Süddeutsche Zeitung

Ab und an findet sich in der Süddeutschen auch mal etwas Lesenswertes:
1. Die Mär vom guten Patrioten

2. Fussballtaumel und Fremdenfeindlichkeit

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4 Antworten auf “Süddeutsche Zeitung”


  1. 1 KayOhKayn 21. Juni 2012 um 2:01 Uhr

    Hi,
    ich fand den Patriotismus-Artikel nicht besonders gut, weil er den positiven Bezug auf’s „eigene“ Land schlecht kritisiert.
    Zu seinem Ergebnis kommt der Artikel, weil er den Patriotismus an einem Maßstab misst: Wie stark ist „Fremdenfeindlichkeit“ bei Patrioten? Dabei wird gar nicht gesagt, warum Patioten „fremdenfeindlich“ sind, weil bloß eine Korrelation festgestellt wird und nicht der Grund für die Fremdenfeindlichkeit erklärt wurde. Man sieht auch, dass die fehlende Erklärung ein Problem darstellt: Nach so einer Korrelation, könnte es auch bloßer Zufall sein, dass Patrioten „fremdenfeindlich“ sind. Oder das Patriotsein wäre nicht der Grund, aber es wäre auch nicht zufällig, nämlich dann, wenn man feststellen würde, dass Patrioten besonders gerne irgendwas machen, was dann erst aus ihnen „Fremdenfeinde“ macht. Vielleicht würden sie das auch weiterhin machen, wenn sie keine Patrioten mehr wären und daher immer noch Fremdenfeinde bleiben.
    Wenn der Atikel und die Studien erklären würden, was Patriotismus ist, könnten sie daraus vielleicht schließen, warum die Leute „Fremdenfeinde“ sind.
    Weil der Autor einerseits den Patiotismus bzw. Nationalismus für den Grund der „Fremdenfeindlichkeit“ hält, andererseits aber ger nacht erklärt wie und warum die „Fremdenfeindlichkeit“ aus ihm folgen soll, kommet er am Ende auf einen Widerspruch: Eigentlich gäbe es zwischen Patriotismus und Nationalismus gar keine Grenze und beide würden „Fremdenfeindlichkeit“ hervorbringen, andererseits gäbe es doch einen Patriotismus der keine solche Folgen hätte und dementsprechend kein („fremdenfeindlicher“) Nationalismus sei. Das wären nämlich angeblich der Verfassungspatriotismus und der Geschichtsvergleichspatriotismus.
    Ich finde es gerade zu aufwändig auszuführen, aber ich glaube da verkehrt sich der Artikel gegen seinen Wunsch zu befördern, dass alle Menschen freundlich zusammen leben. Er erklärt nämlich diese beiden Formen des Patriotismus für nicht menschenfeindlich obwohl sie das doch sind: Beide Patriotismen beziehen sich nämlich positiv auf die Nation als Form der Gesellschaftsorganisation. Diese Organisation besteht darin mit anderen Nationen unter Verwendung der eigenen Reichtumsquellen in Konkurrenz um weitere Reichtümer zu treten oder zumindest die anderen Nationen vom eigenen Reichtum auszuschließen. Bei dieser Konkurrenz kommen millionenfach Hungertote und Elend für die Massen auf der Welt heraus, obwohl mehr Essen hergestellt wird, als Alle essen könnten.
    Insofern heißen diese Patriotismen eine Form gut, in der sich Menschen über den Zwischenschritt, dass sie eine Gesellschaftsorganisation gutheißen, die menschenfeindliche Resultate hervorbringt, selbst menschenfeindlich verhalten, weil sie diese Form der Gesellschaftsorganisation rechtfertigen, obwohl sie nicht notwendig ist und von den Menschen aufgehoben werden könnte, nur müssen sie dafür nicht bestimmte einzelne Gruppen für „minderwertig“ erklären oder so.

  2. 2 Golden Hours 21. Juni 2012 um 4:46 Uhr

    Gestern wieder:
    „“Warum Marx recht hat“ – Terry Eagleton predigt den bußfertigen Kapitalismus. Offenbar glaubt der englische Literaturkritiker, dass das Elend, das „Wirtschaftsführer“ im Allgemeinen sowie Rupert Murdoch im Besonderen in der Welt anrichten, bloß Verfehlungen wider besseres Wollen seien. Das hat etwas Absurdes.“

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/verteidigungsschrift-fuer-den-marxismus-mit-murdoch-fuer-eine-bessere-welt-1.1388796

  3. 3 Golden Hours 21. Juni 2012 um 4:50 Uhr

    @KayOhKayn

    Heitmeyer et al sind halt doch alles bürgeliche Soziologen und gute deutsche Staatsbürger und Demokraten.

  4. 4 Update2012 30. Juni 2012 um 16:07 Uhr

    nach dem die beiden artikel oben von 2006/07 sind hier das Update von 2012:
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/fahnenmeere-zur-em-party-patriotismus-ist-nationalismus-1.1394854

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