Archiv der Kategorie 'alltagsbanalitäten'

Graues Berlin (2):

Wenn es draußen so grau und finster ist, versuch ich immer irgend etwas zu finden, was mich ablenken kann. Eine Zeit lang fand ich diese Ablenkung darin, animierte Gif-Sequenzen zu basteln. In Punkto Style favorisierte ich ganz klar das Pixelige alter C64-Pics.
Für Egotronic bastelte ich zum Beispiel irgendwann Folgendes:

Einmal zimmerte ich sogar einen kurzen Film. Für diesen schraubte ich als Soundtrack eine C64-mäßige Coverversion von T.A.T.U., nämlich: „All The Things She Sayd“

Derzeit sehen meine Gegenmaßnahmen so aus:
1.
Ich schreibe an einem Roman über zwei Raver. Einer der Beiden ist ständig am Fluchen und sich auskotzen. Das liest sich dann z.B. so:

… Okay, zurück in die Wohnung, runter kommen, Ruhe bewahren, Kaffe kochen und Zigarrette anzünden. Das zumindest scheint fürs Erste der einzig einigermaßen sinvolle Plan zu sein, bevor ich noch auf die Idee komme diesen beschissenen Kinderwagen anzuzünden, der seit geraumer Zeit hier im Flur steht und mich -quasi wie ein Mahnmal trauter Gemeinsamkeit- daran erinnert, dass andere Leute in meinem Alter längst Familien gegründet haben. Nicht, dass ich eine Familie gründen will, nein. Familien nerven mich sogar ausserordentlich. Vor allem die Jungen. Die sind es schließlich, die dafür sorgen, dass nach und nach immer mehr Klubs ihre Pforten schliessen müssen, weil den frisch gebackenen Eltern plötzlich auffällt, dass es für ihren dreimal verfluchten Nachwuchs eventuell nicht ganz so geil sein könnte, wenn ihm nachts eine Melange aus Stimmengewirr, klirrenden Gläsern und dem Sound der grossen Trommel den Schlaf raubt. So hätten sie sich das dann doch nicht vorgestellt, als sie Jung und zu allerlei Schandtaten bereit nach Berlin zogen, um mal richtig die Sau raus zu lassen. Aber anstatt sich nach vollzogener Familienplanung irgendwohin an den Stadtrand zu verpissen, meinen sie jetzt jede Kneipe und jeden Klub verklagen zu müssen, um noch das schönste Viertel in eine Vorhölle der Kleinbürgerlichkeit zu verwandeln, wo man auf der Straße beim Latte Macchiato schlürfen Gleichgesinnte trifft und mit den vermeintlichen Leistungen der dämlichen Bälger prahlt, als ob es einen anständigen Menschen interessieren würde, dass der oder die Kleine jetzt nur noch dreimal pro Nacht die Windeln zu scheißt.
„Wir haben ja prinzipiell nichts gegen eine Afterhour einzuwenden, lieber Tom. Aber Sonntag Vormittag musst du doch nicht immer so Laut sein. Unser Kleiner braucht seinen Schlaf.“ sagen diese Arschgeigen, die sich meine „toleranten Nachbarn“ schimpfen, in regelmäßigen Abständen zu mir, woraufhin ich jedes mal aufs neue versichere, dass das nie wieder vorkommen wird, anstatt ihnen im Gegenzug an ihre frisch gestylten Köpfe zu werfen, dass mich ihre Plage jeden Montag Morgen mit lautem Geschrei ebenso aus dem Wohlverdienten schlaf reißt. Rave ist schließlich kein Hobby! Nur dass die Arbeitszeiten eben andere sind. …

2.
Ich gehe -wie gestern schon erwähnt- auf Tour.

Die Flucht aus dem grauen Berlin führt die ganzen Egotronic-Bande an diesem heute schon startenden Wochenende an folgende Orte:
Do 24.11.11 Leipzig, (Moritzbastei)
Fr 25.11.11 A-Wels, (Alter Schlachthof)
Sa 26.11.11 Amberg, (Casinosaal)

Graues Berlin:

So sehr ich den Sommer in Berlin mit all seinen schönen Open-Air-Veranstaltungen mag, so sehr hasse ich den Winter hier, denn im Winter ist diese Stadt in erster Linie nur eins: GRAU!
Das schlägt zumindest mir so manches mal ganz schön aufs Gemüt, was mich heute auf die Idee brachte, auch meinem Weblog diese trostlose Farbe zu verpassen. Gerade so, als müsste man das Grausame noch viel grausamer machen, um es dann eventuell besser ertragen zu können. Ob es was hilft, muss sich zeigen.
Was hingegen definitiv hilft, ist eine ausgedehnte Tour und die geht glücklicherweise schon morgen weiter (Checkt die Dates).

Als ich -leicht melancholisch- heute morgen alte Seiten im Netz durchforstete, ärgerte ich mich erst, dass manche nicht mehr online sind, bis mir ein wunderbares Archiv einfiel: Die Wayback Machine!
Über diese surfte ich auf alten Egotronic-Pages herum, bis ich Fotos fand, die ein Mittel dokumentieren, mit dem ich vor etlichen Jahren versuchte, dem winterlichen Berliner Grau zu trotzen.
Diese Fotos möchte ich euch nicht vorenthalten und präsentiere nun…
…mein altes Zimmer in einem Hausprojekt in der Voigtstrasse. Dem Haus übrigens, dem ich damals den Egotronic-Song V36 widmete:

Ob die Methode des bunten Zimmers ihren Zweck erfüllte, vermag ich im Nachhinein allerdings nicht mehr mit bestimmter Sicherheit zu sagen.

Die Release-Nacht:

Erste Show White trash war geil. Jetzt ins Naherholung Sternchen. Zweite wartet…

Angst und Abscheu in der BRD:

Folgt dem Link um zu lesen, um was es geht und dann schnell ziehen, solange es noch online ist:
LINK!

egotronic-TV Folge 15:

Synergie


Pop Up 2 ter Tag – Leben im Stroh

Der zweite Tag auf der PopUp bricht an! Langsam erwacht Leben in der Halle. Die Austeller laufen geschäftig umher – wir drehen uns in unserem Stroh
lieber nochmal um. Das Stall-Konzept ist ein voller und durchschlagender Erfolg! Gestern lagen viele nette Leute hier rum und betranken sich.
Sehr gut! Heute geht es genauso weiter. Lars Lewerenz ab 18 Uhr auf der PopUp Couch zum Thema „Gesundes Frühstück“ Kommt vorbei und hört zu!

hufe

grrr

vrrrr

Grüße vom Storch

storch
kommt vorbei und besucht uns auf der pop up! halle irgendwas! Leipzig! der storch steht für fragen zur verfügung!

folgen sie dem link…

…und bestaunen sie das wirklich unfassbar gelungene neue bratze-video!

heute kiel: