Archiv für Juni 2012

Renates Literatursalon

Am 27.06. lese ich ein weiteres mal bei Dichter und Dichter vs Borderlines in Renates Literatursalon. Diesmal allerdings nicht aus „Raven wegen Deutschland“, sondern
1.
Teile aus meinem ersten Roman, an dem ich gerade schreibe, der aber noch ganz tief in den Kinderschuhen steckt und vermutlich erst im nächsten Jahr vollendet werden wird. Einen ganz kurzen Ausschnitt hatte ich in meinem Blog schonmal gepostet:

… Okay, zurück in die Wohnung, runter kommen, Ruhe bewahren, Kaffe kochen und Zigarrette anzünden. Das zumindest scheint fürs Erste der einzig einigermaßen sinvolle Plan zu sein, bevor ich noch auf die Idee komme diesen beschissenen Kinderwagen anzuzünden, der seit geraumer Zeit hier im Flur steht und mich -quasi wie ein Mahnmal trauter Gemeinsamkeit- daran erinnert, dass andere Leute in meinem Alter längst Familien gegründet haben. Nicht, dass ich eine Familie gründen will, nein. Familien nerven mich sogar ausserordentlich. Vor allem die Jungen. Die sind es schließlich, die dafür sorgen, dass nach und nach immer mehr Klubs ihre Pforten schliessen müssen, weil den frisch gebackenen Eltern plötzlich auffällt, dass es für ihren dreimal verfluchten Nachwuchs eventuell nicht ganz so geil sein könnte, wenn ihm nachts eine Melange aus Stimmengewirr, klirrenden Gläsern und dem Sound der grossen Trommel den Schlaf raubt. So hätten sie sich das dann doch nicht vorgestellt, als sie Jung und zu allerlei Schandtaten bereit nach Berlin zogen, um mal richtig die Sau raus zu lassen. Aber anstatt sich nach vollzogener Familienplanung irgendwohin an den Stadtrand zu verpissen, meinen sie jetzt jede Kneipe und jeden Klub verklagen zu müssen, um noch das schönste Viertel in eine Vorhölle der Kleinbürgerlichkeit zu verwandeln, wo man auf der Straße beim Latte Macchiato schlürfen Gleichgesinnte trifft und mit den vermeintlichen Leistungen der dämlichen Bälger prahlt, als ob es einen anständigen Menschen interessieren würde, dass der oder die Kleine jetzt nur noch dreimal pro Nacht die Windeln zu scheißt.
„Wir haben ja prinzipiell nichts gegen eine Afterhour einzuwenden, lieber Tom. Aber Sonntag Vormittag musst du doch nicht immer so Laut sein. Unser Kleiner braucht seinen Schlaf.“ sagen diese Arschgeigen, die sich meine „toleranten Nachbarn“ schimpfen, in regelmäßigen Abständen zu mir, woraufhin ich jedes mal aufs neue versichere, dass das nie wieder vorkommen wird, anstatt ihnen im Gegenzug an ihre frisch gestylten Köpfe zu werfen, dass mich ihre Plage jeden Montag Morgen mit lautem Geschrei ebenso aus dem Wohlverdienten schlaf reißt. Rave ist schließlich kein Hobby! Nur dass die Arbeitszeiten eben andere sind. …

2.
Allerlei anderen Irrsin, wie z.B. eine überarbeitete Version der Abenteuer von Fix & Toxi, den Helden vom Kottbusser Tor.

Ich freu mich jedenfalls schon wieder sehr auf das literarische Besäufnis mit den Herren Gilles, von Aust und Schwarz, denn mittlerweile hab ich sogar geschmack an Wein gefunden, wenn auch nur an Weissem.

Link zur Ankündigung bei Facebook.

Das erste und einzige Audiolith-Fest…

…in diesem Jahr in Trier war trotz Regen grossartig. Dank dafür!

Shows dieses Wochenende:

Das Ende von Fix und Toxi

Die Vorgeschichte: Klick!

Das traurige Ende von Fix & Toxi ist schnell erzählt:
Sie kündigten ihren Job bei der Sparkasse und gaben sich -Lupo im Gepäck- mit vollem Einsatz dem Heroin hin, ließen sich merkwürdige Frisuren wachsen, wurden depressiv und gründeten eine extrem erfolgreiche Grunge-Band namens Walhalla oder so ähnlich (irgendein spiritueller Ort eben). Sie wurden zum Sprachrohr einer ganzen Generation, was sie allerdings nie sein wollten, weshalb sie noch viel depressiver wurden:

Lupo ging das ewige Gejammer irgendwann mächtig auf die Eier. Er wollte einen aggressiveren Sound und bösartigere Texte, was vermutlich etwas damit zu tun hatte, dass er im höchsten Maße Crack-Abhängig wurde. Er begründete diese Sucht damit, dass Crack wesentlich mehr dynamisches Potential in sich trüge. Außerdem habe er im Laufe der Zeit eine gepflegte Spritzen-Paranoia entwickelt und Rauchen sähe sowieso wesentlich cooler aus.:

Als der Erfolg nachließ und das Geld kaum noch zur Befriedigung ihrer diversen Süchte ausreichte, schmiedete Lupo einen durch und durch finsteren Plan, welcher getrost ebenfalls auf seinen ungehemmten Crack-Konsum zurückgeführt werden kann.
Würden Fix & Toxi unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen, könnte das einen enormen Anstieg an Popularität und Plattenverkäufen bedeuten. Es wäre eine Leichtigkeit ihr Ableben der CIA oder dem MOSSAD in die Schuhe zu schieben, schließlich waren sie mit ihrem Sound unangefochten die Staatsfeinde Nummer 1 der ganzen Welt (auf jeden Fall mindestens Nummer 2 oder in den Top Ten). Gedacht, getan: Lupo lockte seine ahnungslosen Opfer unter irgendeinem fadenscheinigen Vorwand in ein nahe gelegenes Waldgebiet…

…und erschlug sie dort mit einem überdimensionalen Wattestäbchen, welches er einige Tage zuvor dort deponiert hatte. Gut versteckt im Unterholz versteht sich:

Danach entsorgte er ihre leblosen Körper in einer nahegelegenen Schlucht. Man sollte sie finden, aber eben nicht sofort:

Das war sie also, die traurige Geschichte einiger junger talentierte Comic-Figuren, die viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden. Sie hätten die Welt verändern können, wenn sie doch nur bei der Sparkasse geblieben wären!

ENDE

Epilog:
Was aus Lupo wurde, weiss keiner so genau, denn er sollte den Wald nie wieder verlassen. Böse Zungen behaupten bis heute, er habe sich auf dem Nachhauseweg aus selbst gesammelten Pilzen ein Ragout gekocht und darauf hin den Ausgang nicht gefunden.
Was bleibt, ist die Legende, dass man ihn in diesem Wald in hochsommerlichen Vollmond-Nächten auf morschen Baumstämmen würde trommeln hören können.

Die Comic-Helden vom Kottbusser Tor

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Teil 4:

Teil 5:

Fortsetzung fogt…. nicht… oder?… wer weiss…

Neue Version von „Tolerante Nazis“

Nachdem Youtube die alte Version des Videos für dieses Land gesperrt hat, gibt es jetzt nochmal eine neu Geschnittene.

Ich bedanke mich bei allen, die die alte Version immer wieder neu hochladen.

Deutscher Automatismus

Jeder kennt das Bild aus dem Jahre 1992, welches während der Pogrome in Rostock-Lichtenhagen geschossen wurde. Es zeigt einen Fussball-Fan -so schön wie Deutschland-Fans nunmal sind- ganz stolz im schwarz-rot-goldenen Leibchen bei einer Beschäftigung, wie sie nur zu leicht vorkommen kann, wenn sich Eingeborene reinen Blutes in heimatlicher Verbundenheit zusammenrotten.

(Hab das Bild wieder rausgenommen, weil mich jemand darauf hinwies, dass er für das Posten des selben 800 Öcken Strafe zahlen musste. Ich denke, ihr wisst auch so, welches gemeint ist. „Deutscher Gruß“ und so…)

Auch im Zuge der aktuell laufenden EM kann man wieder Massen solcher Schönheiten beobachten (zu vorgerückter Stunde manchmal sogar mit stilechtem Pisse-Glückstropfen in der Buchse).
Ich selbst erinnere mich noch zu gut daran, als ich einmal in einer alternativen Kneipe einem Spiel der Deutschen Elf beiwohnte und mich erdreistete, für das gegnerische Team Partei zu ergreifen. Die noch harmloseste Äusserung in meine Richtung, war die Frage nach meinem Pass. Zu meinem Glück -so vermutete ich- besaß ich einen Deutschen.
Aber hey, bekennende Deutsche meinen das nicht so. Sie sind freundlich und tolerant und können manchmal selbst nichts für ihr Verhalten. So gab der oben abgebildete Deutschland-Fan einem STERN-Journalisten auf die Frage „Und warum haben Sie den Hitler-Gruß gemacht?“ folgende vollkommen einleuchtende Antwort:

Das ging ganz automatisch.

(Selbstverständlich fügte er hinzu, dass er kein Nazi sei.)
Dass man ihm diese Antwort durchaus abkaufen kann, belegt z.B. ein Video von einer ganz normalen Deutschen Feierlichkeit:

Es scheint ein schlichter Automatismus, der sich mit diesem Landstrich Identifizierenden zu sein.

Ich für meinen Teil bevorzuge jedenfalls auch bei dieser EM wieder, den Fussball und seine bekennenden Deutschen Anhänger so gut es eben geht zu meiden. Hasse ich diese Horden, die sich nur zu gerne gegen alles als „anders“ Wahrgenommene verbünden (wie z.B. jetzt wieder in Leipzig), doch auch ohne das Runde Leder schon mehr als genug….

Freunde gab es nur im Westen

Als die Welt 2006 einmal zu Gast bei Freunden war:

(via Fuchschrift)

Farblich korrekt:


(via Merlin & Bünchen)

F.S.K. Flagge verbrennen (Regierung ertränken)