Teil 3: Aufbruch…

…oder: Wie das Cover-Foto für „Die Natur ist dein Feind“ entstand.

Fortsetzung von Teil 1 und Teil 2

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Was bisher geschah:
Torsun und Hörm, zwei junge Provinz-Punks aus Bensheim an der Bergstraße, welches im Vorhof der Hölle Südhessens -genannt Odenwald- liegt, beschließen eine Reise in die große Stadt (Berlin) zu unternehmen. Nachdem sich Torsun durch widerrechtliche Aneignung einer Krankschreibung Urlaub vom Arbeitsamt erschlichen hat, steht dem Vorhaben nichts mehr im Wege, außer, dass sich das sinnvolle Packen im bekifften zustand schwieriger gestaltet, als gedacht.
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Durch übermäßigen THC-Genuss etwas angeschlagen, begannen wir unsere Taschen zu packen. Neben jeweils 2 Paar Unterhosen, Socken und Shirts, lag unser Hauptaugenmerk auf Proviant für die 600 Kilometer, die vor uns lagen und trampend zurückgelegt werden wollten. Deshalb verstauten wir etliche Packungen Manner Waffeln, eine Packung Zitronentee Granulat, jeweils eine 1,5 Liter Flasche Wasser, ein Päckchen Schwarzer Krauser Tabak und einen stattlichen Klumpen Haschisch in unseren Rucksäcken. Geld hatten wir nicht, waren aber sicher, uns unterwegs Welches erschnorren zu können.
Nachdem -so dachten wir zumindest- unsere Reiseausrüstung komplettiert war, verabschiedeten wir uns mit zwei oder 3 Bongköpfen bei unseren Mitbewohnern und Hausgästen, und machten uns auf den Weg zum Rasthof Bergstraße, der etwa 3 Kilometer Fußmarsch von unserer wundervollen Bleibe entfert lag. Dort angekommen, beschlossen wir, zur Belohnung für die absolvierte Wanderung erst einmal ein Tütchen zu rauchen, was sich allerdings gar nicht so einfach gestaltete, da wir feststellen mussten, dass wir zwar Tabak und Feuer, aber keinerlei Blättchen unser Eigen nennen konnten. Kurz entschlossen pilgerte Hörm zur Tankstelle, um Geld für, und dann Blättchen aufzutreiben, während ich mich in die Büsche schlug, um in der Zwischenzeit eine Mischung fertigzustellen. Als Hörm -stolz die Papers vor sich hertragend- endlich zurück kam, hatte ich in Gedanken versunken viel zu viel Haschgift aufgebröselt. Wir beschlossen dennoch, Alles in eine Tüte zu buxieren. Was sollten wir mit den übflüssigen THC-Streuseln auch anderes anfangen?
Nachdem wir die Tüte aufgeraucht hatten, fühlten wir uns nicht mehr dazu in der Lage, Menschen an der Tanke um eine Mitfahrt zu bitten, weshalb wir uns hoch motiviert für die klassische Trampvariante mit ausgestrecktem Daumen an der Ausfahrt entschieden.

(Käme ein Auto vorbei, würde es sich eventuell lohnen, den Daumen rauszuhalten. Ein Ausschnitt dieses Bildes wird übrigens Cover der ersten Single-Auskopplung von „Die Natur ist dein Feind“)

15-30 Minuten später, wir hatten immer noch keinen Fahrer aufgetrieben, spürten wir, wie gnadenlos THC-injizierte Müdigkeit die Kontrolle sowohl über unsere Körper, als auch unseren Geist übernahm, weshalb wir beschlossen, uns ein ruhiges Plätzchen im Gebüsch zu suchen und erst einmal ein paar Stunden zu schlafen. Schließlich wurde es langsam Dunkel und die schlimmste Etappe unserer Reise -verlassen der Wohnung- hatten wir ja immerhin gemeistert…

Fortsetzung folgt

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