Archiv für Juli 2012

Wenn Enthirnte fabulieren,…

…kommt Dünnpfiff wie in den Kommentaren zum Foto vom verschönerten Thor Steinar Laden heraus:

(Vollbild)

Das Show-Wochenende

Das letzte Show-Wochenende war eins der besten im bisherigen Sommer 2012.
Da ich (von allen als „verwarlost unrasiert“ typisiert gelesen) in jungen Jahren ein Praktikum in einem Altenpflegeheim machte und deshalb immer noch weiss, wie mit alten Menschen und ihren Gebrechen umzugehen ist, um sie bestmöglich in ein „normales“ Leben zu integrieren, war Endi (von uns als „langhaarig“ und „betrunken“ typisiert gelesen) trotz Arm- und Rippenbruch mit von der Partie. Um ihm eine angenehme Reise zu gewährleisten, bekam er seine Bedarfsmedikation (von uns als „kühl blond“ und „durchsichtig klar“ typisiert gelesen) artgerecht per Schnabeltasse verabreicht.
Wir sahen viele tolle Bands -wie z.B. Kraftklub, deren Frontmensch ich nach der Show noch extrem trunken über eine sound-ästhetische Nähe zu „The Hives“ volllaberte- wobei mein persönliches Highlight ganz klar „The Sounds“ gewesen ist:

Ich war überrascht und ein klein wenig erschüttert, wie schön Antiamerikanismus klingen kann. Verdammt!

Da mich Bookingmensch Artur (von uns als „freundlich aber bestimmt“ typisiert gelesen) bat, unterwegs einige Fotos zu schießen, fügte ich mich in mein Schicksal und präsentiere euch nun einige Höhepunkte der Reise:

1.
Nicht nur bei unserem Booking-, sondern auch bei Veranstaltungsmenschen sehr beliebt: „Master Suppression Techniques“:

2.
Alte und Hilfsbedürftige hören leider oft furchtbar merkwürdige musik, die durchaus auch so ähnlich wie Rammstein klingen kann. Endi bei „Oohmph“. Schlimm:

3.
Der Samy hat anscheinend viel Pech und ein echt schweres Leben. Flüchtet er sich deshalb jetzt in eine Liebe für Deutschland? Wir werden es vermutlich nie erfahren, hoffen aber inständig, dass es ihm mittlerweile besser geht:

4.
Tradition ist ein hohes Gut, mit dem man durchaus auch mal werben kann:

5.
Ob sie wirklich gestaunt haben, ist nach wie vor unklar:

6.
Sowohl wir, als auch Supershirt staunten zumindest nicht schlecht über unsere eigene sowie die Trinkfestigkeit von Sasha alias Dick Brave von Dick Brave and the Backbeats:

7.
So einfach kann Umweltschutz sein. Da machten wir doch nur zu gerne mit und warfen alle Handtücher derer wir habhaft werden konnten in windeseile zu Boden. Soviel Pflichtbewustsein muss einfach sein:

8.
Zynismus! In Deutschlands Norden sehr geschätzt:

Was zu sagen bleibt:

Beide Shows (von uns als „schwitzig“ und „abgefahren“ typisiert gelesen) waren für uns grandiose Erlebnisse. Wir bedanken uns bei der Meute an Menschen, die so herzhaft mit uns gefeiert hat:

(HD-Aufnahmen sind für mich trotz IPhone leider immer noch ein Buch mit 7 Siegeln)

Ganz besonderer Dank geht an unseren Automensch Gina (von uns als „zuverlässig“ frauisiert gelesen), die unseren Suff und das Philosophieren über Schnappmuscheln, die Katzen ertränken so tapfer ertragen und uns sicher durch die Gegend kutschiert hat.

Zum Schluss:
Was fehlt ist eine Lustige Geschichte zu unseren lieben Kollegen-Menschen von Supershirt. Diese wird allerdings erst morgen erzählt werden.

Cheers!

Elektro-Punk Compilation…


…und die ganze Bande ist drauf.

Was für ein Brett…

…hat der Martin (Frittenbude) da wieder gezaubert:

MD&AnA – „Jungle“ from VISUAL ART HOUSE / FLAPP on Vimeo.

Mehr Infos!

R.I.P. Robert Kurz

Ein großer Denker ist viel zu früh von uns gegangen. Viele seiner Bücher hab ich mit Gewinn gelesen. Möge er in Frieden ruhen.

Zurück in die Zukunft

Es geht los!
Wir starten derzeit den Produktionsprozess des sechsten Egotronic-Albums. Vier Songs sind mittlerweile in Arbeit und es zeichnen sich jetzt schon einschneidende Veränderungen in der Herangehensweise ab.

1.
Ich habe zum Beispiel drei der vier bisherigen Grund-Gerüste an der Gitarre geschrieben, wobei Zwei davon bei Jam-Sessions in Rock-Formation (Rasmus Engler/Drums, Endi/Bass, ich/gitarre) im Proberaum entstanden.

2.
Neben der Verwendung von Gitarre und E-Bass führt der Plan weg von der ausschliesslichen Nutzung virtueller Synthesizer, hin zu „echten“, teilweise analogen Kisten, die live eingespielt werden sollen, um einen fetteren und lebendigeren Sound kreieren zu können.
Für die Nerds unter euch, hier eine Auflistung der bisher organisierten Gerätschaften (Microkorg, Moog Little Phatty, MFB Lite II):

Weitere Instrumente wie z.B. ein Glockenspiel werden folgen und ausserdem sollen auch echte Drums zum Einsatz kommen.

3.
Da meine Kenntnisse beim Schlagzeug-Spiel gerade mal rudimentär sind und meine Fähigkeiten an der Gitarre durchaus schonmal besser waren (ich kann manche Riffs die ich schrieb im moment noch nicht richtig tight spielen und brauche deshalb viel mehr Übung), haben wir uns für die Produktion Verstärkung ins Boot geholt. So wird neben mir Rasmus Engler von Herrenmagazin teilweise die sechs Saiten schwingen, Phil de Gap von ULTNX die Drums klopfen (wie schon bei „Ich hab Zeit“) und falls eine Lead-Gitarre -wie z.B. bei „Ich kanns nicht sagen“ der Fall- gebraucht wird, Mirco („Rannte der Sonne hinterher“) aushelfen.

Soweit so gut.
Die einschneidenste Veränderung diesmal ist allerding die Zeit, die bis zum Abgabe-Termin verbleibt. Da das Album vermutlich erst im nächsten Sommer released werden wird, bleibt davon mehr als genug und soll ausgiebig genutzt werden. Ich bin jedenfalls hoch motiviert und mit den bisherigen Song-Baustellen schon äusserst zufrieden.

Bleibt zum Schluss die Frage, warum dieser Text mit „Zurück in die Zukunft“ tituliert worden ist.
Ganz einfach:
Ende der 90er verfolgte ich schon einmal ein ganz ähnliches Konzept. Was damals dabei heraus kam könnt ihr hier hören und sehen:

Debbie Harry

Evil Dead II

Melt! 2012

Nach 2011 war ich dieses Jahr auch wieder zu Gast auf dem Melt!-Festival. Diesmal allerdings nicht wegen einer Egotronic-Show, sondern für eine Lesung, was mir aber definitiv genauso viel Spass gemacht hat, zumal diese sehr gut besucht und die Stimmung exzellent war.

1000 dank an dieser Stelle an meinen perönlichen Melt!-Betreuer Raphael, der sich wirklich unfassbar gut darum gekümmert hat, mir das Festival-Leben so leicht und angenehm wie möglich zu machen.

Musikalisch bekam ich 2012 nicht so richtig den Zugang, weshalb ich oft einfach nur ziellos über das Gelände tingelte.
Die Highlights waren defininitiv
Lana del Rey (Sonntag Nachmittag)

,Thees Ulmann (Samstag Abend)

und Rampue (Sonntag Mittag)

Ich hoffe sehr, dass ich mich nächstes Jahr wieder mit irgend etwas einschmuggeln kann, denn das Melt! ist und bleibt nach der Fusion das zweitbeste Festival hier zu Lande.

Gastbeitrag von Mirco,…

…der uns diesen Sommer bei einigen Festivals an der Gitarre begleitet:

Wie ich zu Egotronic kam – ein Praktikumsbericht!

Seit einiger Zeit bin ich ab und zu live bei Egotronic dabei. Am 02.10.2004 lernte ich Torsun im besetzten Haus in Erfurt kennen. Ich spielte dort mit meiner Band ENDEARMENT. Das Konzert lief unter dem Motto „Deutschland hassen“ und Egotronic spielten dort auch, damals noch mit Hoerm am Bass und einem MD-Player für die Play-backs. Torsun stand an der Theke, ich ging kurz zu ihm hin und sagte „hallo“. Da wir beide schon relativ fertig waren – bei uns war es der vorletzte Tourtag – redeten wir nicht viel.
Nachts sahen wir uns noch einmal kurz, als Egotronic zu unserem gemeinsamen Schlafplatz kamen. Wir standen Bier trinkend in der Küche der WG und Torsun und Hoerm wurden vom Veranstalter zu ihren Schlafplätzen geleitet. Beide sahen ziemlich ver-bimmelt und durchgerockt aus. Ich fragte „Bier?“, Torsun antwortete „nee, nee nee!“ und sie verschwanden in ihrem Zimmer. Danach hörte ich erst einmal ein Jahr nichts mehr von ihnen.
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