossen, etwas von unserem mitgenommenen Zitronentee-Granulat in die leeren Flaschen zu schütten und diese dann an den Waschbecken der Raststädte nachzufüllen. Dies gestaltete sich weit schwieriger als vermutet, denn kaum dass wir mittels eines zu einem Trichter gerollten Flyers erfolgreich das Granulat in unseren Flaschen versenkt hatten und an den Waschbecken ankamen, musste wir feststellen, dass der Abstand von Hahn zu Becken so gering war, dass die Flaschen nicht dazwischen passten. Na gut, sie passten nicht nicht dazwischen, aber leider Gottes nur so schräg, das die so aufgenommene Flüssigkeit gerade so dazu ausreichte, um den eingestreuten Zitronentee in einen süß schmeckenden Schlamm zu verwandeln, der zu allem, inklussive Spachtelmassen-Ersatz im Baugewerbe geeignet war, nur eben nicht zum Durst löschen, den wir aber -warum auch immer- sicherheitshalber trotzdem in unseren Rucksäcken verstauten. Zur Flüssigkeitsaufnahme nahmen wir einfach ein paar Schluck direkt aus dem Hahn, bevor wir uns endlich anschickten, loszutrampen.
Es dauerte nicht lange, bis ein Herr mittleren Alters anhielt und versprach, uns ein großes Stück Richtung Berlin mitzunehmen. Wir stiegen ein. Unsere Frage, ob es dort, wo er unsere Route verlassen musste eine Raststädte gäbe, verneite er mit dem Hinweis, dass er eine äußerst gute Trampstelle kennen würde, an der er früher selbst desöfteren gestanden hätte und die in Punkto Tramptauglichkeit einer Raste mindestens ebenbürtig sei. Das hätte uns eigentlich stutzig machen sollen, ja sogar müssen, aber für Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Ausführungen waren wir schlicht zu breit. Wir wollten vertrauen. Dieses Vertrauen wurde jedoch in seinen Grundfesten erschüttert, als er mit der Aussage „Hier ist die Trampstelle. Sie mag zwar nicht so aussehen, ist aber dennoch gut geeignet.“ völlig unerwartet auf dem Standstreifen eines Autobahnkreuzes anhielt und uns die Tür wies. Viel zu perplex für Widerworte fanden wir uns plötzlich allein zu zweit mitten auf einer Autobahn wieder. Und eins war uns umgehend klar: Hier hatte vor uns garantiert noch niemand sein Glück als Tramper versucht!


(Der Autor stellt fest, dass die gepriesene Trampstelle doch nicht so gut geeignet ist, wie behauptet.)

Hier standen wir also. In der prallen Sonne ohne Chance auf Schatten und -was noch viel schlimmer war- Flüssigkeit, außer dem Zitronentee-Matsch am Grund unserer Flaschen. Wir wollten uns schon zum Sterben an den Straßenrand legen, als uns plötzlich ein Mann mit Benzinkanister auffiehl, der mit rausgestrecktem Daumen, den für einen Autobahnwechsel gedachten Zubringer entlang in unsere Richtung lief. Kaum dass er uns erreicht hatte, hielt tatsächlich ein Wagen, um ihn einsteigen zu lassen. Wir konnten unser Glück kaum fassen, sprangen auf und fragten den Fahrer, ob er uns ebenfalls bis zur nächsten Tankstelle mitnehmen könnte. Er verneinte und beeilte sich loszufahren, um -so vermuteten wir- unsere enttäuscht dreinschauenden Fressen nicht länger ertragen zu müssen. Was sollten wir nur tun?

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Wir überlegen in der Zwischenzeit, ob wir wegen ihrer Bestellung diesen Hunde-Welpen verschonen, oder ihn genau deshalb abknallen sollen:

Werbeunterbrechung Ende

Hörm hatte die passende Lösung parrat: Erstmal einen bauen. Dies gestaltete sich jedoch wieder einmal bedeutend schwieriger als gedacht, denn zu allem überfluss mussten wir feststellen, dass wir irgendwo unterwegs unser Feuerzeug eingebüßt hatten. Fickende Hölle! Wir überlegten hin und her, wie denn nun weiter zu verfahren sei, fanden aber keine andere Lösung, als die, den letzten Klumpen Hasch, den wir besaßen, in zwei gleich große Teile zu teilen und ohne die Hilfe von Wasser oder sonstiger Flüssigkeit zu kauen und zu schlucken. Gesagt, getan! Mit Zitronentee-Granulat pur bekämften wir den üblen Geschmack im Mund und hofften, dass die bald einsetzende Breitheit unsere Situation wenigstens etwas weniger aussichtslos würde erscheinen lassen.

Fortsetzung folg

Welch ein Tour-Auftakt!


Auch wenn es sich bei den letzten Egotronic-Shows in 2013 schon abzeichnete, war ich dennoch aufgeregt, wie das neue Konzept mit Gitarre, Drums und Synth und die so produzierten neuen Songs beim Publikum ankommen würden. Was soll ich sagen? Bisher spielten wir insgesamt 4 Shows -nämlich in Dresden, Berlin, Hamburg und Hannover- die alle ausverkauft waren und die Stimmung im Publikum war exzessiver als jemals zuvor. Ich bin von all den Eindrücken noch extrem geflasht und möchte allen, die daran beteiligt, das möglich gemacht und mitgefeiert haben, sagen:
DANKE! DANKE! DANKE!

Am kommenden Wochenende geht der Spaß in die nächste Runde:
07.03. Lübeck – Treibsand (nur Abendkasse)
08.03. Flensburg – Volksbad (Tickets)

Nachdem uns bisher Das Flug und Love A supportet haben, sind in diesen beiden Städten Die Bullen mit von der Partie.
Wir können es kaum abwarten und hoffen auf ähnliche Feiereien wie bei den vergangenen Terminen.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass es ein neues Egotronic-Shirt zu kaufen gibt.
Leo hat schon eins:

Kaufbar im Shop oder auf den Konzerten.

Dazu kann man gerne auch das kommende Album vorbestellen:

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Tour, Tour, Tour!

Nachdem der Einstieg zur „Die Natur ist dein Feind“-Tour in der ausverkauften Chemiefabrik in Dresden fulminant gewesen ist, geht es heute endlich weiter.

Es sieht ganz danach aus, als würde es so grandios weitergehen, denn sowohl die heutige Lido-Show in Berlin, als auch die Morgige im Hafenklang sind ausverkauft.
Für die Show am Samstag in Hannover gibt es noch ein paar Karten. Wer mitfeiern will, sollte schnell HIER zugreifen.
Wir haben jedenfalls richtig Bock!

Ansonsten besteht natürlich weiterhin die Möglichkeit, das Album vorzubestellen, um es gleich am Release-Date im Briefkasten zu haben:

Komplettparket bei Audiolith: HIER KLICKEN!

Nur CD oder LP bei Audiolith: HIER KLICKEN!

Bei iTunes gibt es den Titel-Song des Albums schon vorab: HIER KLICKEN!

Und bei Amazon kann man natürlich auch vorbestellen: KLICK FÜR CD oder KLICK FÜR LP

Neues Egotronic-Video

Am Donnerstag feierten wir bei Tape TV Premiere unseres neuen Videos. Jetzt kann man es auch auf Youtube gucken:

Die dazugehörige Single gibt es seit Freitag für euch mit einer exklusiven B-Seite feat. Koljah Außerdem gibt es den Song in unserer Splitsingle-Reihe zusammen mit grim104 auf Vinyl. Noch Fragen?

Egotronic – Noch nicht vorbei / Kriegserklärung (feat. Koljah)
iTunes: http://snip.ftpromo.net/nochnichtvorbei
Spotify: http://spoti.fi/Mg9KTI
Egotronic / grim104 – Splitsingle 7“
Audiolith Webshop: http://www.audiolith.net/shop/egotronic

Am kommenden Wochenende kann man uns und viele neue Songs live erleben:
27.02. Berlin – Tickets
28.02. Hamburg – Ausverkauft
01.03. Hannover – Tickets

Viel Egotronic in der neuen Intro

Die Intro meint es diesmal gut mit uns. Neben einer guten Besprechung…

…saßen Kilian und ich über aktuelle Platten zu Gericht und auch für die Rubrik „Bitte bleiben sie gesund“ wurde ich befragt.
Aber lest selbst:
Klicken und Intro online lesen.

Egotronic 2014 – Ein Portrait

Karten bestellen

Liebe Leute,

die Karten für die Show im Berliner Lido werden langsam knapp.

Wer mitfeiern will, sollte sich jetzt schnell noch ein Ticket sichern:
Hier gibt es Karten

Ökotronic

Frechheit! Die Genossen von der Frittenbude haben verraten, dass eine Umbenennung geplant ist und sowohl das Cover des kommenden Albums, sowie das der ersten Single-Auskopplung gepostet. Wir sind entrüstet und kündigen schonmal an, uns beizeiten zu rächen!

Nachtrag:
Es gibt auch ein erstes Musik-Video!

Die ersten Kritiken…

…von „Die Natur ist dein Feind“ sind da:

1. Das Underdog Fanzine berichtet:
Veränderungen wagen und dadurch gewinnen.

2. Der Revolver Club schreibt:
so reiht sich auf diesem album ein hit an den nächsten,…

So darf es weitergehen.