Teil 2: Durchstarten…

…oder: Wie das Cover-Foto für „Die Natur ist dein Feind“ entstand.

Fortsetzung von Teil 1.

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Was bisher geschah:
Torsun und Hörm, zwei junge Provinz-Punks aus Bensheim an der Bergstraße, welches im Vorhof der Hölle Südhessens -genannt Odenwald- liegt, beschließen eine Reise in die große Stadt (Berlin) zu unternehmen. Genosse Torsun, der zu diesem Zeitpunkt ein Zwangsverhältnis mit dem ortsansässigen Arbeitsamt durchstehen muss, beschließt, auf die Krankheitskarte zu setzen (Sehnenscheidenentzündung), um sich so aus den Fängen der gnadenlosen Maßregelungsbehörde zu befreien. Der Plan scheint aufzugehen.
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Nachdem wir durch massives Kiffen einen weiteren Tag in unserem geliebten Haus -genannt Loch- kleben geblieben waren, wollten wir am nächsten Morgen endlich durchstarten. Hörm und ich standen dementsprechend relativ früh auf und genehmigten uns mit ein Paar Hausgästen (davon gab es im Loch immer viele), die auch schon auf den Beinen waren, weil sie sich bereit erklärt hatten Frischdienst* zu machen erstmal einige Frühstück-Bongs.
Etliche Mischungsschalen später -es war mittlerweile schon wieder Nachmittag- sollte es dann endlich losgehen. Um für den Fall, dass uns auf dem Weg zur ersten Trampstelle, dem Rasthof Bergstraße, meine Sachbearbeiterin vom Arbeitsamt über den Weg laufen sollte, Irritationen vorzubeugen, bat ich einen weiteren Hausgast darum, mir einen damals bei Sehnenscheidenentzündung üblichen Verband anzulegen. Er tat, wie ihm geheißen und wurde somit Teil des Bildes, das für die aktuellen Tourplakate für die „Die Natur ist dein Feind“-Konzertreise auserkoren wurde:

Ich war somit perfekt für alle unerwünschten Begegnungen auf der Straße präpariert und bereit für die Reise in die große Stadt. Keine frage, dass das mit dem ein oder anderen Bongkopf gefeiert werden musste.

(Ein frisch verbundener Torsun posiert mit Mitbewohner und Vaters Hund, auf den er ab und an aufpasste, für das Poesiealbum der anstehenden Berlinreise.)

Die ein oder andere weitere Mischung später, beschlossen Hörm und ich, endlich zu Packen, zumal es mittlerweile Nachmittag geworden war und wir ja immerhin noch über 600 Kilometer vor uns hatten. Leider sollte sich herausstellen, dass Kiffen der denkbar schlechteste Berater für diese vor Reisebeginn unverzichtbare Tätigkeit ist….

Fortsetzung folgt

*Frischdienst: Frischdienst nannte man das früh morgentliche Essen klauen an Supermärkten. An Supermärkten, weil diese immer in extrem frühen Morgenstunden -und nicht während der Öffnungszeiten- beliefert wurden. Gerade in einer Kleinstadt wie Bensheim verhielt es sich dann so, dass die Waren für einen kurzen Zeitraum unbewacht draußen vor dem Eingang oder in einem dem Laden zugehörigen Hinterhof gelagert wurden, was uns -die wir unter chronischem Geldmangel litten- natürlich sehr zu Pass kam, da wir so regelmäßig Zugang zu kostenfreiem Frischfutter hatten.

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3 Antworten auf “Teil 2: Durchstarten…”


  1. 1 LEwe 17. Januar 2014 um 16:33 Uhr

    das ist doch Ferris MC, der dich da verbindet oder?

  2. 2 kapsler hauser 17. Januar 2014 um 19:09 Uhr

    stimmt! :D

  3. 3 Indie Fresse 21. Januar 2014 um 23:26 Uhr

    Er ist gerade dabei, Teil 3 zu schreiben. Aber vorher noch schnell rauchen. Hat er mir vorgestern gesagt.

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