Archiv der Kategorie 'denkerlyrik'

So wahr:

Wien, wir ziehen es vor, abzuhängen. Das bedeutet inzwischen: das Internet anzustarren und zu gucken, wie es zurückstarrt… Was haben wir eigentlich früher auf Tour gemacht, als es noch keine Handys und Internet gab?

(Thees Uhlmann)

Gedicht für Günter Waffen-SS Grass

Sag was machen denn nur diese Leute
aus der Waffen-SS eigentlich heute
Sie gehn per Gedicht
mit Israel ins Gericht
Allen Deutschen ja stehts eine Freude

Früher hieß der Befehl Juden Vernichten
Heut versucht es der Grass mit Gedichten
Produziert er Content
nach dem Trend in Moment
Leider hatte Grass nie einen Lichten

doch ist er nur verwirrt? what a mess
Nein es ist nicht Demenz oder Stress
Er schreibt diesen Stuss
durchaus bewusst
Nicht Grundlos war er bei der SS

Eine Frage stellt sich irgendwann
Was tun mit dem dummen alten Mann?
Ich stell sie mir voll Hass
auf den Alt-Nazi Grass
Mit nem Knieschuss ists hier nicht getan

Einen Schuss forderte alter Tor ich?
Eine Kugel ins Hirn? metaphorisch?
Hör den Aufschrei “ STOP HALT!“
Du rufst auf zur Gewalt
Doch ich schoss auf ihn hier nur rhetorisch

BÄM! Grass halt´s Maul!


(Grass mit ein paar Kollegen auf dem Weg Richtung Israel)

„Zum Musikmachen gehören immer Scheitern und schlechte Erfahrungen.“

ANDREAS DORAU INTERVIEW!

Ich zitiere mal die Hate:
„Die alte Popkulturfaustregel besagt: 1 von 1000 Künstlerinterviews ist spannend, kurzweilig und erkenntnisbringend. Jetzt müssen wir wieder 999 öde ertragen.. “

So sieht´s aus:

Chemie und Wahnsinn liegen oft dicht beieinander.

wenn fans videos drehen

freut mich das sehr
und wenn ich sie finde
dann post ich sie hier:

„eine kleine liebesgeschichte…

…ohne happy end hiess ein song, den ich irgendwann ende der 90er jahre schrieb. für die aktuelle egotronic-scheibe „lustprinzip“ wollte ich den dazugehörigen text eigentlich neu verwursten und erstellte ein neues instrumental, zu dem click click decker einen kurzen gitarrenpart beisteuerte. irgendwann im laufe der produktion gefielen mir einige songs nicht mehr, weshalb ich sie aus der auswahl für „lustprizip“ kickte. darunter war auch die neue version von „eine kleine liebesgeschichte…“.

den text des liedes mag ich allerdings nach wie vor, weshalb ich ihn hier nochmal veröffentliche und eventuell mach ich ja irgendwann wirklich noch eine neue version:

ich schlag die augen auf und du liegst neben mir
du fragst wer bist du und wo sind wir hier?
ich erwidere nur kurz das hät ich selber gern gewusst
da ist ne haltestelle komm wir nehm´ den buss

der fahrer hat ein leuchtend gelbes spitzes hütchen auf
und irgendwie ist er auch so ganz komisch drauf
er sagt er will 2 bonbons aber bitte rot und schön
die tür geht zu und los kann unsre reise gehn

mit 190 sachen geht es eine strasse lang
ich sag das ist nicht unsre richtung bitte halten sie kurz an
der fahrer dreht sich um und sagt das ist das ist doch echt haarspalterei
denn in der richtung die ich fahre ist für jeden was dabei
das ganze sagt er auf französisch weshalb ich auch nichts versteh
und deshalb nutze ich die zeit und kann in deine augen sehn
du sagst schau lieber aus dem fenster, denn da ist die hölle los
und weils mich bei der aussicht fröstelt setzt du dich auf meinen schoss

ich wühle stumpf in meiner tasche und ein blumenstrauss ist drin
und weil du so freundlichst lächelst, halte ich ihn vor dich hin
du sagst danke für die blumen, wirfst sie ohne zögern weg
ich sag die waren eh potthässlich und jetzt liegen sie im dreck
der fahrer tritt kurz auf die bremse, lacht laut auf und weiter gehts
er sagt er müsse das so machen weil es in der vorschrift steht
an der nächsten grosse kreuzung biegt er ohne blinken ab
ich flüster leise in dein ohr wie lieb ich dich hab

an der 3. roten ampel kriegen wir dann einen streit
der fahrer dreht sich zu uns um und sagt es ist jetzt nicht mehr weit
doch du schaust mich nur böse an und rutschst dann immer weiter weg
ich merk dir jetzt nach zu rutschen hat wohl leider keinen zweck
der fahrer fährt ne schnelle kurve, ich sitz wieder nah bei dir
wir küssen uns zum letzten mal, dann stehst du auf und sagst zu mir
wir sollten uns nie wieder sehn und es war eine schöne zeit
immer das selbe auf der strecke sagt der fahrer, tut mir leid.

gerade aufgeschnappt:

man der sinne sinn entbehrt
lebts sich gänzlich sinnentleert

(auf ner feierseite gefunden)

zur dopingaffäre:

medikation, tanzen in trance
kaum einer wahrt noch contenance
viel tun se rin
nachts in berlin
wie bei der tour de france

sonntags:

sonntags spät in der bar 25
konnt nicht sitzen, nicht stehen drum tanzt ich
bis spät in die nacht
haben wir viel gelacht
doch am montag warn wir nicht so ganz frisch

(abbildung ähnlich)

am tag:

beim rave am tag ists stehts mein wille
das tragen einer sonnenbrille

sonst sieht man unglaubliche dinge
zum beispiel fette augenringe

(pix geschossen in der bar25)

wir sehn uns heute abend in leipzig im zoro und morgen arg im park!