Archiv für März 2013

Bald schon!

Neuer Torsun aka Nick Rave Mix

Endi verlässt Egotronic


Als ich 2007 Menschen suchte, die mit mir das neue Egotronic-Album „Lustprinzip“ auf die Bühne bringen könnten, war Endi der Erste, den ich anfragte. Er hatte Hörm und mir damals ab und zu bei Shows als Fahrer ausgeholfen und als ich ihm erzählte, dass ich perspektivisch jemanden suchte, der live die elektronischen Bässe spielen könnte, warf er in die Runde, dass er früher einmal eine Weile Klavieruntericht gehabt hätte.
Monate später war nach langen Kämpfen mit mir und meiner damals vorherrschenden Feierwut und der Hilfe meines guten Freundes Johnny Weltraum das Album endlich fertig. Ich klopfte bei Endi an, fragte ob er Lust hätte einzusteigen, was er freudig bejahte und somit war er dabei.
Etwas mehr als 5 Jahre sind seit dem vergangen. 5 Jahre in denen wir massenweise Shows spielten und 3 weitere Alben entstanden. Im Gegensatz zu den anderen Egotronic-Mitgliedern besuchte mich Endi desöfteren bei der Studio-Arbeit, weshalb auf jedem Album auch ein Teil seiner Handschrift zu hören ist. Kein anderer war für mich in dieser Zeit so sehr mit Egotronic verknüpft wie er und deshalb finde ich es sehr schade, bekanntgeben zu müssen, dass Endi jetzt das Projekt Egotronic verlassen hat.
Aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:

hallo zusammen,

vor über fünf jahren kam ich wie die jungfrau zum kinde zu egotronic. eine lange, lustige und intensive zeit. doch manchmal ist einfach zeit zu gehen und deshalb bin ich nicht mehr dabei. menschen verändern sich, haben andere bedürfnisse, manchmal versteht man sich einfach nicht mehr so oder hat andere vorstellungen und ideen. teil des ganzen audiolith trubels sein zu dürfen und so viel erleben zu können, werde ich nie vergessen und ich kann geschichten erzählen bis zu meinem lebensabend. wir haben in den letzten jahren viele tolle konzerte gespielt (und ein paar schlechte), haben gefühlte 5 millionen kilometer auf der strasse verbracht, das ein oder andere getränk getrunken, 87 spassbäder und 243 minigolfplätze besucht und extrem viel gelacht, gestritten und geflucht. vor allem ich. aber ganz besonders habe ich tolle menschen kennengelernt. menschen, die mich hoffentlich den rest meines lebens begleiten werden. menschen, die versuchen das beste aus der gesamtscheisse zu machen, kreative, engagierte, liebe menschen, die alles dafür tun, etwas auf die beine zu stellen und die ich nicht mehr missen möchte. und daher geht mein dank an alle die, die die letzten 5 jahren zu dem gemacht haben was sie waren: veranstalter, booker, fans, vorbands- und hauptbands, genossen, verrückte und weniger verrückte. wir bleiben in kontakt. und ein ganz besonderes dankeschön an die beste crew der welt, meine bandkollegen (torsun, alex und tilli), die schönsten busfahrer der welt (gina, chris und maxi), die sweetesten mischer der welt (peter und lu) und die ganzen irren bei audiolith. machts gut.

endi

Ich möchte an dieser Stelle einfach mal Danke sagen: Danke Endi, dass du mich so lange als Bandmitglied begleitet hast! Danke für die vielen lustigen Stunden, die wir betrunken in Backstage-Räumen rumhingen, die wunderbare Musik, die du mir auf den endlosen Autobahnaufenthalten vorgespielt hast, die Geduld, mit der du Unmengen an Band-Papierkram erledigt hast und einfach dafür, dass du dabei warst. Ich wünsch dir in deinem neuen Job viel Erfolg und uns, dass wir noch so manchen gemeinsamen Absturz, so manches gute Gespräch und so manche Partie Minigolf erleben werden.
Vermissen werd ich dich allemal!
Löve!

„Band der Vollidioten“ kostenlos downloaden

Hier könnt ihr ihn ziehen:

Und hier nochmal das Video dazu:

Solidarität mit Pfarrer Lothar König!

Morgen beginnt der Prozess gegen Pfarrer Lothar König


(So cool kann Religion sein)

Texte zum Thema:
Artikel 1
Artikel 2

Soli-Seiten im Netz:
Homepage
Facebook

Gegen die Kriminalisierung von antifaschistischem Engagement! Solidarität mit Lothar König!

P.S.:
Ich selbst lernte den „ANTIFA-Pfarrer“ Lothar letztes Jahr im Februar bei der Lesereise zu „Raven wegen Deutschland“ kennen und war -trotz meiner sonst vorherrschenden Abneigung gegen sogenannte „geistliche Würdenträger“– sofort von seiner Ausstrahlung und Persönlichkeit angetan, ist er doch der mir bisher einzige bekannte Geistliche, den man mit Fug und Recht „Würdenträger“ nennen kann. Und das sogar im Suff, was ich wiederum weiß, weil wir -wild debattierend- doch prächtig dem Alkohol zusprachen.

Neuigkeiten am Freitag


Heute ist ein guter Tag, denn…
1. …fühl ich mich nach 4 Tagen krankheitsbedingter Bettlegrigkeit erstmals wieder Fit genug um das erwähnte Bett zu verlassen.

2. …erscheint heute das neueste Werk meiner geliebten Kollegen SAALSCHUTZ, mit Namen Nichtsnutz + Live-CD!
Hier die erste Single-Auskopplung:

3. …erscheint heute das neue Album von HERRENMAGAZIN, Das Ergebnis wäre Stille.

Beide Platten sind ganz ausgezeichnet und ich möchte euch deshalb ans Herz legen, die Künstler zu unterstützen und die Dinger zu kaufen.

Ansonsten hab ich gerade wieder meine Liebe zum guten alten Garagenrock entdeckt und mich mächtig gefreut, dass es eine meiner liebsten Scheiben des Genres jetzt in voller Länge auf Youtube zu hören gibt:

Diese Liebe wird auch auf dem nächsten Egotronic-Album zum Tragen kommen, da es sich jetzt schon abzeichnet, dass Rockmusik für mich gerade die reizvollere Inspirationsquelle ist, nur dass mir dabei oft die elektronische Komponente fehlt.

Zum Schluss bleibt mir zu sagen, dass ich morgen im leipziger Jet aus Raven wegen Deutschland vorlesen werde und mich über zahlreichen Besuch freuen würde.

Cheers!

Nordkoreanischer Film erklärt das Leben in den USA:

Lustprinzip Videodreh

Da ich mein Facebook-Profil mit bildern aus dem Lustprinzip-Video neu gestaltet hab, gibt es hier nun die Geschichte zum Video, so wie ich sie in „Raven wegen Deutschland“ aufgeschrieben hab:


Mögen die Spiele beginnen:
Sonntagmorgen. Jule und ich hatten – wie sollte es anders sein – seit Freitag kein Auge zugemacht, im sexuellen Übereifer ihre komplette Wohnung verwüstet und gerade eine weitere Ecstasy eingeworfen, als mein Handy klingelte:
»Hi, hier ist Matze von laut.de. Wir sind doch gleich zum Interview verabredet und ich wollte mal fragen, wo ich denn eigenlich hinkommen soll.«
Ach du Scheiße! Matze war ein näherer Bekannter und Musikjournalist, dem ich versprochen hatte, zum kommenden Album Rede und Antwort zu stehen und ich fragte mich ernsthaft, wie ich das nur hatte vergessen können.
»Kein Problem. Ich bin bei meiner Freundin. Komm vorbei, aber wundere dich bitte nicht, denn wir sind immer noch am Feiern und hier sieht es relativ wüst aus.«
»Haha, nicht schlimm. Ich bin in ’ner Viertelstunde bei euch.«
»Alles klar, bis gleich.«
Die Chancenlosigkeit, das Zimmer in 15 Minuten gästetauglich herrichten zu können begreifend, schlüpften Jule und ich lediglich in Unterhose und Shirt und zogen jeweils eine große Nase Kokain, um den nahenden Ecstasy-Einschlag schon im Vorfeld etwas abzumildern, was uns aber nur mittelmäßig gelang. Als Matze das Zimmer betrat, muss er sich vorgekommen sein, als wäre er in der Klischee-Hölle des Musikbusiness angekommen.
Es roch trotz offener Fenster extrem nach sexueller Ausschweifung, überall auf dem Zimmerboden lagen leere Bierflaschen und Kleidungsstücke und auf dem einzigen kleinen Tisch in der Wohnung war ein riesiger Spiegel positioniert, auf dem sich wiederum ein großer Haufen Kokain, einer aus Speed und mindestens 20 Pillen befanden. Jule und ich saßen leicht bekleidet und relativ stark derangiert daneben und drückten ihm zur Begrüßung erst mal ein frisches, kühles Beck’s in die Hand. Er öffnete es mit einem Feuerzeug, machte auf dem Sofa neben dem Tisch etwas Platz und setzte sich.
»Na, euch scheint’s ja ganz gut zu gehen, was?«
»Hihihi, ja schon. Nur ein klein wenig verwirrt, gell Jule? Magste eventuell was ziehen?«
»Nein danke, aber sag’ mal, biste überhaupt in der Lage, was zur neuen Besetzung und Platte zu sagen?«
»Ehrlich gesagt, hehehe, nicht so richtig … Außerdem müssen wir in ’ner Stunde los zum Videodreh für ›Lustprinzip‹. Wär’s arg schlimm, wenn wir lieber … uiuiui … zusammen in Ruhe ein Bier trinken und das Interview verschieben?«
»Hahahaha, nee. Ist nicht schlimm. Lass uns Bier trinken.«
Glücklicherweise war Matze ein sehr offener Typ, weshalb ihn unser Zustand nicht allzu sehr zu stören schien und er entspannt seine Flasche leerte, bevor er uns wieder verließ.
Derweil war aber soviel Zeit vergangen, dass uns keine weitere zum Duschen blieb. Deshalb schwangen wir uns stinkend aber glücklich in unsere Klamotten, packten von allen Drogen, die wir besaßen, etwas ein und machten uns auf den Weg zu Neu-Egotronicer KT&Fs WG, denn dort sollte gedreht werden. Fast alle, mit denen ich in diesem Sommer den Exzess zelebriert hatte, waren gekommen und wir stellten erleichtert fest, dass so gut wie niemand der Anwesenden seit Freitag geschlafen hatte.
»Wer nicht drauf ist, darf nicht mitspielen!«, schrie ich in die Runde und gab jedem eine kleine, runde Ecstasy-Tablette, was –wie sich herausstellte – absolut im Sinne von Produzent Artur und Regisseur Johannes war, denn sogar die Kameraleute sollten sofort eine schlucken. Als die Pillen anfingen ihre Wirkung zu entfalten, mussten alle in zu Shirts umgewandelte Tragetaschen schlüpfen und sich auf KT&Fs wirklich großes Bett begeben. Noch einige kurze Instruktionen und es ging los. Wir wurden mit kiloweise Puderzucker (für Kokain in solchen Mengen reichte unser Budget nicht) überschüttet und bauten daraus Straßen, um sie zu ziehen. Riesige Ventilatoren bliesen uns Wind um die Ohren während von oben große Es aus Styropor auf das Bett rieselten. Viele begannen sich zu befummeln und durcheinander zu knutschen, was zwar so nicht im Drehbuch stand, aber wen interessierte das schon. Wir waren mächtig drauf und genau so sollte es sein. Das war es doch, was den ganzen Sommer ausmachte. Exzess und Übermut, alles kann, nichts muss! Lediglich Artur und Johannes versuchten einigermaßen den Überblick zu behalten, um all dem Durcheinander ein klein wenig Struktur zu geben, damit am Ende aus dem Gewühl eine –wenn auch wirre– Story gestrickt werden konnte. Sie reichten einigen Akteuren Kartons mit Löchern für Augen und Mund, die sie sich aufsetzten, um durch die Mundöffnungen rote und grüne Götterspeise auf mich zu spucken, während ich aus diesem Menschengetümmel zu flüchten versuchte. Das war mit dem in mir wütenden Drogengemisch alles andere als einfach. Sollte es aber auch nicht. Meine Flucht führte mich ins Bad, wo in der Wanne schon die nächsten Götterspeise spuckenden Kartonköpfe warteten und mich in eben diese Wanne ziehen wollten. Ich konnte mich aber losreißen und in einer im Flur stehenden Umzugskiste verstecken. Die Kiste wurde daraufhin in einen Kleinbus verfrachtet und abtransportiert. Ein Rausch aus Ekstase und Horror, sozusagen.
Als das abgedreht war, sollte ich direkt von einem erigierten Penis eine stattliche Straße Speed oder Koks ziehen, was aber daran scheiterte, dass der extra hierfür engagierte Schauspieler keinen hoch bekam. Außerdem waren sowohl Koks als auch Speed längst aufgebraucht, weshalb wir eine Pille kleinhackten, um daraus eine Line zu bauen. Diese positionierten wir auf dem Bauch direkt vor dem nicht steif werden wollenden Penis, um den Eindruck zu erwecken, es handele sich um ein Ejakulat aus Fitmachern, das ich wiederum in meinem rechten Nasenloch verschwinden ließ. Fertig!
Als wir nach Drehschluss noch verpeilt und aufgekratzt beieinander saßen, war ich so draufgeschickt, dass ich nichts anderes mehr als »Hat hier irgendjemand Ketamin? Ich will unbedingt Ketamin? Ketamin? Ketamin? Gib mir doch mal jemand Ketamin! Ich brauch das jetzt! Unbedingt!«, vor mich hin brabbelte, bis wirklich irgendwer welches auspackte.
Kaum, dass das von mir mit Vehemenz geforderte Ketamin in meiner Nase verschwunden war, stürzte alles in sich zusammen.
»Haaaallooo! Ist noch irgendjemand da?«
Es begann ganz langsam damit, dass alle Menschen und Gegenstände im Raum nach und nach erst die Konturen und dann ihre komplette Form verloren und zu einer einheitlichen Masse wurden, die im Zimmer hin und her waberte. Dann stürzten die Wände ein. Nein! Sie verflüssigten sich und wurden eins mit der Masse, die sie vorher noch eingerahmt hatten. War die Masse anfänglich bunt, verlor sie nun langsam ihre Farben und wurde immer dunkler. Noch dunkler. Noch viel, viel dunkler. So dunkel, bis irgendwann nichts weiter als ein großes schwarzes Nichts übrigblieb, in dem ich alleine mein Dasein fristen musste. Ich allein im schwarzen Nichts.
»Haaalllooo! Wo seid ihr denn alle?«
Dieser Zustand dauerte nicht allzu lange, denn alsbald begann ich, mich selbst aufzulösen. Erst verschmolzen meine Arme und Beine mit dem schwarzen Nichts, dann der Rumpf und zum Schluss sogar Hals und Kopf. Es gab mich nicht mehr. Es gab nun überhaupt nichts mehr außer diesem schwarzen Nichts. Nichts, Nichts und wieder Nichts. Moment …! Meine Gedanken waren noch da. Sie hatten zwar keinerlei Form und keinen Körper, der sie beherbegen konnte, aber sie waren noch existent, wenn auch frei schwebend. Aus der Ferne vernahm ich – der ich nur noch aus Gedanken bestand – ein leises: »Torsun?« Scheiße! Wenn es mich nicht mehr gab, wenn ich selbst nur noch Gedanke war, dann gab es auch weder Jule noch Tili. Sie konnten also nur Einbildungen meiner eigenen Gedanken gewesen sein. Der Gedanke namens Ich begann zu schreien: »Juuuule! Tiliiiiii! Juuuuuuuuule! Tiliiiiiiiiiiiiiiiiii! Juuuuuuuule! Tiliiiiiiiii!« Ich durfte sie nicht vergessen oder besser: Mein Gedanke durfte diese beiden wunderschönen Gedanken nicht vergessen und musste sie durch das Geschrei am Leben halten. Selbst wenn es sie nie gegeben hatte, sondern sie nur Einbildung waren, waren sie doch zu schön, um einfach so zu verschwinden. Der Ich-Gedanke begann zu weinen, weil die Erinnerung trotz aller Mühe verblasste, so sehr er sich auch dagegen wehrte. Es war ein Weinen ohne Tränen. Formen gab es schließlich nicht mehr und somit auch keine Flüssigkeiten. Nur dieses verfluchte schwarze Nichts. War das der Tod? Wurde man, wenn man starb, einfach in ein schwarzes Nichts absorbiert? Solange, bis auch der letzte Gedanken erloschen war? Irre, dass ausgerechnet die Gedanken das sein sollten, was am längsten existierte. Oder hatte es mich
nie gegeben, sondern lediglich ein paar Gedanken, die sich für die eines gewissen Torsun hielten? Möglich wär’s. Möglich wäre auch, dass es niemals irgendetwas gegeben hatte, außer Gedanken … Wahnsinn!
Ich weiß nicht mehr, wieviel Zeit vergangen war (es kam mir wie Stunden vor), aber plötzlich konnte ich durch das schwarze Nichts ein kleines Stückchen Mauer erkennen. Es musste das Stück zwischen Wand und Decke gewesen sein, denn ich sah
ganz klar den Stuck, wie er in Berliner Altbau-Wohnungen üblich ist. Nur kurz, dann war es wieder im schwarzen Nichts verschwunden. Mit ihm verschmolzen. Dann war das Stück Mauer wieder da. Die Intervalle, in denen ich es sehen konnte, wurden immer länger. Langsam, aber sicher kamen die Formen zurück und auch mein Körper schien sich wieder zu materialisieren. Auch ich kam also zurück. Es gab mich somit doch. Und ich war am Leben …
Als ich wieder relativ klar sehen konnte, stellte ich fest, dass ich auf einem Bett lag und sowohl Jule als auch Tili mich fest in ihren Armen hielten. Jule weinte.
»Torsun? Geht’s dir gut?«
»Ja … Ich bin wieder da … Existent … Und es gibt euch wirklich … Wie schön!«
»Du hast die ganze Zeit geweint und immer wieder unsere Namen geschrien. Wir haben dann erstmal alle anderen Leute rausgeschmissen.«
»Ich dachte, es gibt euch nicht. Ich dachte, es gibt mich nicht. Und ich wollte euch nicht vergessen.«
»Was war denn los?«
»Ich fühlte mich wie eine SMS, die gerade abgeschickt worden, aber noch nicht angekommen ist … Und die vielleicht niemals ankommen würde.«
»Du hast uns wahnsinnige Angst gemacht.«
»Tut mir leid. Das wollte ich nicht.«
»Wir haben versucht, dir was zu trinken einzuflößen, aber es lief einfach wieder aus deinem Mund. Du hast nicht geschluckt. Nur geweint.«
»Echt? Davon hab’ ich nichts gemerkt. Aber ich hatte ja auch keinen Körper mehr.«
»Tu das bitte, bitte niemals wieder, nie wieder so viel Ketamin, versprochen?«
»Ich weiß nicht … Okay.«
»Wie geht es dir jetzt? Sollen Tili und ich dich zu mir bringen?«
Ich versuchte meine Arme und Beine zu bewegen und stellte fest, dass es funktionierte.
»Ja, lass uns zu dir gehen. Ich glaube, ich sollte mal schlafen. Vielleicht noch zu dritt ’nen Film gucken. Dann schlafen …
Schön, dass es euch gibt.«



Wer mehr dazu lesen möchte, möge sich hier das Buch bestellen.

Frei.Wild Fan (der)

Substantiv, m

Worttrennung:
Frei-wild-fan

Aussprache:

[Freiwildfän]

Bedeutung:
Der Shitstorm ist des Frei.Wildfans natürlicher Lebensraum, den er so zielsicher ansteuert, wie die Schmeißfliege den Kackhaufen. Mit ihm kommt in der Regel eine nicht enden wollende Flut an Ausrufungs- und Fragezeichen, die die Wichtigkeit seiner Aussage demonstrieren soll. Dabei weiß er sich stets wortgenwandt zu artikulieren, um gegen die Ahnungslosigkeit der von den Medien aufgehetzten Meute und den sogenannten „Gutmenschen“ vorzugehen.
So einfach und prägnant läßt er sich umschreiben, der ideelle Gesamtfrei.wildfan, der Nationalismus mitnichten für rechte Ideologie hält und alles täte, um die von ihm geliebte Deutschrock-Kapelle zu verteidigen, denn eins ist klar: wer nicht für Frei.Wild ist, ist ein Feind!

Herkunft:

Italien (deutschsprachiger Teil), Deutschland (groß)

Argumentationsweise:

Beispiele:

(Dank an „Die besten Pro-Frei.Wild Kommentare aller Zeiten“ für die einleuchtende Grafik und die Hilfe bei meinen Recherchen.)