Archiv der Kategorie 'bücher lesen'

Neues Buch jetzt erhältlich

Neu im Ventil Verlag:

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Lesereise zum Buch:
13.12.2016 Berlin – Monarch
01.02.2017 Flensburg – Volksbad
02.02.2017 Hamburg – Hanseplatte
03.02.2017 Rostock – Peter-Weiss-Haus
04.02.2017 Leipzig – Institut für Zukunft
06.02.2017 Dresden – Altes Wettbüro
07.02.2017 Mainz – Hafeneck
08.02.2017 Köln – Wohngemeinschaft
09.02.2017 Oberhausen – Druckluft
10.02.2017 Nürnberg – Club Stereo

Infos zur Lesung in Berlin

Rehab on Tour

„…dein Aussehen gleicht ohne Zweifel dem eines 43, wenn nicht gar 44 Jahre alten Kommunisten mit Drogenproblem.“ Das sind die Worte, die Torsun (42) in seinem neuen Buch „Aus dem Tagebuch eines Fastenden“ von einem gewissen „sad Guru“ (trauriger Guru) im Traum an den Kopf geworfen bekommt, und richtig: Sollte man das Leben des Egotronic-Frontmanns mit zwei Schlagworten beschreiben, kämen „exzessiver Drogenkonsum“ und „politischer Extremismus“ gewiss in die engere Auswahl.

Logisch also, dass die Erscheinung, keinerlei Widerstand duldend, Torsun zumindest eine begrenzte Zeit der Mäßigung und Entsagung aufoktroyiert, um seinem vom jahrelangen Raubbau gezeichneten Körper etwas Linderung zu verschaffen. Ein 2-wöchiger Aufenthalt in einer Fasten- Klinik in Berlin Wannsee soll es richten. Und da sich laut Forschung mit Fastenkuren auch bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, welches bei Torsun vor etwa drei Jahren diagnostiziert wurde, positive Ergebnisse erzielen lassen, nimmt er diese Herausforderung an. Allerdings nicht ohne den Vorsatz, all die Absurditäten, die ihm in der Klinik widerfahren, und derer gibt es mehr als ausreichend, minutiös genau zu Papier zu bringen. Diese im ehrenwerten Ventilverlag erschienen Aufzeichnungen werden nun auf die Bühnen des Landes gebracht, und ging es bei der ausschweifend langen Lesereise zum in Kooperation mit Daniel Kulla verfassten Erstlingswerk „Raven wegen Deutschland“ noch ausschließlich um Exzess, Völlerei und öffentlich zelebrierten Verfall, heißt es bei der „Rehab on Tour“-Reise: So irrsinnig kann Gesundheit sein. Lass dich von Torsun überzeugen, dass der Wahnsinn einer 14-tägigen Fastenkur dem eines 3- Tages-Rave in nicht nachsteht.


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Neues Buch, neue Lesung!

Mehr Infos demnächst!

Lesereise und erste Festivalbestätigungen

Jetzt, wo das Jahr 2016 schon ein Weilchen läuft, wird es Zeit, mal wieder etwas zu tun. Da ich ja kurz vor Weihnachten Raven wegen Deutschland zusammen mit Audiolith und dem Ventil Verlag als Hörbuch veröffentlicht habe, geh ich noch einmal eine kleine Runde lesen. Folgende Städte stehen auf dem Plan:

Egotronic macht ja 2016 eine wohlverdiente Tourpause. Ein wenig Festivalsommer muss dennoch sein. Die ersten feststehenden Termine sind:

16.04. 25 Jahre Kulturzentrum Faust Hannover
16.06. U&D Würzburg
17.06. Rock am Berg
24.06. Hurricane
26.06. Southside

Endlich wieder ballern!

Lesungen im März

Im März ist in Leipzig Buchmesse. Ich bin dort gleich 2x am Start.

Und am Tag drauf les ich um 22Uhr bei Sputnik LitPop 2016.
Ein Prost auf die Hochkultur!

Review RwG Plastic Bomb


(Klicken für große Ansicht)

Egotronic in der Literatur

Viele dürften mitbekommen haben, dass ich zusammen mit Daniel Kulla ein Buch über Egotronic namens „Raven wegen Deutschland“ (bestellen?) geschrieben habe. Soweit, so gut.

Die wenigsten wissen allerdings, dass Egotronic (vermutlich) erstmals 2006 in einem Buch erwähnung fand. Nämlich in „Icool – Wir sind so jung, falsch, so umgetrieben“ von Ric Graf (bestellen?). Auch wenn ich das Buch damals nicht besonders spannend fand, fühlte ich mich dennoch geschmeichelt, weil -ja, so funktioniert der Narzissmus- irgendwie relevant oder so ähnlich, zumindest musikalisch.

Seit gestern weiß ich, dass mittlerweile ein drittes Buch erschienen ist, in dem Egotronic sogar ein ganzes Kapitel gewidmet ist. Verlags-Genosse Linus Volkmann veröffentlichte erst neulich „Die 13 schönsten Geschichten der Welt“ und nannte sein Werk „Lies die Biber!“ (bestellen?). Eine der darin enthaltenen Geschichten heißt „Egotronic haben mein leben zerstört“.

Meine kleine Band in drei Büchern? Find ich richtig geil!

Jonnie Schulz – Kein Zutritt für Hinterwäldler

Ich erinner mich noch genau daran, als zu beginn der Nuller-Jahre immer wieder diese Plakate auftauchten:

Sie wirkten unglaublich skurril und eigentlich hatte ich fest vor, mir einmal so eine Show anzugucken, zumal die Band erstaunlicher Weise nicht selten in linken Zentren zu Gast war. Aus unerfindlichen Gründen schaffte ich es aber nie. Umso geiler, dass jetzt eine Kooperation aus Audiolith Records und Ventil Verlag ein Buch über genau diese Band herausbringt. Und es ist wahrlich äußerst lesenswert.

Geschrieben hat es der Drummer Jonnie Schulz. Und der hat wirklich so manche Anekdote zu berichten, die zumindest mir Tränen des Amusements in die Augen trieb. Persönliches Highlight war für mich, als die Band ein Konzert in der Berliner Kaderschmiede spielen sollte, sich aber vor der Show noch vor einem Laden-Tribunal wiederfand, das von ihnen nochmal genau wissen wollte, ob sie das mit dem Country und den Schnauzbärten wirklich nur ironisch meinten. EPISCH!

Vergesst The Boss Hoss! Hier ist die Butch Meier Band!

Wer sich eine Lesung ansehen möchte, hat in folgenden Städten die Möglichkeit:
Do, 14.11. Hamburg – Hafenklang, Goldener Salon (Releaseparty)
Fr, 15.11. Flensburg – Volksbad
Sa, 16.11. Rostock – Warmbad
So, 17.11. Bremen – Friesenstrasse
Mo, 18.11. Gießen – AK 44
Di, 19.11. Mainz – Hafeneck
Mi, 20.11. Münster – Baracke
Do, 21.11. Berlin – Monarch
Fr, 22.11. Potsdam – Black Fleck
Sa, 23.11. Leipzig – UT Connewitz

CDU Wahlkampf in den 90ern


Im Buch „Raven wegen Deutschland“ von Kulla und mir, schrieb ich in einem Kapitel über den Wahlkampf der CDU ende der 90er in Hessen.
Das Ganze liest sich so:

Wer im Bereich Politik ein klein wenig bewandert ist, dürfte noch wissen, dass der CDU-Politiker Roland Koch eine Weile Ministerpräsident von Hessen gewesen ist. Als in den Neunzigern eine Debatte um die Einführung der »doppelten Staatsbürgerschaft« gestartet wurde, hatte dieser nichts Besseres zu tun, als den rassistischen Mob des Landes zu mobilisieren und eine Unterschriftenaktion gegen den »Doppelpass« zu starten. Er ließ in den Fußgängerzonen Stände aufbauen, wo der normale Wutbürger seinem Hass gegen alles vermeintlich Fremde durch Niederschrift seines Namens Ausdruck verleihen konnte. Ein guter Freund und ich beobachteten das Treiben an einem der Stände auf dem Luisenplatz in Darmstadt und wurden so Zeuge, wie sich Bänker und Obdachlose, vereint in ihrer rassistischen Gesinnung gegenseitig auf die Schulter klopften. Es gab kein arm und reich mehr, sondern nur noch deutsch und nicht-deutsch. Die Gewaltphantasien bei diesem Anblick reichten bei mir bis hin zu dem Plan, den dort kostenlos angebotenen Glühwein mit reinem LSD zu präparieren, auf dass alle, die davon trinken, das Gefühl bekommen sollten durchzudrehen. Wir wollten sie leiden sehen. Egal wie! Nur extrem, brutal und gemein musste es sein. Sogar einer Wiederholung der von Darmstädter Nazitätern im Opferwahn »Brandnacht« getauften Bombardierung von 1944 hätten wir ohne Wenn und Aber zugestimmt. Sie hatten es nicht anders verdient. Aber was will man auch von einer Stadt erwarten, die nach einem Organ benannt ist, das Verdautes und Unverdautes aus dem Körper transportieren soll.

Jetzt fand ich auf Youtube ein Video zu genau diesem Thema:

Damals wie heute: Dreckspack!

Lesung in Greifswald

Am Freitag las ich in Greifswald seit langem mal wieder aus „Raven wegen Deutschland“. Die Jungs von Feine Sahne Fischfilet hatten mich zu ihrer Veranstaltung „kentern & verstehen“ eingeladen.

Dort angekommen, musste ich mit schrecken feststellen, dass ich meinen Rechner mit den vorbereiteten Videos zur Lesung zuhause vergessen hatte, aber hey: manchmal kann Verpeilung auch gut sein, denn durch das vergessen, musste ich mich mehr aufs erzählen neben dem Lesen konzentrieren. Und das klappte überraschend gut. Der Saal war jedenfalls voll mit Leuten, und die schienen genauso viel Spaß zu haben wie ich. Ich denke, ich werde das in Zukunft öfter so machen.
1000 Dank geht auf jedenfall an das Ausgezeichnete Publikum und natürlich an die netten Menschen des Hausprojekts und von Feine Sahne!
Mir bleibt zu sagen, dass mich dieser Abend -nach längerer Abstinenz- wieder angefixt hat, Leseabende zu bestreiten.

P.S.:
Da ich derzeit gesundheitlich etwas angeschlagen bin, konnte ich beim Konzert am nächsten Abend leider nicht dabei sein. Schade, denn die Show scheint große Klasse gewesen zu sein:

Nachtrag:
Man kann das Buch auch immer noch käuflich erwerben. Z.B. hier: KLICK!