egotronic vs stomper 98 (conne island):

als wir hörten, dass stomper 98 im conne island spielen sollen, intervenierten wir:
briefwechsel mit dem conne island!

hätten wir die stomper 98 antwort gekannt und gewusst das sie damit durchkommen wäre einiges anders gelaufen .
um den briefwechsel vollständig zu machen, blogge ich hier noch den brief, der jetzt auch ans conne island gegangen ist:

Liebe Freude der gepflegten Oi-Musik a.k.a Conne-Plenum,

wie wir erfahren haben, findet das Konzert mit Stomper 98 jetzt doch statt. Die von Euch als Vorraussetzung hierfür geforderte Stellungnahme habt Ihr ja inzwischen auf Eure Homepage gesetzt. Zunächst einmal vielen Dank dafür, da sind ja einige Schenkelklopfer drin enthalten, die es uns ermöglichten auch in diesen trüben Herbsttagen einmal laut und herzhaft zu lachen. Umso befremdlicher, dass Ihr die großartigste Passage aus dem Stomper – Brief für nicht gut genug gelungen haltet und sie einfach weg gelassen habt. Um auch den Rest der Welt zu erfreuen, möchten wir sie hier noch einmal zitieren:

Zum Thema EGOTRONIC haben wir uns auch mal die myspace-Seite der Band
angeschaut. Ein Video dort ist z.B. für uns kaum nachvollziehbar (Kokain aus dem
Intimbereich einer Frau schnupfen, was ist das denn bitte?).

Mehr haben sie nicht zu bieten? Da sind wir ja fast ein wenig enttäuscht und beleidigt, wurde uns doch auch schon so allerhand an den Kopf geworfen. Wir sind auf jeden Fall sehr amüsiert darüber, dass uns vorgeworfen wird, Torsun hätte im Video zu „Lustprinzip“ vom „Intimbereich einer Frau“ „Kokain“ gezogen. Nach Lektüre des ganzen Briefs verwundert es natürlich nicht, dass Stomper das doch recht stattliche Gemächt der so genannten „Frau“ übersahen, scheinen sie doch nach ihren Aussagen zu den von uns vorgetragenen Vorwürfen zu urteilen insgesamt relativ merkbefreit zu sein.

Natürlich wissen wir sehr zu schätzen, dass Stomper individuelle Lynchjustiz der rechtlich festgelegten Todesstrafe vorziehen. das ist genau der „Spiegel“, der der „Gesellschaft vorgehalten“ werden muss, keine Frage, oder seht ihr das eventuell doch anders?

Auch der Rest des Briefes könnte sehr lustig sein, wenn es nicht so irre traurig wäre, dass Ihr Euch von so inhaltsleerem Gesülze abspeisen lasst. Da wird Euer Schreiben gekonnt ignoriert, Bands wie die Upstarts und Stage Bottles (die werden sich bedanken….) als vermeintliche Zeugen herbeihalluziniert, die Vorwürfe an die Templars unter den Tisch fallen gelassen, auch zur Homophobie wird sich nicht geäußert (Doch halt, die ist ja auch OK, solange sie nicht auf der Conne-Bühne stattfindet). Man ist zu blöd sich die Websites seiner Labels anzusehen, mangelnde Fremdsprachen Kenntnisse verhindern eine Beschäftigung mit den Inhalten der Bands, die man covert, usw., usf. 1000 mal gehört, 1000 mal ist nix passiert.

Hätten wir nicht vorher ganz fest an die Restvernunft des Conne Island – Plenums geglaubt, hätten wir natürlich nie im Leben gespielt.

Kleiner Vorschlag zur Güte: Ihr macht einfach mit Eurer integrativen Sozialarbeit (oder wie immer man so ein umherlavieren nennen mag) weiter und wir belästigen Euch nicht länger mit unseren Bedenken und spielen in Zukunft in Leipzig anderswo. Unsere Zeit ist uns für so was nämlich zu schade und verarschen können wir uns selber.

Wir möchten diesen Brief mit einem kleinen, aber nicht sonderlich schweren Rätsel abschließen:

Was stammelt ein durchschnittlicher Deutscher, der auf das Thema Nazis angesprochen wird?

Tipp:
Auf dem ersten Egotronic Album befindet sich ein Song zur Bombadierung Dresdens, der mit eben dieser Antwort betitelt ist.

Oioioi, tatütata und trullala,

egotronic
frittenbude
produkt booking

Berlin 11.11.08

nachtrag von mir:
ich hab mich nach dem konzert im conne island mit einem skinhead unterhalten der dort arbeitete. das gespräch fand ich eigentlich ziemlich gut. er fragte, ob es okay wäre wenn stomper 98 und wir mal miteinander reden könnten und er würde sie ansprechen. ich sagte zu, bei einem zustandekommen mitzumachen. statt dem gespräch kam von der stomper 98 seite nur diese jämmerliche möchtegern-attacke gegen uns. seis drum… der worte sind jetzt geng gewechselt.

noch ein nachtrag:
jemand postete in der kommentarspalte einen videolink von einem stomper 98 konzert, den ich in den eintrag einfügen möchte.
viel spass bei solchen gesängen im conne island:

schnell sind sie ja! kaum hab ich das video gebloggt, gibts das nicht mehr online. auf dem video war ein livemitschnitt eines stomper 98 konzerts zu sehen bei dem das ganze publikum „scheiss auf die antifa, schalalalala“ sang!

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127 Antworten auf “egotronic vs stomper 98 (conne island):”


  1. 1 123 10. November 2008 um 18:40 Uhr

    was mich ja interessieren würde, macht man sich eigentlich strafbar, wenn man im video kokain konsumiert, bzw. hat man da mit durchsuchungen zu rechnen oder läuft das unter künstlerischer freiheit?

    ansonsten irgendwie ein bisschen unnötig, das ganze

  2. 2 kapsler hauser 10. November 2008 um 18:46 Uhr

    hat mich ach gewundert, dass bei den mengen die beim videodreh in sichtbar in umlauf sind, keine cops kamen. ;)

    ich finde nicht, dass es in diesem fall unnötig ist zu intervenbieren. das conne island ist schliesslich nicht irgendein laden.

  3. 3 Artur 10. November 2008 um 18:56 Uhr

    krass auch, das nichts passiert ist als die ganzen E’s durch die Rigaer flogen. ;-)

  4. 4 tropper.le 10. November 2008 um 19:24 Uhr

    So, das Conne Island hat schon öfter genervt, gerade um die WM 2006 konnte man echt nicht mehr hingehen. Aber irgendwo ist eine Linie, die ein linkes Zentrum nicht überschreiten sollte und die ist hier erreicht. Jetzt muss ganz klar gesagt werden, wo das Conne Island steht: Auf der Seite der Rechten, auf der Seite der billigen Ausreden, auf der Seite des offensiven Wegschauens, auf der Seite der Skinheadkultur, die in den letzten Jahren durch mühsame, kontinuierliche Arbeit zurückgedrängt wurde. Und genauso klar muss sein, wo man als Antifaschist, als Linker steht: Der Titel des „linken Zentrums“ darf nicht Freischein für jedes Scheißverhalten sein, im Gegenteil, Freiraum zu sein, muss bedeuten, dumme Rassisten, Sexisten, Nationalisten und Nazifreunde mit allen Mitteln zu bekämpfen und ihre Verantaltungen zu sprengen. Und wenn das CI ganz offensichtlich nicht weiß, wie sowas geht, haben Antifas ja noch ein paar Tage Zeit, um dem Conne Island Nachhilfe in Sachen Antifaschismus zu geben.

  5. 5 324 10. November 2008 um 19:26 Uhr

    Treppenwitz des Conne Island: Am Eingang zahlt man eine „Antifamark“.

  6. 6 123 10. November 2008 um 19:28 Uhr

    na dann werdet mal nicht zu bekannt, sonst gibts konequenzen wenn dann doch mal die vaterlandssecurity vor der haustür steht

    :D

  7. 7 w 10. November 2008 um 22:46 Uhr

    der c.i.-flyer november, in dem das stomper-konzert angekündigt wird, enthält bereits im editorial klärende worte:

    http://waiting.blogsport.de/2008/11/05/extrem-mitte/

    „Diejenigen, die unterm Antifa-Aktionslogo reisen, haben seit Jahren nicht mehr zu bieten als: Vernichtungsgelüste gegen „die Zone“ (abschalten, smashen, fluten…) und die Hochnäsigkeit gegenüber Mandy und Rico vom Lande, denen Adorno nicht ganz so wichtig ist, wie den wohlabgesicherten linken Studenten aus der Stadt.“

    vielleicht geht die antifa-mark ja mittlerweile an projekte zur akzeptierenden sozialarbeit oder die konrad-adenauer-stiftung?

  8. 8 flippflopp 10. November 2008 um 23:28 Uhr

    …und am 2.12. spielen „international noise conspiracy“ im conne island (hint, die haben u.a., als sie noch ne website hatten „electronic intifada“ verlinkt). verstehe wer will.

  9. 9 jan_l 10. November 2008 um 23:33 Uhr

    Sehr gut!

  10. 10 emma 10. November 2008 um 23:43 Uhr

    Ich find es ein bisschen schade, wie ihr, scheinbar voller Selbstgerechtigkeit, aufgrund einer Momentaufnahme, einen Laden verurteilt. Ist die Konsequenz nicht vorschnell? Meines Erachtens nach ist das Conne Island eine Bastion, die man nicht wegen dem, sicherlich nicht ganz unstrittigen OI- Konzept verurteilen/ abschreiben darf (aber soweit ich weiß, gibt es darüber schon ewig Diskussionen am C.I. & das Konzept hat definitiv Erfolge, haltet doch mal die Ohren in diese Szene).
    Klar ist, auch im Conne Island passieren Fehler (siehe z.B.: WM 06 (@ tropper.le: was hast du damals versucht, eingefordert, etc.?), aber es folgen Konsequenzen z.B.: EM 08), aber in Anbetracht einer gewissen Entpolitisierung von allen (!) Subkulturen und auch der linken Szene (Schlandweit!- maximal funktioniert noch eine Herunterrechnung auf das Prinzip Antifa) geht in dem Laden doch noch einiges und zumindest jedeR LeipzigerIn sollte dies bestätigen können (zumindest die Leute ohne „Antideutschen“ Hass ;) …).
    Ich finde, ihr solltet mit den Leuten dort im Conne Island weiter reden, von mir aus denen auch in den Arsch treten, aber nicht einen der letzten guten Läden abkanzeln! Liebe Grüße!

  11. 11 classless 10. November 2008 um 23:57 Uhr

    Puh, ich hab ja im Dezember dort einen Vortrag…

  12. 12 tee 11. November 2008 um 4:22 Uhr

    vielleicht geht die antifa-mark ja mittlerweile an projekte zur akzeptierenden sozialarbeit oder die konrad-adenauer-stiftung?

    die kommen zusammen mit der kohle von den ein-euro-jobbern und aus dem kulturetat der stadt in’s säckle, um irgendwann dickere boxen für die teuren rap- und oi-konzerte von wu-tangern und stompern oder eine grössere leinwand für em- und wm-spiele von nichtdeutschen mannschaften (man lernt ja dazu im conne island!) zu besorgen. oder eben um besagte texte dick im cee ieh zu drucken und umsonst verteilen zu können.

    … oder einfach damit classless mal wieder was ordentliches zu beissen hat ;)

  13. 13 oi oi katzenstroi 11. November 2008 um 4:24 Uhr

    Ach wie süß- Stomper 98, ihr Opfer. Symptomatisch für die deutsche Oi-Szene, die sich aufgrund eines dankbar aufgegriffenen kollektiven Good Night White White Pride-Stickers als per se antirassistisch deklariert…

    Übrigens, interessant dass das Foto von Sebi und Jens Brandt (Endstufe) auf einem Konzert der 4 Skins und Indecent Exposure entstand – belanglos, dass Indecent Exposure 1985 auf einem „Skinhead“-Festival (zusammen u.a. mit den Böhsen Onkelz und Kahlkopf) vor rund 700 hauptsächlichen Boneheads in Lübeck spielten und vor allem seit damals in Deutschland einen Kultstatus besitzen, dass sie zwei LPs auf Rock-O-Rama veröffentlichten, dass Rock Nord ihre CD als R.A.C.-Klassiker anpreist. Aber nun, das ist halt Oi.

  14. 14 scheckkartenpunk 11. November 2008 um 10:50 Uhr

    @ emma: wenn du das vorwort vom cee ieh liest, dann verabschiedet sich das conne island gerade von linken politischen ansprüchen, um eine akzeptierende sozialarbeit leisten zu wollen. „toleranz ohne gleichgültigkeit“ – wie das gehen soll wird hier eingeübt.

  15. 15 dissen 11. November 2008 um 11:05 Uhr

    kullakeks: „Puh, ich hab ja im Dezember dort einen Vortrag…

    Und da soll nach Thomas Maul und Egotronic ausgerechnet ein Konzert von ein paar dummen Skinheads dort der Skandal sein? Nicht, dass uns eine Konzertabsage gestört hätte, aber Wenn man sich anschaut, wer da sonst noch seine Blödheiten verbreiten darf, hat der Anlass der Empörung schon was Lächerliches.

    Und tee, das Island veruntreut Antifa-Märker, um damit Konzerte mit Morlockk Dilemma als Vorgruppe zu veranstalten? Cheeeaah, die werden uns am Ende gar sympathisch, wir wir lernten das Conne Island doch noch zu lieben :P Naja, zumindest wenn sie – wider Erwarten – zukünftig keine Leute ohne Klasse mehr einladen und kein Appeasement mehr gegenüber Leuten wie Egotronic betreiben.

  16. 16 kapsler hauser 11. November 2008 um 11:06 Uhr

    @ emma:
    nachdem das ci die stomper 98 antwort so akzeptiert hat, kommt es mir so vor als hätten wir als zukünftige zeugen für diese band herhalten sollen… ich fass es echt immer noch nicht und bin mal gespannt, ob sie unseren letzten brief in ihre doku mit aufnehmen.

  17. 17 lahmacun aka Laura 11. November 2008 um 12:24 Uhr

    klassenloser, am 15.12., stimmt’s? wie viele antifareichsmark … äh .. dollar werden einem denn abgepresst fürs kabarett?

  18. 18 lahmacun aka Laura 11. November 2008 um 12:30 Uhr

    und bin mal gespannt, ob sie unseren letzten brief in ihre doku mit aufnehmen.

    ich auch! was für ein nervenkitzel! *thrillthrill*

  19. 19 tp 11. November 2008 um 12:33 Uhr

    Auf dem Plakat zum Konzert von Stomper 98 steht dick drauf: „No racist scumbags!“ Ein Thomas Maul hätte also keinen Zutritt. Wieso gab es bei dem eigentlich keinen Aufschrei von euch? Weil er Haare aufm Kopf hat? LÄCHERLICH, das Ganze hier!

  20. 20 nonono 11. November 2008 um 12:40 Uhr

    „damit classless mal wieder was ordentliches zu beissen hat“

    Geht er dafür nicht arbeiten?

  21. 21 dissen 11. November 2008 um 12:42 Uhr

    Wieso gab es bei dem eigentlich keinen Aufschrei von euch? Weil er Haare aufm Kopf hat?

    Der Korrektheit wegen: weil seine Glatze nicht geschoren ist und er die unter ner hässlichen Mütze versteckt?

  22. 22 lahmacun aka Laura 11. November 2008 um 12:48 Uhr

    @nonono: aber doch nicht etwa lohnarbeiten?! – als klassenloser!

  23. 23 dissen 11. November 2008 um 12:49 Uhr

    damit classless mal wieder was ordentliches zu beissen hat

    Der bitet doch schon ständig, reicht doch.

    egotronic vs stomper 98

    Gibt’s das als Käfigkampf mit Massiv als special referee? Dafür würden wir sogar Eintritt inkl. Antifamark im Conne Island bezahlen – ausnahmsweise.

  24. 24 lahmacun aka Laura 11. November 2008 um 12:51 Uhr

    LÄCHERLICH, das Ganze hier!

    das ist doch gerade das positive an so ner realsatire.

  25. 25 Gunner 11. November 2008 um 13:30 Uhr

    denke ich an die realität hier muss ich kotzen

  26. 26 pören sünjer 11. November 2008 um 13:31 Uhr

    ui, jetzt kommen die abgeklärten berufsdisser.
    rabimmel, rabammel!

  27. 27 dissen 11. November 2008 um 15:03 Uhr

    Tja, da kommen solche schlechten Imitate des Oberralfs dieser Republik wie Du glatt ins Zittern.

  28. 28 dissen 11. November 2008 um 15:46 Uhr

    klassenloser, am 15.12., stimmt’s?

    Im B12 ist der Trittbrettfahrer beim Ladafahrer übrigens am 14.12. in seiner Eigenschaft als Entschwörungstheoretiker gefragt. Dort muss er dann nicht nur aufklären, warum im B12 der Kalender anders geht und der 14.12. nicht auf einen So., sondern auf einen Di. fällt, sondern gleich auch noch, weshalb ein Film über eine Wattenscheider Schule Auskunft über „ostdeutsche Verhältnisse“ geben soll.

    http://www.left-action.de/b12/programm.html

  29. 29 gschtompata 11. November 2008 um 15:54 Uhr
  30. 30 kapsler hauser 11. November 2008 um 16:42 Uhr

    @gschtompata:

    danke für den link. hab das video in den eintrag mit eingebaut.

  31. 31 ri0t 11. November 2008 um 17:37 Uhr

    mein „favourite“ von stomper in bezug auf homophobie ist ja eher „alle bullen sind schwul“

  32. 32 scheckkartenpunk 11. November 2008 um 18:01 Uhr

    „scheiß auf die antifa“ – na da kann doch der schreiber vom aktuellen editorial des cee ieh gleich mit einfallen in den glorreichen gesang, der die belange von silvio und mandy auch eher trifft.

  33. 33 skins gegen oi! 11. November 2008 um 18:44 Uhr

    diese scheisstypen von stomper ziehen das genauso seit zig jahren durch und schaffens in 98% der fälle auch noch damit.
    scheiss auf stomper, scheiss auf die oi-schiene des conne. danke egotronic und co!
    auf echte skinheads^^

  34. 34 Anonymes Wiesel 11. November 2008 um 19:09 Uhr

    Eigentlich können die eher froh sein, dass Stomper 98 nicht abgesagt hat, weil auch Bahamas-Fans im CI spielen..

  35. 35 xxxedgerxxx 11. November 2008 um 19:55 Uhr

    also das video ist leider down. was für n kack

  36. 36 fitzcarraldo 11. November 2008 um 19:56 Uhr

    das video ist tot.
    woher kennt man überhaupt solche Oi! bands? ;-)

  37. 37 kapsler hauser 11. November 2008 um 20:19 Uhr

    jau, das video ist leider wieder down… zeigte es doch nochmal eindrucksvoll, woher der politische wind bei ihnen weht!

  38. 38 . 11. November 2008 um 20:30 Uhr

    Das Conne Island war war halt mal ein linker Laden mit radikalem Selbstverständnis. Mittlerweile ergeht man sich dort lieber in regelrechter Geschäftemacherei, veranstaltungstechnischer Routine, Initiativen „gegen den Extremismusbegriff“ und der Bemühung, Preise für das Engagement gegen Extremismus verliehen zu bekommen…

  39. 39 kapsler hauser 11. November 2008 um 20:54 Uhr

    warum sind denn jetzt schon wieder 2 kommentare verschwnden? habt ihr die evt selbst gelöscht? ich wars definitiv nicht!!!

  40. 40 Andi 11. November 2008 um 21:03 Uhr

    „Video wurde vom Nutzer entfernt“

    Was‘n Zufall, wird doch klar wer der Nutzer ist oder wen er gut kennt!!!

  41. 41 nonono 11. November 2008 um 21:14 Uhr

    @Laura

    „aber doch nicht etwa lohnarbeiten?!“

    Es ist nicht direkt so dass er’s verstecken würde: http://www.classless.org/tag/okonomischer-gottesdienst/

  42. 42 lahnix 11. November 2008 um 21:39 Uhr

    scheiss aufs conne-island. spielt wieder im nato, wenn ihr in leipzig seid und alles ist gut, oder kommt am besten gleich nach erfurt oder weimar. sowas braucht doch wirklich kein mensch.

    und ja, wir hören neben egotronic auch gerne dropkick murphys und loikaemie und das wird wohl auch unter oi! eingestuft.

    wir konnten es im conne island nicht aushalten…aber das schruben wir ja itzend schonne hier im kanal…

  43. 43 ? 11. November 2008 um 23:59 Uhr

    @ „.“ :gehts noch?

  44. 44 flippflopp 12. November 2008 um 0:41 Uhr

    Mittlerweile ergeht man sich dort lieber in regelrechter Geschäftemacherei, veranstaltungstechnischer Routine, …

    Was isn das jetzt fürn Vorwurf?

    Was haltet ihr hiervon:

    Von der mystisch-gesellschaftskritischen Metapher sich abwendend, übernahmen sie die Verantwortung öffentlichen Denkens und stellten sich der dialogischen Pädagogik organischer Intellektueller im Sinne Gramscis.

    *kicher*

    Im Ernst: das die aktive Antifa in LE äußerst zahnlos wirkt (falls man sich überhaupt noch mal die Mühe macht und das Haus verlässt) kann man dem Island nicht anlasten, da werden zu viele Töpfe aufgemacht. Die Nato oder das UT, Ilses Erika oder die Distillery als Alternative zu nennen ist auch äußerst Platt, schließlich erfüllen die Läden doch nur die Erwartungen weil es an sie eben längst nicht solche wie sie es an das Aushängeschild „Conne Island“ gibt (zumindest kann man den Läden nicht unterstellen sie würden überhaupt Politik führen bzw versuchen, auch wenn sie sich in dem Kontext (verhältnismäßig!) kooperativ zeigen). Das also im und um Conne Island Diskussionen stattfinden bleibt ein Herausstellungsmerkmal. Das ich allerdings aus dem Island-Umfeld in letzter Zeit immer häufiger die Antwort gehört hab, dass ‚die im plenum sich schon was dabei gedacht haben‘ find ich nicht weniger denkwürdig, zeugt die Antwort doch von einer gewissen Ratlosigkeit. Letztlich find ichs allerdings auch wichtig das Cee Ieh (als Diskussionsplattform) und das Conne Island-Plenum über einen Kamm zu scheren, spricht der Cee Ieh doch letztlich nicht für das Conne Island (siehe u.A. hier). Also, bitte, schlagt euch, und zwar heftig, sonst gehts am Ende noch weiter wie bisher. Ich buch schon mal Club-Urlaub. Danke.

  45. 45 Antifa-Mark 12. November 2008 um 1:17 Uhr

    Wer braucht das Youtube-Video, wenn’s das Ganze auch nochmal schriftlich gibt:
    http://abgefuckt-liebt-dich.de/gruppen_anzeigen_foren_beitrag.php?GID=9205&session=&ID=2262285

  46. 46 Icke 12. November 2008 um 1:35 Uhr

    also langsam aber sicher wird es echt lächerlich hier oder ?

  47. 47 flippflopp 12. November 2008 um 1:43 Uhr

    nanu? hier das href zum hier: http://conne-island.de/nf/155/3.html (und „nicht über einen kamm zu scheren“, natürlich)

  48. 48 lahnix 12. November 2008 um 2:12 Uhr

    ich komme gerade nicht wirklich mit!

    was hat das alles mit der antifa zu tun, wenn die leute von conne-island solch eine band(e) rein nehmen, um zwei mark mehr zu verdienen und sich somit das übliche gesocks nachzieht?

  49. 49 Icke 12. November 2008 um 2:23 Uhr

    mmh, ihr veröffentlicht nicht jeden eintrag oder? komisch. ihr wollt halt nur das sehen, was ihr sehen wollt. und ansonsten haltet ihr die ohren und augen zu. klagt eine antirassistische skinhead band an, ihr habt sie ja nicht alle, sorry..

  50. 50 flippflopp 12. November 2008 um 2:30 Uhr

    was hat das alles mit der antifa zu tun

    Kurz gedacht: die Läden sind nur so gut wie die lokale Antifa, das trifft grade Institutionen wie die hier diskutierte; schlimm genug dass es hier Skandale wie diesen hier benötigt, dass das auf den Tisch kommt. Zu sehr verkürzt? Vielleicht auch nur etwas was ich mal loswerden musste. Das man den den Laden auch ohne Skins voll kriegen zeigt sich denke ich an, äh, Beatsteaks, Subways und Benefizdisse. Auch ne form von grusel, aber ich folge da doch eher der ‚integrativen sozialarbeits‘-argumentation — die Mark ist geschenkt, den Umsatz gibts auch mit weniger Ärger. (Oder war der ärger bisher nur nicht groß genug?)

    P.S. Ich glaub niemand hier hat was gegen antirassistische, antifaschistische und vielleicht noch nicht-homophobe (feministische?) Skins!

  51. 51 lahnix 12. November 2008 um 3:53 Uhr

    ich würde „die läden“ nicht unbedingt mit der lokalen antifa vergleichen wollen, aber ich bin eh nur ein schreibtischtäter, der ungerne zulangt und hab alles gegeben, damit unsere gruppe so früh als möglich aus dem laden verschwindet, da mir das ganze drum herumgewichse nicht koscher war.

    wirklich toll, daß ich mittlerweile auch erfahren habe, warum das so war.

    schlecht, daß egotronic nicht den pops in der hose hatte, auf diesen termin im vorfeld zu verzichten und den entscheidenden finger gezeigt hat.

    wenn ich diesen briefwechsel vor zwei wochen gelesen hätte, wären sicherlich mindestens 7 unserer Leute weniger in Leipzsch angereist.

    was das conne-island betrifft, sollte man sich eventuell noch einmal an anderer stelle kurz schließen. ich/wir haben etwas anderes erwartet, als wir uns nach leipzig (das erste mal ins conne-island) zu egotronic aufgemacht haben. (das wäre nicht passiert, wenn egotronic vorher abgesagt hätte!)

    wie auch immer…..man sieht sich….bei egotronic….

  52. 52 tee 12. November 2008 um 4:21 Uhr

    @ flippflopp: die anderen läden müssen sich einfach nicht an irgendeinem anspruch wie dem des conne island messen lassen, den es seit jeher stolz vor sich her trägt (und sich mit der antifamark (mindestens symbolisch) bezahlen lässt). ganz einfach.

    Letztlich find ichs allerdings auch wichtig das Cee Ieh (als Diskussionsplattform) und das Conne Island-Plenum [nicht] über einen Kamm zu scheren, spricht der Cee Ieh doch letztlich nicht für das Conne Island (siehe u.A. hier).

    tja, falsches konzept würde ich sagen. der cee ieh ist der newsflyer des conne island. punkt.
    sollen sie halt wie andere auch ’ne zeitung machen um ihren teilweise rassistischen rotz unter die leute zu bringen. aber nicht von meinen (antifa-)steuergeldern ;)

    das conne island leistet sich doch regelmässig solche „skandale“, die dann ob ihrer steigenden frequenz immer weniger wahrgenommen werden. wer hinterfragt schonmal kritisch ihre „selbstkritik“ bzgl. der wm und ihre daraus folgende em-politik (die ebenso wie die ausladung von roger vom blumentopf nur den oberflächlichen (antideutschen) glanz wieder herstellen sollte) oder veranstaltungen wie jüngst jene mit thomas maul?! da zeigt sich schon seit jahren, dass das conne island nichts gegen nationalismus, rassismus und sexismus hat, solange es nicht am ruf (und somit indirekt der kasse) des conne island selbst kratzt.

    ach, und icke:

    ihr wollt halt nur das sehen, was ihr sehen wollt. und ansonsten haltet ihr die ohren und augen zu. klagt eine antirassistische skinhead band an, ihr habt sie ja nicht alle, sorry..

    nur weil die „racist scumbags not welcome!“ auf ihre plakate schreiben streicht das alles was sonst „gegen sie“ vorgebracht wurde durch?!

  53. 53 dissen 12. November 2008 um 6:13 Uhr

    Mal schauen, ob der geplante Auftritt von Morlockk Dilemma im CI ähnlichen Anlass zum Amusement bietet. Material dafür, sich mal wieder politisch wahlweise ganz realistisch als subkultureller Sozialarbeiter oder als geschockter Mahner und Wahrer linker Standards zu profilieren, nachdem man sonst immer bürgerlichen Mist nicht nur zulässt, sondern auch selbst verzapft, lässt sich schließlich auch bei dem finden:

    http://www.magistrix.de/lyrics/Morlockk%20Dilemma/Gentleman-263876.html

    Und man kann dann nicht nur pflichtschuldig Engagement gegen Rassismus, Faschismus und Homophobie abhaken, sondern endlich, so gerade noch ganz knapp vor Jahrensende, auch das gegen Sexismus. Linke Pflicht, zumal für die Öffentlichkeit, erfüllt, nichts begriffen. So let’s get it on!

    -----
    Zur Vermeidung von Missverständnissen: womit unsererseits gerade nicht bestritten werden soll, dass der Text sexistisch ist, z.B., weil er Frauen darauf reduziert, dafür da zu sein, Morlockks Geilheit zu befriedigen, weshalb es auch egal ist, wenn die das gar nicht wollen:

    Ich schieb dir mein Glied rein wie ein Schwein
    Und dann siehst du es ein
    Ich akzeptiere kein Nein!

  54. 54 dissen 12. November 2008 um 6:16 Uhr

    oder kommt am besten gleich nach erfurt oder weimar

    Denn da gehör‘n se hin!

  55. 55 lahmacun aka Laura 12. November 2008 um 9:46 Uhr

    dissen: der text ist sexistisch.
    dissen: wenn man das kritisiert und gegebenenfalls zum schluss kommt, derlei keine plattform zu geben, hat man nichts begriffen.

    ich begreife dissen grad nicht.

  56. 56 scheckkartenpunk 12. November 2008 um 11:43 Uhr

    dissen macht halt nen unterschied auf, ob nur texte sexistisch sind oder ob das dann auch noch realisiert wird. neben ihrer glorifizierung von vergewaltigung auf dem eigenen ex-blog geht es hier halt weiter. daß dir dazu nichts weiter einfällt, als daß du die hohlbratzen nicht begreifst kommentier ich mal nicht weiter.

    @lahnix: der eigene anspruch des conne island ist ja antifaschistischer konsens. daran muß es sich halt messen lassen.

  57. 57 dissen 12. November 2008 um 11:46 Uhr

    Der Witz ist doch, dass da nie was kritisiert wird. Sieht man halt exemplarisch an Egotronic: „Den Satz könnten auch Nazis rufen“, uhhh, was für ein Einwand. Eben weil es nie um eine Kritik verkehrter Inhalte geht, sondern um die eigene politische Profilierung. Das CI ist dann sozialarbeiterisch stolz darauf, Jugendkulturen ihre Idole zu präsentieren, die für einen Abend dann vielleicht mal den einen oder anderen Song stecken lassen und so auf diese „einzuwirken“. Sie also gar nicht ernst zu nehmen, sondern ihnen einerseits die Idole als Autoritätsargument zu präsentieren (schaut mal, wie cool wir sind, dass wir Konzerte mit denen organisiert bekommen) und ihnen andererseits auf die pädagogische/ manipulatorische Schiene kommen zu wollen, dass wenn das Idol mal auf unlinke Äußerungen verzichtet, sie das ja auch machen könnten. Und überhaupt: alle gemeinsam gegen Nazis!

    Und Egotronic ist da eben auch bloß in der Mittelwahl anders. Sie präsentieren sich selbst als Autoritätsargument, nicht mehr so mit Bands zu bündeln, die Äußerungen tätigen, die auch Nazis tätigen könnten – also demokratisch-nationalistische – denn sonst ist man nicht mehr so cool, des ohnehin sehr fragwürdigen Genusses von Egotronic würdig zu sein. Denn links-antideutsch-antifaschistisch-zugedröht ist ja hip und daher: alle gemeinsam gegen Nazis, mit denen bündelnde Abweichler raus!

    Beiden gemein ist, dass sie sich kritisch auf Künstler beziehen, um an denen ihr politisches links-antideutsch-antifaschistisches Profil aufzuzeigen, weswegen da auch nie mehr kommt, als dass diese nicht links-antideutsch-antifaschistisch wären, sie also von den Standards abweichen, auf die man sie daher entweder wenigstens temporär verpflichten, oder sie und deren Kollaborateure ausgrenzen muss. Umgekehrt geht denen damit jeder Scheiß durch, sobald er auf links-antideutsch-antifaschistisch präsentiert wird, etwa wenn Thomas Maul das deutsche Grundgesetz gegen die fiesen Muselhorden durchgesetzt sehen will und seine kritischen Claqeure um Publikum diese besser überwacht haben wollen. Oder wenn im Cee Ieh mehr Überwachung begrüßt wird, weil die einen ja vor fiesen Muselattentätern schützt. Oder wenn sich solidarisch mit Nationalstaaten erklärt wird. Oder, oder, oder … Als würde das CI-Plenum je einen Justus Wertmüller das Aufsagen bestimmter Positionen verbieten, oder ein Torsun wegen dem das Island boykottieren (nicht, dass wir das sinnvoll fänden – das soll die Heuchelei aufzeigen).

    Wie Du darauf kommst, Lahmacun, dass man den Text nicht kritisieren sollte, wie Du also auf Dein selbstverschuldetes Verständnisproblem kommst, ist uns dann wiederrum unverständlich. Wir haben doch sogar, wenn auch nur kurz, eine Kritik an dem gesagt. Okay, in einem der obigen Kommentare steht, dass wir die Veruntreuung der Antifamark für Dilemma-Konzerte begrüßen würden, aber das war in erster Linie ein Diss gegen die Antifa und in zweiter Linie ein Ausdruck davon, dass wir ihn für einen guten Rapper halten. Jetzt klar?

  58. 58 dissen 12. November 2008 um 11:59 Uhr

    Ach pankie, das hatten wir doch schon x-mal erklärt. Aber wir machen das für Dich auch gerne noch mal mit expliziten Lyrics: Wir würden den Diss heute auch nicht mehr so schreiben (darum ist der Blog auch tot), weil es keinen Grund gibt, Kulla über seine Freundin anzugreifen, wenn er mal wieder inhaltliche Mist verzapft, aber Vergewaltigung … lächerlich. Das war halt dummes Gepose damit, dass wir viel männlicher als der wären und so, weswegen der Wille bei der da wäre. War halt doppelt blöd, zum einen weil es weg vom Grund des Gedisses geht und zum anderen, weil es dann solche Unterstellungen braucht, um nen Maßstab fürs Gedisse zu haben. Als wäre es, selbst wenn es stimmen sollte, ein Einwand gegen Kulla, dass er nicht männlich genug ist, es seiner Freundin zu besorgen und als würde das für unsere Kritik an ihm sprechen, dass wir es im Gegensatz dazu wären. An Kulla stört uns doch nicht das, sondern, dass er ein blöder Poser ist, dass er Parteigänger des demokratischen Imperialismus‘ gegen China ist, dass er Staatsfan ist, dass er Features mit Egotronic macht, … Jetzt klar?

  59. 59 nonono 12. November 2008 um 12:17 Uhr

    „ein Einwand gegen Kulla“

    Hallo? Kulla ist doch kein Argument, sondern eine Person. Aber diese Verwechslung erklärt natürlich einiges, Herr d-Punkt.

  60. 60 lahmacun aka Laura 12. November 2008 um 12:45 Uhr

    Jetzt klar?

    entweder alles prüfen (ok). oder nichts (bullshit).

    aber das war in erster Linie ein Diss

    wenn man zum dissen auch mist verzapft, ist man selber schuld, wenn man dann missverstanden wird. alles klar?

  61. 61 scheckkartenpunk 12. November 2008 um 13:01 Uhr

    @dissen: in deinem zitat feierst du ganz klar eine schädigung ab. damit zeigst du zwar auch schön auf, daß es beim gsp halt auch den theoretischen imperativ gibt alles rational und verargumentiert zu betrachten und dann eine teilweise praxis, in der das dann nicht mal im ansatz passiert. das eine sind halt äußerungen in gsp-bezogenen texten, das andere äußerungen wo der maßstab dann auf einmal nicht mehr gilt. die rationalität fungiert halt auch als moralismus.

    was deinen einwand „so argumentieren nazis auch“ betrifft: das ist ein verkürzter verweis auf das ergebnis dessen, was linker standard ist. da muß nicht jedesmal – zumal gegenüber sich selbst als links verstehende veranstalter – die ganze diskussion dazu aufgemacht werden. so standards können erstmal als bekannt vorausgesetzt werden – wenn dann defizite erkennbar werden, dann muß da halt die begründung nachgeschoben werden.

    auf alle fälle taugt ein festmachen an so einem verweis nicht als argument, sondern ist nur argumentfreie denunziation.

  62. 62 lahmacun aka Laura 12. November 2008 um 13:22 Uhr

    mgekehrt geht denen damit jeder Scheiß durch, sobald er auf links-antideutsch-antifaschistisch präsentiert wird, etwa wenn Thomas Maul das deutsche Grundgesetz gegen die fiesen Muselhorden durchgesetzt sehen will und seine kritischen Claqeure um Publikum diese besser überwacht haben wollen.

    zustimmung.

    aber: dissen geht dafür jeder scheiß sexistische deutschrapper durch. weil „guter rapper“. ist maul ein guter redner?

    inhalt? prüfen?

  63. 63 dissen 12. November 2008 um 13:58 Uhr

    Pankie, wo siehst Du denn ein Abfeiern des Zitats/ der in ihm benannten Handlung? Nazis könnten auch sagen, das schwarze Klamotten chic sind. Ist das jetzt ein Einwand gegen diese, möglichst noch einer, der auf bereits gelaufenen Diskussionen beruht?

    no-Punkt, einen Selbstdarsteller wie Kulla kann man schon in seiner Gesamtheit als Autor, Musiker, Entschwörungstheoretiker, Vortragsschauspieler und Imperialismusfan kritisieren, weil das alles seiner Selbstdarstellung dient. Dass die jeweiligen Inhalte dann auch noch separat kritisiert werden können und dass die Kritik an Kulla diese noch nicht widerlegt, stimmt aber.

    @ Lahmacun: Bei Thomas Maul geht es weder ihm noch uns um Unterhaltung, sondern um die Inhalte, weswegen wir bei dem auch nicht bereit sind, vom Inhalt zu abstrahieren. Bei Rappern umgekehrt schon. Wobei es stimmt, dass man damit dann eine interessierte Haltung zu denen einnimmt, die mit Objektivität und Kritik nix mehr, aber mit dem Unterhaltungsinteresse alles zu tun hat.

  64. 64 nonono 12. November 2008 um 14:00 Uhr

    d-Punkt, du kannst trotzdem keine Person widerlegen. Du bist einfach besessen, Mann.

  65. 65 oi! the greyzone 12. November 2008 um 14:07 Uhr

    Weitere Infos zum Stomper-Konzert findet Ihr nun hier:

    Rechtsoffenes Oi!-Konzert im Conne Island
    http://de.indymedia.org/2008/11/232357.shtml

    oi! the greyzone
    http://oithegreyzone.wordpress.com/

  66. 66 lahmacun aka Laura 12. November 2008 um 14:07 Uhr

    „unterhaltung“ vs „inhalte“.

    als würden in ner serie oder nem lied oder in der popkultur insgesamt keine inhalte vermittelt. sorry, aber das ist doch nicht haltbar.

    und wie kommt man überhaupt drauf, bestimmen zu können, was für x oder y unterhaltend ist, und was nicht? und sollte man sich nicht mal die frage stellen, ob nicht auch inhalte unterhaltend sind?

  67. 67 lahmacun 12. November 2008 um 14:09 Uhr

    ich bin im spam gelandet :(

    @nonono: ich auch. was freu ich mich auf den 15.12.!

    jaja, das ist der kommunismus!

  68. 68 kapsler hauser 12. November 2008 um 14:15 Uhr

    ja, ich versteh den spamfilter nicht. manchmal fängt er kommentare von leuten von denen er andere durchlässt. :(

    seis drum, sobald ich welche im filter finde schalte ich sie frei. das kann halt manchmal etwas dauern, da ich natürlich nicht ständig online bin.

  69. 69 besserscheitern 12. November 2008 um 14:17 Uhr

    „die rationalität fungiert halt auch als moralismus.“ – So knapp und bündig hätt ich das auch gerne formuliert gehabt in meinen GSP Bauchschmerz“dichtungen“. ;)

  70. 70 bigmouth 12. November 2008 um 15:25 Uhr

    dissen: sollte man auch nazibands im CI auftreten lassen, wenn die nru ausreichend vielen leuten musikalisch behagen? kann man ja auch vom inhalt abstrahieren…

  71. 71 bigmouth 12. November 2008 um 15:27 Uhr

    PS: und lassen sie das „wir“, eure majestät! oder ist dissen gar dein mr. hyde zu deinem sonstigen dr. jekyll?

  72. 72 oh man 12. November 2008 um 15:45 Uhr

    oh man, ihr zieht hier über einen laden und dessen plenum her, von dem der großteil von euch (das behaupte ich jetz einfach mal) keine ahnung hat. ihr kennt den laden nur von außen, und be/bzw. veruteilt etwas mit Fakten, welche ihr aus Papier kennt das zum großen teil (!!) aus halb-,unwahrheiten und diffamierungen besteht. Ich möchte eines klarstellen: Die Vorfälle mit Stomper (das Foto mit dem Endstufe-Sänger etc.) sind natürlich nicht von der Hand zu weisen, und ich möchte hier auf keinen Fall meine Hand für diese Band ins Feuer legen, aber ihr könnt euch sicher sein, dass eine Diskussion/Auseinandersetzung mit der Band Stomper 98 und innerhalb des Plenums stattgefunden hat. Dokumentiert ist das Ganze hier:

    http://conne-island.de/nf/159/5.html
    oder hier:
    http://www.stomper98.de/Deutsch/Frameset.html

    Hier wird gerade so getan, als wäre das Conne Island ein Grauzone-Laden, in dem jedes Wochenende ein rechtsoffenes-OI-Konzert stattfinden würde, und Nazis dort ein- und ausgehen. Was ihr da behauptet ist einfach Schwachsinn, es ist sogar die Rede davon, dass der Antifa-50er am Eingang überhaupt nicht für das verwendet wird, für was er (laut Bedeutung seines Namen) eigentlich verwendet werden müsste. Das sind schlicht falsche Behauptungen. Jeder der öfter dort ist, bzw. sich intensiv mit dem conne Island auseinandersetzt weiß das. Durch so eine Scheiße entsteht die Hetzte gegen einen Laden, der seit Jahren für sein politisches Engagement und sein politisches Handeln bekannt ist. Ihr hört nur das, was ihr hören wollt, nämlich dass was euch die verfasser dieses beschissenen hetzpamphlets vorsetzen.
    Und nochmal: ich mag die Band Stomper auch nicht, die Vorwürfe gegen die Band sind alle nicht unbegründet, nur finde ich das Konzept, welches das CI in Bezug auf Skinhead-Subkultur/Szene fährt keine Schlechtes.
    und natürlich sind mir konzerte mit egotronic auch lieber ;-)

  73. 73 dissen 12. November 2008 um 16:04 Uhr

    @ Lahmacun:
    als würden in ner serie oder nem lied oder in der popkultur insgesamt keine inhalte vermittelt. sorry, aber das ist doch nicht haltbar.

    Wenn von Inhalten zu Unterhaltungszwecken abstrahiert wird, ist deren Existenz ja anerkannt und nicht bestritten.

    und wie kommt man überhaupt drauf, bestimmen zu können, was für x oder y unterhaltend ist, und was nicht?

    Durch das, was sie dazu aussagen. Nur ging es hier nicht um X oder Y, sondern um uns.

    und sollte man sich nicht mal die frage stellen, ob nicht auch inhalte unterhaltend sind?

    Ja, das wird sicher bei nicht wenigen Xs und Ys so sein.

  74. 74 dissen 12. November 2008 um 16:14 Uhr

    @ no-Punkt: „d-Punkt, du kannst trotzdem keine Person widerlegen.

    Aber dissen! S. auch http://dissen.wordpress.com/about/

    @ bigmouth: Uns ziemlich egal, welche Bands im Island spielen, wir gehen da eh nicht zu den Konzerten. Aber wenn man dort Demokraten wie Thomas Maul oder Hannes Gießler reden lässt und Staatsfans wie Egotronic die Leute vollfietschen dürfen – und das alles ganz explizit gewollt so! –, mit welcher Begründung soll dann ausgerechnet eine Naziband dort nicht spielen dürfen? Ach ja, klar, weil das der ungehörige (weil historisch erfolglose) Weg war, Deutschland voranzubringen …

  75. 75 flippflopp 12. November 2008 um 18:15 Uhr

    Ach, der Hannes…. Widerlegt den doch mal, ich befürchte ja fast der würde sich freuen. Wie gut übrigens das Leute die nicht so fest in der (vermeintlichen) Szene stecken den Banhöfen folgen können — wozu die ganzen Personalia? ;)

  76. 76 nonono 12. November 2008 um 21:55 Uhr

    @d-punkt

    Dass du besonders gut dissen kannst, ist bisher aber bloße Behauptung. Dazu machst du dich selbst viel zu nackig dabei. Das ständige „wir“ und diese ganze Zwanghaftigkeit…

    Naja, wenn man 24/7 mit dem „Verfolg“ des Kommunismus beschäftigt ist, wird man wohl irgendwann so.

  77. 77 dissen 12. November 2008 um 23:48 Uhr

    Besonders gut war ja auch nicht die Behauptung, aber seit wann muss man für classless besonders gut sein?

  78. 78 w 13. November 2008 um 0:45 Uhr

    halt einfach die fresse, mpunkt.

  79. 79 nonono 13. November 2008 um 10:14 Uhr

    Wenn du mit „können“ bloß die Möglichkeit meinst, ist dir das natürlich unbenommen. Und das heißt, dass du auch keine Ausrede brauchst.

  80. 80 Adorno 13. November 2008 um 10:15 Uhr

    S-Punkt, du nervst echt mit deinen comments. Halt bitte auch die Fresse.

  81. 81 Antifaschist 13. November 2008 um 15:11 Uhr

    Also ich muss mal sagen, dass hier so einige leute anscheinend keine alltagsprobleme zu bewälltigen haben, denn ansonsten würde nicht eine seite wie die „grauzone“ noch so schnell hochgeschossen, das „rote hetzpamphlet“ überall hochgeladen.Ihr müsst zeit haben. Übrigends find ich es eine frechheit von den machern dieses pamphlets, forderungen zu stellen und dann anonym zu bleiben…feige ,lächerlich und rückgradlos. Wie könnt ihr die entlassung von leuten fordern??? verstehe ich echt nicht…oder wird hier evtl. ein persönliches problem von jemanden mit jemandem zu einem „politischen“ hochstelisiert??? kommt mir so vor wenn ich dieses „pamphlet“ lese. finde die ganze sache lächerlich. meine meinung ist, lieber ne skinband die antirassistisch ist (und das sind stomper 98 und templars) spielen lassen als auf ein anonymes schreiben…

  82. 82 rude raver 13. November 2008 um 18:56 Uhr

    gähn

  83. 83 rude raver 13. November 2008 um 19:10 Uhr

    aber einfach sagen wenn ih bis dienstag nichts hört geht ihr davon aus das stomper abgesagt ist und ihr dann trotzdem auftretet war ja nun auch nicht die radikalste ansage oder? und nachher kann sich ja genug ohne entscheidung aufgeregt werden. was heisst das für die zukunft?

  84. 84 kapsler hauser 13. November 2008 um 20:29 Uhr

    @ rude rave:
    es war doch anders! wir bekamen nen brief vom CI in dem sie knallharte forderungen an stomper 98 stellten. damit waren wir zufrieden, konnten wir doch nicht ahnen, dass sie plötzlich mit so einem wischiwaschi einverstanden sind.

  85. 85 rude raver 13. November 2008 um 20:59 Uhr

    ok. es hörte sich von euch so an wie „entweder die oder wir!“. seid ihr davon ausgegangen die band antwortet nicht und der gig wird ihnen abgesagt?

  86. 86 kapsler hauser 13. November 2008 um 22:19 Uhr

    wäre stomper 98 auf die vorgetragenen fakten im brief vom CI eingegangen und hätten sie entkräftet, oder einfach eingestanden früher mal scheiss gebaut zu haben und hätte sich dann noch klar positioniert, wäre alle okay gegangen. wir dachten ganau das fordert auch das CI (so kams im brief zumindest rüber). dass sie sich dann mit so einem schmuh zufrieden gaben, konnten wir nun wirklich nicht verstehen. deshalb die reaktion.

  87. 87 rude raver 13. November 2008 um 22:53 Uhr

    dit verstehe ich. teilweise sind sie ja drauf eingegangen, allerdings kann man die briefwechel jetzt noch nicht als diskussion betrachten. klar bleiben da fragen offen.

  88. 88 Dr. Desmond Decker 14. November 2008 um 11:33 Uhr

    Dr. Desmond Decker

    Für die Nerd-, Hosnbisla- und Nixchecker-Fraktion, die ihre Zeit damit verbringt, sich jeden Tag wieder in Pinky-und-Brain-Manier zu erheben und die Weltrevolution durch wahlweise in verkacktem Links-Sprech oder Psychoanalytiker-Jargon verfassten Scheiß-Texten zu starten: Wir aus der Real World, die aus reinstem egoistischsten Interesse uns Orte in dieser durch und durch kaputten Welt wünschen, wo man seinen Vollrausch nicht neben einem Rassisten, sondern vielleicht nur neben einem pickligen GSPler in Motorhead Shirt oder einem peinlichen antideutschen 14-jährigen Nu-Rave Gymnasiasten runterdrücken muss, um den Schmerz nicht so sehr zu spüren, und trotzdem unseren Elfenturm verlassen wollen, haben nun mal ein Problem damit, wenn eine Hirnwichskapelle wie Stomper98 an einem Ort spielt, den wir eigentlich gerne besuchen.
    Dieses Problem hat nichts damit zu tun, dass wir das CI für eine Keimzelle der Revolution halten würden, die hier verraten wird, noch damit, dass wir zwischen Demokraten und Faschisten allzusehr große Unterschiede entdecken würden.
    Wenn ihr Kackbratzen also diese Aktion, die bislang von Leuten unterschiedlichster kommunistischer und antifaschistischer Coleur, die was gegen die bürgerliche Menschensortiererei und ihre faschistische Eskalation haben, getragen wurde, mit eurem ewig gleichen Bullshit zerreden wollt, dann ruft doch bitte bei der Jungle World an und beschwert euch oder schreibt einem der Konrekt-Rassisten einen Leserbrief oder was auch immer – will sagen, geht Leuten auf die Nerven, die eh kein praktisches Interesse (mehr?) daran haben, in diesem Leben noch zu irgendwie besseren Lebensumständen zu gelangen. Wem aber daran gelegen ist, seine Lebensbedingungen nicht unnötig weiter verrotten zu lassen, und wessen Radikalitäts- und Coolnesspolster dick genug ist, auch mal ganz profan einem Nazi im fight für das eigene right to party in die Fresse zu geben, einfach nur weil es sich so besser feiert, statt in einem tollen blog eintrag, den eh nur die 3 nerd freunde aus dem x-berg chat / aus der world of warcraft gilde lesen , mal wieder die einzig richtige form der weltrevolution zu proklamieren, dem kann nicht egal sein, was gerade geschieht. Die fortschreitende Faschisierung, um mal so einen untrendigen Begriff zu verwenden (und zwar ohne die bestehenden Verhältnisse hier hypen zu wollen), ist ein Problem für jeden von uns, und das sollte man aus ureigenstem Interesse angehen. So ein Konzert verhindern zu wollen ist nicht die Revolution, es wird die rassistischen, sexistischen und nicht zuletzt typisch bürgerlich-demokratisch-protofaschistischen Ansichten der band nicht ändern, etc etc. Aber der Versuch der Verhinderung dieses Konzertes war der Versuch von Leuten aus verschiedenen Lagern, auf kleiner Ebene einen Umstand aus der Welt zu räumen, der nervt. Dazu wurde recherchiert, diskutiert – und man hat sich geeinigt, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Dämmert euch Soziopathen in euren verdunkelten zimmern mit Pizzakartons auf dem Boden, Eistee 2 Liter pack auf dem Schreibtisch und übervollem Aschenbecher, was ihr da lernen könntet? Richtig! Wie man nicht immer nur sein anonymes maul aufreißt, sondern die u.u. gar nicht mal so doofe kritik, die man sich über die jahre angelesen hat, mal nicht als waffe im Diskussionsclub Blogsport einsetzt, sondern ganz konkret macht. Nicht, indem man sich als Antifa zum Büttel des staates macht oder im diskussionsclub mit schicken argumenten das eigene ego pimpt, sondern indem man im zentrum des eigenen lebens anfängt, dafür zu sorgen, dass dinge, die einen nerven nicht mehr geschehen.

    Um es ganz deutlich zu machen: ich bin kein theoriefeind, ich hasse nur euch blog-idioten dafür, theorien zu schmieden, die nur eure feigheit und faulheit und euer desinteresse tatsächlich etwas ändern zu wollen, rationalisieren und maskieren sollen. Das hätte der gute alte charly sich auch nicht träumen lassen: dass kommunismus nochmal zu nem Rap-game wird, wo sich ein paar freaks im internet dissen und wenn echt mal einer erschossen wird, sind alle furchtbar betroffen.

    Für mehr Tote!

    Who’s with me!? AAAAAAAAAARGH!

  89. 89 flippflopp 14. November 2008 um 15:58 Uhr

    rofl

  90. 90 rude raver 14. November 2008 um 17:36 Uhr

    @demond: wat willste den – ick mach ja wat, geh nicht auf stomper konzerte sondern sitz lieber zuhause rum. da muss ich auch „pickligen GSPler in Motorhead Shirt oder einem peinlichen antideutschen 14-jährigen Nu-Rave Gymnasiasten“ ertragen.

  91. 91 Sven 14. November 2008 um 19:20 Uhr

    Kann man den morgen mit Vermummten und der Intoleranten Linken rechnen? Das Konzert wird Geil morgen. Skinhead Revolt!

  92. 92 antwortmensch 14. November 2008 um 21:18 Uhr

    Also erstmal muss ich sagen, dass es meiner Meinung nach immer noch der „richtigste“ Weg ist, wenn man sich mit etwas kritisch auseinandersetzt (in diesem Fall eben die Band Stomper 98). Ob man damit jetzt konkret etwas für die nach eigenen Idealen „bessere Gesellschaft“ erreicht, ist dabei doch mal außen vor. Es geht hier doch darum, dass man zum Denken anregt und Dinge kritisch hinterleuchtet. Natürlich ist das erstmal nur theoretisch.

    Nachdem ich mir den Briefwechsel mal durchgelesen habe, muss ich sagen das ich die Argumentation von den Egotronics/Audiolith doch recht gut verstehen/nachvollziehen kann. Wobei ich schon auch sagen muss, dass man diesen Text in dem es um Todesstrafe für Pädophile geht, nicht mit nazi-ideologischen Ansichten gleichstellen darf, denn es ist ein Punkt dem sicher (leider!!) auch einige „Nicht-Nazis“ zustimmen würden, was natürlich trotzdem grausam genug ist. Wenn das Conne Island allerdings Roger vom Blumentopf wegen seiner „Raportage“ zu zeiten der WM 06 nicht auftreten lässt, dann müsste sie hier, um sich selbst nicht zu widersprechen, eine Absage an Stomper 98 erteilen. Denn die Raportage vom Blumentopf war sicherlich ein Ausdruck des modernen, weltoffenen Patriotismus in Deutschland, allerdings ist das eine HipHop-Band, bei der absolut klar ist, dass sie weder rassistisch/sexistisch oder allgemein faschistisch noch mit solchen Strukturen in Verbindung stehen. Im Gegenteil: Von „Elite-Rappern“ mit eben diesen Verharmlosungen werden sie als „die Okös“ überhaupt abgestempelt und für schlecht befunden. Und die schwammige Argumentation in Hinsicht auf das Foto ist schockiernd, denn man kann keine Duldung von Nazis damit begründen, man müsse schon szenezugehörig sein um dieses Gefühl zu verstehen. Sollte die Band wirklich so weit entfernt vom nazihaften Tendenzen sein, dann sollte sie nicht ein „Szenegefühl“ über Grundeinstellungen stellen.

  93. 93 huehnerei 15. November 2008 um 3:35 Uhr

    ach menno hört doch auf zu heulen!

  94. 94 chester 15. November 2008 um 3:58 Uhr

    …Veranstaltungen wie jüngst jene mit thomas maul?! da zeigt sich schon seit jahren, dass das conne island nichts gegen nationalismus, rassismus und sexismus hat,…

    könnte eineR der ganz radikalen hier mal bitte etwas ausführlicher erläutern, was er/sie gegen thomas maul hat? und bitte kein abstraktes antinationales gewäsch (nachts sind eben alle katzen grau und alle linken kritisch und so).

  95. 95 MPunkt 15. November 2008 um 13:13 Uhr

    Na was wohl? Der nimmt das Grundgesetz als Maßstab für die Islamkritik, die dann eben in der puren Feststellung der Abweichung von diesem besteht (Skandal! Sowas gehört sich doch nicht!). Und unterschreibt damit nicht nur Deutschland, die staatliche hergestellte Eigentumsordnung und somit den Kapitalismus samt all seiner Schädigungen, stellt sich auch nicht nur auf den nationalen Standpunkt der Verteidigung der eigenen Staatlichkeit gegen das fiese Fremde, sondern, um auf seinen moralischen Titel zu kommen, auch die Schädigung der Frauen. Naja, soll er halt weiter den „besonderen Schutz von Ehe und Familie“ und die Privatisierung der Kindererziehung abfeiern, also deren Abschieben hauptsächlich auf die Mutter, samt der Nachteile, die ihr schon die Möglichkeit von Schwangerschaft und Kindererziehung in der kapitalistischen Konkurrenz bringen. Ist ja voll emanzipatorisch und so, solange sie dabei kein Kopftuch tragen müssen. Und natürlich gebe ich nur abstraktes antinationales Gewäsch von mir, weil ich einfach nicht so ein cooler hipper emanzipatorischer Linker bin, der, für Fortschritt und Zivilisation selbstverständlich, Deutschland, Deutschland über alles, besonders über die fiesen Musels und deren Staaten, zu schauerlichen Electrogefietsche singt oder dies sonstwie einfordert.

    Ach ja: http://mpunkt.blogsport.de/2008/10/23/aufsmaul/

  96. 96 MPunkt 15. November 2008 um 13:14 Uhr

    bla, Edit hat ja doch gefunzt

  97. 97 Dr. Desmond Decker 15. November 2008 um 17:00 Uhr

    Ich gebe Dir völlig recht, MPunkt. „Kritische“ Urteile über das Abweichen von der FDGO oder der „Zivilisation“ (deren Gegenteil, die Barbarei, ja schon beim alten Griechen ein völkisches Urteil war) sind ebenso wenig mein Fall wie „Kritik“, die sich auf den Nachweis der Zugehörigkeit des „kritisierten“ Objektes zu einer moralisch geächteten Kategorie beschränkt. Gerade deshalb würde es mich ehrlich interessieren, was du denn zu der Sache, um die es hier ursprünglich ging, zu sagen hast. Aus der Kritik des bürgerlichen Antifaschismus könnte man falsch verstanden ja auch schnell ein laissez-faire auf praktischer Ebene gegenüber Widerlichkeiten wie dem Stomper Konzert im CI ableiten – ich hoffe, das ist nicht in deinem Sinne. Oi! Dein Dr. Desmond Decker

  98. 98 MPunkt 15. November 2008 um 17:36 Uhr

    Die Position versteht sich im Grunde von selbst. Man erklärt denen mit Argumenten (btw.: „das könnten auch Nazis sagen“ ist keins), WARUM deren Positionen verkehrt sind (bspw. verdoppelt Rache die Schädigung nur in eine weitere Schädigung, statt sie aus der Welt zu schaffen, der Wunsch nach ihr ist also einer nach einer schäbigen Kompensation über die Schädigung eines anderen) und schaut, was die dazu zu sagen haben. Entweder sie sehen die Argumente ein, oder sie widerlegen sie mit guten Gegenargumenten, dann ist man sich ja inhaltlich einig und das Problem aus der Welt. Oder sie sehen die Argumente nicht ein, sondern versuchen sich irgendwie rauszureden, um die eigenen Texte doch noch zu retten, dann hat man auch keinen Grund mehr, denen einen Bühne zu geben. Vorausgesetzt selbstverständlich, dass einem die Heinis dafür überhaupt wichtig genug sind.

  99. 99 chester 15. November 2008 um 18:28 Uhr

    Hm, ok, sehe schon, ein Mangel an Verständnis. Kann ja mal passieren. Man kann ja nicht alles auf Anhieb verstehen. Und wenn ihr einfach mal ein wenig Marx lest?

  100. 100 Dr. Desmond Decker 15. November 2008 um 18:49 Uhr

    Dankeschön. Was du nennst sind denke ich Basics, und zumindest unter Genossen sollte eine derartige Form der Diskussion von Zeit zu Zeit möglich sein (dass sie es allzu häufig nicht ist, ist ein anderes Thema). Trotzdem sehe ich da ein wenig die Gefahr eines sozialarbeiterischen Selbstverständnisses wie es das CI ja vor sich herträgt(und dahinter Indifferenz und Faulheit versteckt), denn wenn das geprüfte Argument nichts mehr ausrichtet, dann muss man sich eben Gedanken machen, wie es weitergehen soll. An dem Punkt entscheidet sich doch, wie ernst es einem ist mit der eigenen Kritik, d.h. ob sie Selbstzweck ist oder Mittel zum Zweck, der da heißt befreite Gesellschaft. Soll die Revolution daran scheitern, dass das Kapital sich die Argumente nicht einleuchten lässt? Soll man Bands, die das beschädigte Leben im Kapitalismus auf so ekelhafte Weise widerspiegeln wie Stomper98, in „linken Freiräumen“ (egal, wie man dazu wieder steht) spielen lassen?
    Die Frage ist doch, wie man praktisch auf die ständigen Zumutungen des Alltags der wareproduzierenden Gesellschaft reagieren möchte. Die Widersprüche nur über eine gute Kritik auffangen zu wollen und darauf zu vertrauen, dass sich dann alles weitere schon einrichtet, führt doch zu zwei völlig abgespalteten Lebensbereichen, an deren Unvereinbarkeit man unweigerlich kaputt gehen muss. Deshalb ist es mir -vermutlich nicht immer aus sonderlich rationalen Gründen- verdammt wichtig, auch mal gewisse Sachen im Alltag meines beschädigten Lebens praktisch umzusetzen.

    Das Stomper Konzert ist so eine Sache, und ich hoffe sehr, dass das letzte Wort in der Sache noch nicht gesprochen ist. N‘Abend!

  101. 101 MPunkt 15. November 2008 um 21:50 Uhr

    Soll die Revolution daran scheitern, dass das Kapital sich die Argumente nicht einleuchten lässt?

    Mit dem Kapital hat man ja einen antagonistischen Gegensatz, welcher sich nicht über Argumente klären lässt. Ein solcher ist mit blöden Bands nicht gegeben … dass man mit denen keine gemeinsame Sache macht, wenn die sich die Argumente trotzdem nicht einleuchten lassen, hatte ich doch schon geschrieben.

  102. 102 lyzis welt 16. November 2008 um 4:45 Uhr

    LOOOOOOOOOOOL, wessen Fake ist denn Desmond bitte?
    Könnte ja glatt von mir sein, wenn er besser wäre. :D

  103. 103 huehnerei 17. November 2008 um 14:07 Uhr

    MPunkt: wann oder wie laesst sich den feststellen das sich etwas „eingeleuchtet“ hat?

  104. 104 Hannes G. 21. November 2008 um 19:18 Uhr

    Das Schreiben von Stomber98 ist sicherlich nicht toll, aber immerhin distanzieren sie sich darin von Rassismus. Das muss reichen, um im Conne Island zu spielen. Das CI ist halt kein reiner Autonomenladen, in dem es um die Durchsetzung einer klaren politischen Linie geht. Das Spektrum reicht halt nicht von Vokü bis HC, sondern vom CeeIeh bis Stomber98. Natürlich müssen auch im CI-Plenum politische Entscheidungen getroffen werden. Dabei handelt es sich immer um Abwegungsentscheidungen. Sicherlich ist die Toleranzschwelle im CI niedriger als derjenigen, die hier in diesem Blog diskutieren. Das hier zur Schau gestellte obsessive Bestreben nach einer reinen Subkultur, dem solche Briefe wie dem von Stomber98 nicht genügen, finde ich persönlich aber übertrieben.

  105. 105 Otto 22. November 2008 um 10:43 Uhr

    @huehnerei

    „Einleuchten“ heißt verstehen, kapieren, einsehen etc. Wenn du also ERNSTHAFT wissen wölltest, ob jemand ein Argument gefressen hat, ist die einfachste Methode, du fragst danach.

  106. 106 real revolutionary 22. November 2008 um 12:54 Uhr

    „Deshalb ist es mir […] verdammt wichtig, auch mal gewisse(!) Sachen im Alltag meines beschädigten Lebens praktisch umzusetzen.“

    Schade, dass die entscheidende Information fehlt: Welche Sachen du im Alltag deines Untertanendaseins umsetzen kannst, ist dir bekannt. Jenseits dessen kannst du halt soviel „umsetzen“ wie du willst, solang die gültige Geschäftsordnung dich qua Bedrohung deiner Existenz zu Gelderwerb, Rechtstreue und Moralität nötigt, kommst du nicht sehr weit. Da bräuchtest du schon noch ein paar Leute mehr, die ihre Gefolgschaft gegenüber Staat und Kapital kündigen. Da die aber mehrheitlich nicht deiner Meinung sind, ist nun mal das erste, was du „tun“ kannst, dir Argumente zu besorgen und die zu kritisieren. Deinen erfundenen GEGENSATZ zwischen Theorie und Praxis sehe ich gar nicht: Auch dein Aktionismus enthält jede Menge Kritiken, insofern handelst du dir einen Widerspruch ein, wenn du Kritik kritisieren willst – mit dem theoretischen Argument, es sei keine Praxis!

  107. 107 MPunkt 23. November 2008 um 15:41 Uhr

    @ Ei: Daran, dass er die Argumente korrekt wiedergeben kann und ihnen zustimmt, blöde Frage.

  108. 108 Frankfurter Würstchen 28. November 2008 um 9:52 Uhr

    In Frankfurt wurde ein Konzert ( das „Festival“ Alive and Stomping Pt. II) der „unpolitischen“ Skins abgesagt, da Leute der örtlichen Redskins und der Antifa bei Hallenbesitzer vorsprachen. Dieser sagte das Konzert sofort ab, als er mitbekam, wer dort spielen sollte: u.a. die Oi-Tonics, eine Band die bei DIM-Records, einem Naziversand, unter Vertrag stehen. Aufgrund dessen hatte eine andere Band, Gerbenock, schon vorher ihre Beteiligung am Konzert abgesagt. Gerbenocks sind stramm unpolitisch, was das heisst, kann man aus ihren Texten ersehen:

    Das soll jetzt nicht rassistisch klingen, doch es ist nun einmal so
    Irgendwelche Asylanten dealen auf dem Bahnhofsklo
    Mit langem Haar und schöner Bräune stehn sie an der Litfaßsäule
    Schicken Kinder auf den Strich, doch das interessiert euch nicht (Aus :D ie neuen Hippies)

    Ref.: Reich und Schwul – so wie’s jeder kennt
    Reich und Schwul – das die Rosette brennt
    Reich und Schwul – und in den Arsch gefickt
    Reich und Schwul – den Puller abgeknickt

    3. Du sagst du schufftest hart in deinem Hochhaus mit Büros
    Doch da oben klotzt du nur auf nackte Männerpos
    Und stellst du einen Bewerber in der Firma ein
    Heißt der Eignungstest: A-Loch auf und Schwanz hinein (Aus: Reich und Schwul)

    Dieses ganze „unpolitisch-oi“ Gesindel hat an Orten der Szene nix zu suchen. Die meisten sind spiessige homphobe Rassisten, die sich von Nazis distanzieren, weil sie dann mehr möglichkeiten haben, an netten Orten zu saufen…was natürlich nicht ausschliesst, das sie auch mal ganz unpolitisch mit Kameraden anstossen.

    Red Skin Frankfurt

  109. 109 Luzid in the Sky with Diamonds 01. Dezember 2008 um 12:38 Uhr

    „Abwegungsentscheidungen“ – selten einen beredteren Tippfehler gesehen. Danke dafür.

  110. 110 florian 02. Dezember 2008 um 13:19 Uhr

    Decker: Es ist schade, dass Du bei der zum Teil treffenden Kritik gegen Identitätspolitiker wie Kulla und Egotronic selbst diese Oi-Scheisse fährst. Das einschüchternde Auftreten von Ois, alleine schon von der Kleidung und dem Haarschnitt her, Gewalt als positiven Bestandteil des eigenen Alltags zu glorifizieren („auf die fresse hauen einfach nur weil es sich so besser feiern läßt“), das ist doch genauso Identitätspolitik, nur eben im Gegensatz zu Kulla und Co dezidiert auf Kosten anderer. Welch ein erhebendes gefühl, wenn jemand aus Angst vor Deiner Glatze die Straßenseite wechselt, oder? Die Dialektik von Form und Inhalt wäre hier vielleicht ein Ansatzpunkt, um auch was zeitgemäße Antifapositionen angeht, weiterzukommen.

  111. 111 Hannes G. 02. Dezember 2008 um 21:14 Uhr

    @ Luzid…
    Mein Tipp- oder besser Schusselfehler ist wirklich nicht ganz abwägig.

    @ Allgemeinheit

    ein Text im CeeIeh:

    „Strafe statt Sühne…
    Zur Stomper 98-Diskussion“

    http://www.conne-island.de/nf/160/3.html

  112. 112 bertha 15. Dezember 2008 um 15:27 Uhr

    Folgendes Zitat von „abgefuckt liebt dich“ wäre im Nachhinein betrachtet wohl Grund genug zur Absage solcher „Grauzonen“-Konzerte!

    „Borrachito1969 schrieb am 13.11.2008 um 21:45 Uhr:

    aber wief in anderen foren schon gesagt…respekt ans conne island das sie trotz des großen drucks dieser linken schwuchteln, stomper trotzdem spielen lassen…

    wird auf jedenfall en geiler abend mit ordentlich glühwein xD
    hoffe man sieht den ein oder anderen aus der „virtuellen“ welt mal im realen leben

    gruß tino“

  113. 113 loltronic 19. Dezember 2008 um 1:27 Uhr
  114. 114 jonas 26. Dezember 2008 um 18:00 Uhr
  115. 115 Horst 13. April 2010 um 22:22 Uhr
  116. 116 Lenny Shafer 27. Mai 2010 um 4:01 Uhr

    If only more than 42 people would read about this!

  117. 117 Vincent Tomlinson 29. Mai 2010 um 21:46 Uhr

    Super awesome article! Really..

  118. 118 decon 21. August 2010 um 12:19 Uhr

    cool, den dilemma-track kannte ich noch nicht. danke! solche lyrischen qualitäten hätte ich auf diesem blog gar nicht erwartet :)

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