Archiv der Kategorie 'alltagsbanalitäten'

Produktivität und weniger Stress

Wer hier regelmäßig mitliest, weiss, dass das letzte Jahr für mich doch sehr stressig war, da ich folgenden entscheidenden Fehler in der Jahresplanung hatte:

Trotzdem gelang es irgendwie, sowohl Buch, als auch Album rechtzeitig einzureichen und so die Release-Dates einzuhalten. Allerdings nahm ich mir fest vor, mein Zeit-Management zukünftig besser in den Griff zu bekommen, um entspannter an Dingen, die ich tun will, arbeiten zu können.
Durch die Arbeit an „Raven wegen Deutschland“ habe ich auf jeden Fall Blut geleckt, weshalb ich derzeit an einem ersten Roman schreibe. Im Moment komme ich gut voran und bin guter Dinge, die Geschichte, die ich erzählen will, bis Ende des Sommers oder spätestens Mitte Herbst, aufgeschrieben zu haben. Nebenbei begann ich schon, Ideen für ein weiteres Egotronic-Album zu entwickeln und eins kristallisiert sich jetzt schon heraus:
Es wird komplett anders, als seine Vorgänger.
Das liegt schon alleine an dem Plan die neuen Songs mit Gitarre, Bass und Schlagzeug im Proberaum zu entwickeln (Rasmus Engler von Herrenmagazin und Das Bierbeben bot sich freundlicherweise an, die Sticks zu schwingen) und erst dann elektronisch Hand an zu legen. Man darf also gespannt sein, wie das Ergebnis klingen wird. Erscheinen soll das Teil dann irgendwann im Spätsommer 2013. Das Buch im Optimal-Fall im Frühjahr des selben Jahres.
Wir werden sehen.

Wie Anfang 2012 angekündigt, gibt es in diesem Jahr nur wenige Shows. Der Tourplan für diesen Sommer liest sich bisher wie folgt:
26.05.2012 Schloßgrabenfest Darmstadt
15.06.2012 Kreuz Fulda
16.06.2012 Ex-Haus / Summer of Riesenlöve Trier
21.06.2012 Umsonst & Draussen Würzburg
30.06.2012 Abi-Festival Aurich
05.07.2012 Campus Open Air Hamburg
06.07.2012 RockCamp Festival Saarwellingen
13.07.2012 Happiness Festival Karlsruhe
21.07.2012 Deichbrand Festival Cuxhaven
27.07.2012 Greenville Festival Schönwalde
28.07.2012 Juicy Beats Festival Dortmund
25.08.2012 Non Stock Festival Fischbachtal

Ein paar Termine werden noch kommen, aber im Groben war es das mit Konzerten für dieses Jahr.
Ansonsten werd ich im Herbst noch eine weitere kleine Lesereise mit „Raven wegen Deutschland“ absolvieren. Die Dates werden beizeiten hier bekanntgegeben.

P.S.:
Trotz alle dem wird es auch in diesem Jahr die ein oder andere Veröffentlichung geben. So gründete ich z.B. mit einem musikalischen Mitstreiter aus nen 90ern ein Techno-Projekt namens Torsun Teichgräber. Ein erstes Release steckt in den Startlöchern und auch auf dem übermogen erscheinenden Frittenbude-Album habe ich einen kleinen Gastauftritt. Mit Kilian Teichgräber hab ich ausserdem einen Gastauftritt bei der Live-DVD von Jennifer Rostock. Die erscheint im verlauf der nächsten Monate.
Ich freu mich drauf.

Den Song mit Frittenbude gab es neulich bei ZDF NeoParadise:

Fit to be wasted:

Regelmäßige Abstürze erfordern ja ein gewisses Maß an Fitness.

So dachte ich mir neulich zumindest, weshalb ich beschlossen hab, ab jetzt zu Joggen.
Als ich heute Morgen um halb 7 damit Anfing, sah ich massenweise Läufer in meiner Gegend ihre Strecken abreißen und dachte nur:

Diese dämlichen Gesundheitsfaschisten! Will ich wirklich auch so einer werden?“

Nach Absolvierung des erstens Pensums und Abwägung der Fürs und Widers, fasste ich den Entschluss:
Mal sehen…

Urlaub

Ich bin noch bis zum 19. im Urlaub. Danach geht’s hier weiter.

Graues Berlin (2):

Wenn es draußen so grau und finster ist, versuch ich immer irgend etwas zu finden, was mich ablenken kann. Eine Zeit lang fand ich diese Ablenkung darin, animierte Gif-Sequenzen zu basteln. In Punkto Style favorisierte ich ganz klar das Pixelige alter C64-Pics.
Für Egotronic bastelte ich zum Beispiel irgendwann Folgendes:

Einmal zimmerte ich sogar einen kurzen Film. Für diesen schraubte ich als Soundtrack eine C64-mäßige Coverversion von T.A.T.U., nämlich: „All The Things She Sayd“

Derzeit sehen meine Gegenmaßnahmen so aus:
1.
Ich schreibe an einem Roman über zwei Raver. Einer der Beiden ist ständig am Fluchen und sich auskotzen. Das liest sich dann z.B. so:

… Okay, zurück in die Wohnung, runter kommen, Ruhe bewahren, Kaffe kochen und Zigarrette anzünden. Das zumindest scheint fürs Erste der einzig einigermaßen sinvolle Plan zu sein, bevor ich noch auf die Idee komme diesen beschissenen Kinderwagen anzuzünden, der seit geraumer Zeit hier im Flur steht und mich -quasi wie ein Mahnmal trauter Gemeinsamkeit- daran erinnert, dass andere Leute in meinem Alter längst Familien gegründet haben. Nicht, dass ich eine Familie gründen will, nein. Familien nerven mich sogar ausserordentlich. Vor allem die Jungen. Die sind es schließlich, die dafür sorgen, dass nach und nach immer mehr Klubs ihre Pforten schliessen müssen, weil den frisch gebackenen Eltern plötzlich auffällt, dass es für ihren dreimal verfluchten Nachwuchs eventuell nicht ganz so geil sein könnte, wenn ihm nachts eine Melange aus Stimmengewirr, klirrenden Gläsern und dem Sound der grossen Trommel den Schlaf raubt. So hätten sie sich das dann doch nicht vorgestellt, als sie Jung und zu allerlei Schandtaten bereit nach Berlin zogen, um mal richtig die Sau raus zu lassen. Aber anstatt sich nach vollzogener Familienplanung irgendwohin an den Stadtrand zu verpissen, meinen sie jetzt jede Kneipe und jeden Klub verklagen zu müssen, um noch das schönste Viertel in eine Vorhölle der Kleinbürgerlichkeit zu verwandeln, wo man auf der Straße beim Latte Macchiato schlürfen Gleichgesinnte trifft und mit den vermeintlichen Leistungen der dämlichen Bälger prahlt, als ob es einen anständigen Menschen interessieren würde, dass der oder die Kleine jetzt nur noch dreimal pro Nacht die Windeln zu scheißt.
„Wir haben ja prinzipiell nichts gegen eine Afterhour einzuwenden, lieber Tom. Aber Sonntag Vormittag musst du doch nicht immer so Laut sein. Unser Kleiner braucht seinen Schlaf.“ sagen diese Arschgeigen, die sich meine „toleranten Nachbarn“ schimpfen, in regelmäßigen Abständen zu mir, woraufhin ich jedes mal aufs neue versichere, dass das nie wieder vorkommen wird, anstatt ihnen im Gegenzug an ihre frisch gestylten Köpfe zu werfen, dass mich ihre Plage jeden Montag Morgen mit lautem Geschrei ebenso aus dem Wohlverdienten schlaf reißt. Rave ist schließlich kein Hobby! Nur dass die Arbeitszeiten eben andere sind. …

2.
Ich gehe -wie gestern schon erwähnt- auf Tour.

Die Flucht aus dem grauen Berlin führt die ganzen Egotronic-Bande an diesem heute schon startenden Wochenende an folgende Orte:
Do 24.11.11 Leipzig, (Moritzbastei)
Fr 25.11.11 A-Wels, (Alter Schlachthof)
Sa 26.11.11 Amberg, (Casinosaal)

Graues Berlin:

So sehr ich den Sommer in Berlin mit all seinen schönen Open-Air-Veranstaltungen mag, so sehr hasse ich den Winter hier, denn im Winter ist diese Stadt in erster Linie nur eins: GRAU!
Das schlägt zumindest mir so manches mal ganz schön aufs Gemüt, was mich heute auf die Idee brachte, auch meinem Weblog diese trostlose Farbe zu verpassen. Gerade so, als müsste man das Grausame noch viel grausamer machen, um es dann eventuell besser ertragen zu können. Ob es was hilft, muss sich zeigen.
Was hingegen definitiv hilft, ist eine ausgedehnte Tour und die geht glücklicherweise schon morgen weiter (Checkt die Dates).

Als ich -leicht melancholisch- heute morgen alte Seiten im Netz durchforstete, ärgerte ich mich erst, dass manche nicht mehr online sind, bis mir ein wunderbares Archiv einfiel: Die Wayback Machine!
Über diese surfte ich auf alten Egotronic-Pages herum, bis ich Fotos fand, die ein Mittel dokumentieren, mit dem ich vor etlichen Jahren versuchte, dem winterlichen Berliner Grau zu trotzen.
Diese Fotos möchte ich euch nicht vorenthalten und präsentiere nun…
…mein altes Zimmer in einem Hausprojekt in der Voigtstrasse. Dem Haus übrigens, dem ich damals den Egotronic-Song V36 widmete:

Ob die Methode des bunten Zimmers ihren Zweck erfüllte, vermag ich im Nachhinein allerdings nicht mehr mit bestimmter Sicherheit zu sagen.

Die Release-Nacht:

Erste Show White trash war geil. Jetzt ins Naherholung Sternchen. Zweite wartet…

Angst und Abscheu in der BRD:

Folgt dem Link um zu lesen, um was es geht und dann schnell ziehen, solange es noch online ist:
LINK!

egotronic-TV Folge 15:

Synergie

Pop Up 2 ter Tag – Leben im Stroh

Der zweite Tag auf der PopUp bricht an! Langsam erwacht Leben in der Halle. Die Austeller laufen geschäftig umher – wir drehen uns in unserem Stroh
lieber nochmal um. Das Stall-Konzept ist ein voller und durchschlagender Erfolg! Gestern lagen viele nette Leute hier rum und betranken sich.
Sehr gut! Heute geht es genauso weiter. Lars Lewerenz ab 18 Uhr auf der PopUp Couch zum Thema „Gesundes Frühstück“ Kommt vorbei und hört zu!

hufe

grrr

vrrrr