nachbearbeitung:

mein text zweck des trinkens sorgte ja für allerlei empörung. leider wurden die meisten missmutigen kommentare in einem beitrag hinterlassen, indem sie einfach nichts verloren hatten, weshalb ich mich erstmals gezwungen sah löschungen vorzunehmen. wären sie unter dem passenden eintrag geschrieben worden, hätte ich sie selbstverständlich stehen lassen.

lustigerweise ging diese empörung geradewegs am sinn meines textes vorbei, richteten sich meine ausführungen doch mitnichten gegen die floskel „ich kann auch ohne alkohol fröhlich sein“, welche zumindest für mich so wahr wie belanglos ist.
ich für meinen teil lache in meinem leben im ganzen natürlich immer noch öfter im nüchternen zustand, da ich in der relation gesehen wesenlich seltener trunken als klar bei verstand bin.
max goldts zeilen hatten vielmehr das fröhlich werden durch alkohol oder genauer gesagt ein „ich trinke um fröhlich zu sein“ zum thema.
fragen sie ruhig ihren psychotherapeuten. der wird ihnen sicherlich bestätigen, dass es für übellaunige menschen wahrlich effektivere mittel gibt um die stimmung zu heben und glücklich der ist, der solche nicht braucht oder gar nehmen muss um ein lebensfähiges niveau zu erreichen.
auch dürften ständig lachend und feixend durch die welt schlendernde alkoholiker eher rar gesäht sein, was ich gerade allerdings nicht empirisch belegen kann, zumal ich besseres zu tun habe als diese these unbedingt mit beweisen untermauern zu müssen.
aber ich schweife ab…

lange rede kurzer sinn:
einen text erst richtig lesen, bevor man meint wutschnaubend in die tastatur hämmern zu müssen, könnte manchmal hilfreich sein.

und trotzdem:
natürlich kann man meinen text als glorifizierung eines ab und an stattfindenden vollrauschs interpretieren, auch wenn ich es eher einen realistischen blick nennen würde und ein komplett asketisches leben ohne entgleisungen wäre das meinige nun auch wieder nicht!

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13 Antworten auf “nachbearbeitung:”


  1. 1 mtdf 21. Juli 2010 um 19:35 Uhr

    genau! erst lesen, dann denken, sich ggf. richtig anstrengen, dann nochmal nachkucken und dann schreiben! (gilt auch für bandnamen).

  2. 2 Rotzlöffel 22. Juli 2010 um 12:37 Uhr

    Ach, ich würd mich dafür gar nicht rechtfertigen, selbst wenn der Rausch glorifiziert worden wäre. Die Ursachen lasse ich aus Platzgründen mal weg, aber die Konsequenzen sollten jedem klar sein. Bewusstseinsverändernde Substanzen nimmt der mündige, selbstbestimmte Mensch aus einem einzigen Grund zu sich: um das Bewusstsein zu verändern.

    Und umgekehrt: Will der mündige, selbstbestimmte Mensch sein Bewusstsein nicht verändern, hat er zwei Möglichkeiten:

    a.) Er tut es nicht.
    b.) Er tut es trotzdem.

    Für Kategorie b.) gibt es professionelle Hilfe. Scheißt so ein Sozialarbeitermensch jedoch Leute der Kategorie a.) an, hat er evtl. den falschen Beruf gewählt.

    Oder so.

  3. 3 trollologin 22. Juli 2010 um 14:22 Uhr

    Wo ist in den Kommentaren zu dem anderen Text die wirkliche, böse Empörung?

  4. 4 kapsler hauser 22. Juli 2010 um 14:39 Uhr

    wie schonb gesagt, waren die in einem anderen beitrag, weshalb ich sie gelöscht habe…

  5. 5 e.r. 22. Juli 2010 um 17:23 Uhr

    gibt es eigentlich auch einen unterschied zwischen genuß- und zweckkoksern? die frage fänd ich spannender btw

  6. 6 trollologin 22. Juli 2010 um 17:48 Uhr

    Ach, gelöscht. Stimmt, das gibt es ja auch.

    Zur Koks-Frage: Vermute, das gilt eher für Speed, oder? Zweck-Koksen ist doch reichlich teuer. (Habe aber auch nicht das größte Faible für Koks, hab noch nie verstanden, warum Leute sich so etwas für teuer Geld kaufen).

  7. 7 e.r. 22. Juli 2010 um 18:21 Uhr

    würde eher sagen, speed ist absolut nur zweckorientiertes aufputschmittel (wie ritalin (fast selber wirkstoff) oder so), coca kann mann auch mal im stillen kämmerlein allein überdosiert zu sich nehmen – und bei lauter music böse abgehen, zugegeben….

  8. 8 Rotzlöffel 22. Juli 2010 um 19:55 Uhr

    Soso…“im stillen Kämmerlein“ alleine zu „lauter Musik“ abgehen. Die Typen sieht man ab und zu mit Trillerpfeife am Bahnhof nach dem Regenbogen greifen. :-X

  9. 9 kapsler hauser 22. Juli 2010 um 20:12 Uhr

    Nur ganz kurz: gelöscht wird hier eigentlich nix. War ne absolute ausnahme wegen trauer-eintrag, wo kein gebashe reingehört… Zum rest evt nach der tour mehr.

  10. 10 e.r. 22. Juli 2010 um 21:03 Uhr

    @rotzlöffel: nee, des sind eher die e-leute die du da diffmierst, oder diffamieren willst…. wathever

  11. 11 trollologin 22. Juli 2010 um 21:40 Uhr

    Ach – immer diese Geringschätzung der guten Droge Speed.

    Das liegt sicherlich am sozialen Kontext. Speed konsumieren nur Assis, man steht deswegen lieber auf Koks? Bonzen!

    Und sonst: Ich hab das mit dem Löschen jetzt auch gelesen. Stand ja in dem Beitrag. (Memo an mich selbst: Ordentlich (!) lesen)

  12. 12 classless 23. Juli 2010 um 8:06 Uhr

    Angetrunken finde ich den Unterschied zwischen Genuß und Effekt hilfreich.
    Stark betrunken finde ich den Unterschied zwischen Genuß und Effekt auf dem Weg zum Klo.
    Bekifft finde ich den Unterschied zwischen Genuß und Effekt albern.
    Auf Acid finde ich den Unterschied zwischen Genuß und Effekt gar nicht.

  13. 13 alkohol 02. August 2010 um 17:18 Uhr

    Antialkoholismus ist immer konterrevolutionär!

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