
als sich unser booker neulich einen „büro-raum“ angemietet hat, fragte ich mich noch, warum er sich das geld nicht lieber spart und -wie vorher auch- von zuhause aus seine arbeit verrichtet.
mitlerweile weiss ich wieder warum es absolut sinvoll ist, wohnraum und arbeitsplatz zu trennen, denn wer kennt nicht folgendes szenario:
man wacht morgens auf und weiss, dass man etliches zu erledigen hat. dann startet man das internet….
von jetzt an heisst es erst mal e-mails checken, bei myspace nach nachrichten gucken, bei facebook, in verschiedenen blogs und in den interressanten foren nach neuigkeiten schaun.
soweit noch kein problem, gäbe es nicht eine taste, mit der man die verschiedenen seiten immer und immer wieder aktualisieren kann, bis es plötzlich wieder abend ist, man überhaupt nichts auf die reihe bekommen hat und schlafen geht, bis am nächsten morgen das selbe szenario von vorn beginnt.
bei mir ist es derzeit so, dass ich an einem neuen album tüfftele, welches im frühjahr 2010 erscheinen soll.
hinzu kommt -seit die musik mehr geworden ist als nur ein hobby- allerlei papierkram usw, und dadurch passiert es leider nicht selten, dass sich die zu erledigende arbeit wie ein riesiger berg vor mir auftürmt und mich lähmt, wodurch ich in oben beschriebenes verhalten verfalle.
das soll und muss sich jetzt unbedingt wieder ändern.
bei allen 3 egotronic-alben verhielt es sich so, dass ich mir einen geregelten tagesablauf einrichtete. das funktionierte manchmal besser und manchmal schlechter, aber es funktionierte.
gut, damals gab es noch nicht so viel zu tun wie heute, aber das kann nur bedeuten, dass ich mich noch besser organisieren muss um den permanenten stress, den ich mir -indem ich wichtige sachen immer wieder vor mir herschiebe- mache radikal zu minimieren.
deshalb hab ich mir folgendes vogenommen:
da ich am wochenende in der regel konzerte spiele, nehm ich mir ab jetzt konsequent jeden montag frei und tue einfach nichts oder verschwende eben meine zeit im internet.
ab dienstag beginnt dann meine arbeitswoche, was soviel heisst wie:
zwischen 8 und 9uhr aufstehen, kaffee trinken und wärend dessen den üblichen internet-kram.
spätestens ab 10uhr beginne ich mit dem musizieren.
wenn irgendwelcher pappierkram usw zu erledigen ist, nehm ich mir 1-2 stunden um diesen abzuarbeiten.
in diesem punkt muss ich mich mit den anderen egotronics nochmal absprechen, damit mancher kram einfach schneller und für jeden unstressiger erledigt werden kann.
zwischen 17:30 und 18uhr beende ich mein tagwerk und hab dann zeit mich mit freunden zu treffen, zu lesen oder eben im internet zu surfen.
donnerstags abends will ich ausserdem wieder anfangen kampfsport zu trainieren.
ab freitags gehts dann wieder weiter mit konzerten, dj-gigs usw.
ich hoffe, dass ich durch diese art der organisation, alles wieder lockerer in den griff bekomme, zumal ich noch nie soviel vorlaufzeit für ein album hatte und mir deshalb viel zeit zum experimentieren bleibt und ich dann schon sehen werde, wohin die musikalische reise diesmal geht.
warum ich das ganze hier in meinen blog schreibe?
ums mir selbst immer wieder vor auge führen zu können….
na denn mal los!
p.s.:
am wochenende spielen wir soli beim antira-konzert in oschatz!
eigentlich sollte das konzert in mügeln (ja, genau das mügeln!) stattfinden, aber der bürgermeister dieses beschissenen kaffs steht anscheinend sehr auf seinen migrantenjagenden deutschen mob und hat den -erst zugesagten- veranstaltungsort dann doch nicht freigegeben… an dieser stelle ein freunliches „fuck you, drecksack!“ an eben diesen herrn bürgermeister!