Archiv der Kategorie 'egotronic-cd die fünfte'
…zum neuen Egotronic-Album:
Lesen.

Tolerante Nazis:
Als sich die Produktion von „Macht keinen Lärm“ gen Ende neigte, bekam ich den unbändigen drang mal wieder richtig auszugehen, zumal ich unter der Woche täglich im Studio saß und so gut wie jedes Wochenende Shows gespielt wurden. Am letzten Wochenende vor Abgabe hielt ich es nicht mehr aus und beschloss deshalb, wenigstens für ein paar Stunden in einen Club zu gehen. Allerdings bat ich meine Freunde, mich -egal wie sehr ich mich auch dagegen wehren würde- spätestens um 4 Uhr früh nachhause zu schicken. Sie versprachen es und wir trafen uns zum Warm Up. Um keine Zeit zu verlieren, legte ich umgehend los und schaffte es somit, so gut wie alles, was man sonst in ein bis zwei Nächten erlebt auf wenige Stunden zu komprimieren. Um 4 Uhr saß ich im Taxi, fuhr dierekt vom Warm Up, dass sich an diesem Abend etwas in die Länge zog, zurück, schlief 4 Stunden und machte mich dann frisch ans Werk.
Ich merkte schnell, dass mir die Feierei extrem gut getan hatte, denn trotz so wenig Schlaf sprudelten die Ideen nur so heraus. Ich kam sogar so schnell voran, dass ich am Mittag beschoss den Rechner runter zu fahren und einen schönen Nachmittag mit meinem Mitbewohner zu verbringen. Am nächsten Tag sollte der Song fertig werden.
Hilfe via Facebook:
Da ich unbedingt ein paar Sprach-Samples einbauen wollte, fragte ich über meinen Facebook-Account, ob irgendjemand ein gutes Video zum Thema „der neue entspannte Patriotismus“ wüsste und bekam eine ganze Menge Links zu Videos geschickt. Unter anderem auch einen zu diesem Video:
Sie passten perfekt in den Song und es fiel mir leicht einen passenden Text dazu zu schreiben.
Und:
Ich freute mich ausserdem, dass ich mal wieder einen Schellenkranz einsetzen konnte, denn schon 2005 schrieb ich über dieses ganz hervorragende Instrument folgendes:
Anklicken und Lesen.

Dich glücklich seh´n:
Dieser Song war der Letzte, den ich für „Macht keinen Lärm“ schrieb. Endi und ich saßen den ganzen Tag im Studio, brachten aber nichts Sinnvolles zustande. Als Endi gegangen war, experimentierte ich noch ein wenig herum und wollte gerade den Rechner ausschalten, als mir plötzlich doch noch die zündende Idee kam. Da meine eigene Gitarre kaputt war, produzierte ich ihn bis auf diese komplett fertig und fragte dann Mirco, der bei „Rannte der Sonne hinterher“ die Gitarre beigesteuert hatte, ob er mir schnell eine einspielen könne. Er konnte und somit war der Song innerhalb weniger Stunden im Kasten.
Ich widmete ihn einem Freund, der für einen Teil dieses Sommers zu meiner Feierschwester wurde und der sich dann Hals über Kopf verliebte (Wie man dem Text entnehmen kann, erwiderte seine Auserwählte diese Gefühle):
11. Dich Gluecklich Seh‘n by egotronic
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Nach 1 1/2 Wochen Pause geht die Egotronic-Reise ab Donnerstag weiter:
Do 24.11.11 Leipzig, (Moritzbastei)
Fr 25.11.11 A-Wels, (Alter Schlachthof)
Sa 26.11.11 Amberg, (Casinosaal)
Fr 02.12.11 Erfurt, (Unikum)
Sa 03.12.11 Würzburg, (Cairo)
Do 08.12.11 Lüneburg, (Salon Hansen)
Fr 09.12.11 Köln, (Gebäude 9)
Sa 10.12.11 Lingen, (Alter Schlachthof)
Fr. 16.12.11 Hamburg (Hafenklang)
Sa. 17.12.11 Berlin (Magnet)
Di. 20.12.11 Braunschweig (Nexus)
Mi. 21.12.11 Münster (Amp)
Do. 22.12.11 Marburg (Trauma)
Fr. 23.12.11 Karlsruhe (Walhala)
Mo. 26.12.11 Reutlingen (Franz K)
Di. 27.12.11 Konstanz (Kulturladen)
Mi. 28.12.11 Dornbirn (Schlachthaus)
Do. 29.12.11 München (Feierwerk)
Fr. 30.12.11 Zürich (Stall 6)
Mo. 02.01.12 Freiburg (KTS)
Di. 03.01.12 Adelsheim (Lucky Rave)
Mi. 04.01.12 Saarbrücken (Garage)
Do. 05.01.12 Wiesbaden (Schlachthof)
Fr. 06.01.12 Kassel (Karoshi)
Sa. 07.01.12 Limbach-Oberforna (tba)
Nach einer kurzen Ruhephase startet dann die Lesereise mit Kulla:
Di. 24.01 Leipzig, Neues Schauspiel
Mi. 25.01 Magdeburg, Cafe Central
Do. 26.01 Hannover, Cafe Glocksee
Fr. 27.01 Essen, Hotel Shanghai
Sa. 28.01 Münster, Club Nova
Di. 31.01 Jena, JG Stadtmitte
Mi. 01.02 Wiesbaden, Schlachthof
Do. 02.02 Nürnberg, Club Stereo
Fr. 03.02 München, Feierwerk
Sa. 04.02 Stuttgart, 1210
geht weiter bis 01.03.2012

Den Kampf verlor´n:
Dieser Song ist einem sehr guten Freund gewidmet, der sich das Leben nahm.
10. Den Kampf Verlor‘n by egotronic
Ein Bericht über mein Tun in diesem Jahr:

(Vollbild-Klick)
Und vorab zum neuen Album:

Planet Disco (feat. Sebastian Madsen):
Wie ich bei „Die Bismarck“ schon schrieb, steuerte Egotronic eine Cover-Version fürs aktuelle Superpunk-Release bei. Als Superpunk ihres Albums wegen in Berlin spielten, hatten sie auch andere Berliner Artists, die beteiligt waren, eingeladen. Im Backstag-Bereich war das Bier Mangelware, weshalb ich mich an Weisswein hielt, was wiederum zur Folge hatte, dass ich extrem schnell extrem stark betrunken war und mich -soweit ich mich erinnern kann- ziemlich daneben benahm.
Nichts desto trotz sprach mich irgendwann Sebastian an und wir kamen ins Gespräch. Gegen Ende meinte er, dass wir doch mal Telefonnummern tauschen und evt irgendwann etwas gemeinsames musikalisches auf die Beine stellen könnten.
Einige Zeit später nahm ich im Studio ein Gitarren-Riff auf, aus dem ich längst schon einen Song hatte bauen wollen. Ursprünglich sollte dieses Riff beim letzten Album „Ausflug mit Freunden“ Verwendung finden, was aber -wie sollte es anders sein- an akutem Zeitmangel scheiterte. Diesmal klappte es und schnell stand ein grobes Arrangement.
Ich überlegte mir, dass zu diesem Song die Stimme von Sebastian passen könnte und rief ihn an. Er war sofort begeistert, wollte das Stück hören und versprach mitzumachen, falls ihm der Sound zusagen würde, was er glücklicherweise tat.
Ein paar Wochen später stand Sebastian dann im Studio neben mir und Sang den Text ein, den er zum großen Teil selbst geschrieben hatte und wenige Tage später war das erste richtige Indie-Stück von Egotronic fertig.
Einziger Wehrmutstropfen: Sebastian und ich haben es bis heute nicht geschafft, wie geplant entspannt ein Bier trinken zu gehen.
09. Planet Disco (feat. Sebastian Madsen) by egotronic

Weiter geht´s mit den einzelnen Songs des neuen Albums und einigen Worten dazu.
Heute „Die Bismarck“:
Einige werden wissen, dass dieser Song im Original von der ganz hervorragenden Band „Superpunk“ geschrieben wurde. Irgendwann schrieb uns ein freundlicher Herr von Tapete-Records an und fragte, ob wir uns vorstellen könnten, zum geplanten Album „Stars spielen Superpunk“ eine Cover-Version beizusteuern. „Aber selbstverständlich“ dachten Endi und ich und wagten uns an „Die Bismarck“. Das Ergebnis erschien sowohl auf oben genannter Compilation,

als auch auf „Macht keinen Lärm“ und war durch die verwendung von gitarren schon vorschau auf das, was kommen sollte:
07. Die Bismarck (Superpunk) by egotronic

