es hat mich doch sehr gewundert, dass die allseits bekannte politikzeitschrift „konkret“ undbedingt das kommende egotronic-album besprechen wollte!
es hat mich wiederum überhaupt nicht gewundert, dass die besprechung dann so ausfiel!

p.s.: weitere besprechungen wird es erst viel später geben. bei „konkret“ hatten sie es allerdings so eilig, dass sie die noch ungemasterte platte bekamen…. die gemasterte hätte garantiert nicht besser abgeschnitten.
Musikkritiken von Michael Saager sind wie Pickel am Arsch. Stören ein bisschen, aber sieht ja keiner.
wird es bald ein snippet geben? bin ja schon gespannt…
@keta,
ich habs -wie gesagt- nicht anders erwartet, zumal ich über lange zeit regelmässig konkret las und daher weiss, was sie dort sonst so besprechen. umso mehr war ich erstaunt, dass sie unbeding eine haben wollten. seis drum, ich finde die besprechung cool!
@pak,
das mastern ist jetzt abgeschlossen, sobald ich alles da hab mach ich ein snippet!
bestes,
torsun
Der vorletzte Satz trifft was, finde ich.
Also ganz ehrlich, die Kritik ist doch großartig. Viel besser geht’s fast nicht. Ich zumindest habe beim Lesen richtig bock bekommen, mir die neue Scheibe schnellstmöglich anzuhören!
alle sätze treffen was, finde ich.
Vielleicht sollte ich den Herren mal anrufen und ein Bisschen lebender Beweis spielen.Man kann Drogenverherrlichende Musik auch ohne Drogen im Kopf mögen! Edger-Lena mag „parolenhaft platt auf links gebügelten Ballaballasound“,hah!
selbsternannte musikjournalisten sind ohnehin wie pickel am arsch.
Ich hoffe, konkret bringt dann bald mal Gremlizas gesammelte Werke „Warum der Westen scheiße und Russland voll geil ist“ raus, vertont versteht sich! 100% Diskurs!
Die beste Kritik, die die neue Egotronic-Platte kriegen konnte! Auf den Punkt gebracht!
„Wobei (nicht)Können und Wollen, das wußte bereits die von Amphetaminen in Richtung Putzeimer geschickte amerikanische Hausfrau in den Siebzigern, gerne in einanderfallen.“
Super, und warum die Hausfrau amerikanisch sein? Nachtigall, ick hör dir tapsen!
Das eigentlich Schlimme an konkret ist ja, dass es diese Zeitschrift noch immer an jedem Kiosk zu kaufen gibt, irgendwer muss dieses Mistblatt anscheinend kaufen und lesen! Das sind dann irgendwelche hängen gebliebene Altlinke, die sich an ihren identitären Strohhalm aus alter deutscher Rechtschreibung, Literaten, die außerhalb der konkret kein Schwein kennt, und der Gewissheit, dass sie noch die moralische Instanz par excellence sind.
Ach, da bleibt ich beim Balabala-Parolengehämmer…Geil-o-mat!
Und er kennt Bratze. Man glaubt es kaum, er zeigt das er hip ist und kennt sogar Kompakt. Ich lach mich tot. Haha, sowas von geil. Und Die Stücke sind wirklich wie Bratze vor 5 Jahren geklungen haben
Torsun ich kann bei sowas immer nicht locker bleiben. Wo nimmst du diese Innere Ruhe her? Das kommt bestimmt vom Pfedebeteubungsmittel. Muuuaaahahahaah!
Saltzundessick, sich mit dir zu battlen ist wie die Kinder von der Sonderschule auslachen. Muss man nicht machen.
oh, nicht schlecht, spontan ausgedacht?
Pferdebetäubungsmittel?
der erste satz disqualifiziert den text schon so dermaßen, dass ich nicht weiterlese..
Ich frag mich mit welcher Motivation man sich so derartig und unbedingt das Maul zerreissen muss! Wenn mir Musik nicht gefaellt, dann schreib‘ ich eben ueber was anderes – basta! Ist eben auch Geschmackssache. Falls ich dann gegen irgendwen wettern will, bleibt ja immer noch der große Zuhaelter GEMA uebrig und deren durch Standard-GEMA-Pauschalen von Sendern verwoehnten Softporno-Stars, wie Tokyo-Hotel, Sasha und Co., Fick-Maschinen eben.
Ich sehe den konkret- Artikel eher als politisches Statement. Warum wurden Torsun, kt&f und Endi nicht gefragt? Warum liest Michael Saager nichts ueber Inhalte oder schaut und hoert sich Interviews an? Ist das gute Recherche – nein, das ist bunte Presse. Trotzdem wuerde ich die konkret nicht gaenzlich verdammen oder gar boykottieren, wie es hier einige Kommentare durchschimmern lassen, auch wenn da komische Leute am Werk sind und manche Leute, insbesondere Michael Saager, sich besonders dumm auffuehren (erst will er’s unbedingt als Erster haben, dann findet er keinen einzigen Lichtblick). Das was ich bisher vom neuen Album gehoert habe gefaellt mir auf jeden Fall besser als grosze Teile von Lustprinzip und vor allem unterscheidet es sich schon etwas vom letzten Egotronic-Album. Ich glaube dieser konkret-Schreiberling hat sich da etwas aus den Fingern gesogen, um -wie schon erwaehnt- zu politisieren. Das Niveau der Argumentationsebene beschraenkt sich dabei auf Drogen und Schelte. Ich mach mir echt sorgen um diese Alt-Linken. Frueher hatten sie wenigstens einen Ansatz von Diskussions-und Konfrontations-Kultur. Werden die jetzt auch schon von Siemens bezahlt?
„Saltzundessick, sich mit dir zu battlen ist wie die Kinder von der Sonderschule auslachen. Muss man nicht machen.“
Haha, das nenne ich auf den Punkt gebracht. Respekt!
Nur das Sonderschulkinder keinen Bart haben und nicht jede ihrer Bewegungen auf ihrer billigen Digicam festhalten. Identität!
hä? is doch ne super besprechung. aber wieso der bursche da unbedingt bratze schlecht machen muss…
Selbst in Österreich gibts doch schon Ego Fans:
http://static.twoday.net/kommunity/images/kommpress-krocha.gif
Scheiß Konkret
schön ist auch die google anzeige:
„ich werde sie in all ihren leiden trösten“
www.das-herz-jesu-apostolat.de
Ich revidiere meine Aussage: Der letzte Satz ist geil.
der (im gegensatz zur jungle world) langjähre präsentator der tourspektaktel dieser berliner band, sexykapitalismus, ist (in form von abonnements) nicht ganz unbeteiligt am weiterexistieren der zeitschrift konkret. und ich finde das eine herrliche kritik.
herr weltraum, was gibt es denn öderes als positive plattenbesprechungen zu lesen? und herr plemo, eine grundtugend des musikjournalismus sollte doch das bewusste trennen von werk und künstler sein (andernfalls könnte ich mich ja nicht mit torsun, oder gar juri gagarin verstehen. hihi.). und du als künstler hast ja keinen einfluss auf die interpretation deiner werke, weswegen ein allgemeines oder einzelnes missfallen auch nicht persönlich genommen werden sollte.
und gremlin, wenn du schon den (ohjeohje) antiamerkanismus witterst, dann solltest du die geschichte der entwicklung und verbreitung der substanz amphetamin bedenken, bevor du so saudumm die fresse aufreißt.
abschließend muss ich aber (zwar ungern, aber ich muss) salzundessig mit der musikjournalisten-pickel-einschätzung recht geben. einfach nur, weil ich schon lange nicht mehr in die richtung verachtet habe.
egotronic ist eh nur im cover zu ertragen: http://www.myspace.com/gayboyonliquidextacy
*kicher*
Der vorletzte! Meinte ich. Ach scheiße.
„und du als künstler hast ja keinen einfluss auf die interpretation deiner werke, weswegen ein allgemeines oder einzelnes missfallen auch nicht persönlich genommen werden sollte.“
sehe ich auch so… ich finde die platte sehr gelungen. das einzige was ich eher uncool finde ist, dass der besprecher die platte auf ein drogengefeier reduziert, was ihr nicht gerecht wird. in zwei songs geht es darum und dann noch eher amüsiert (ich sag mal „ronald schill“) als wirklich ernst, aber wenn er das so sehen will, sei es ihm gegönnt.
ums noch nachzureichen:
ansonsten dreht es sich textlich um liebe, innere sicherheit, mackertum auf konzerten, soziophobie und spass… aber das wird man ja bald hören können.
Erst hab ich mein Lohn auf dem Konto gefunden und dann werd ich dran erinnert das die neue Konkret draussen ist und ich so für meine Zugfahrt was zu lesen haben werde. Der Tag beginnt doch schon mal gut.
In der letzten Konkret wurde drüber gemeckert, dass Kritik an Paul Celans Werken oft antisemitisch angehaucht waren. Die Kritik an der neuen Ego-Platte hat auch irgendwie was von der „gegen Neuberliner Stimmung“ und verteufelt den Lifestyle den mein Bruder seit fünfzehn Jahren durchzieht. Und dafür gehört dem Saager auf Maul, da der meine Familie beleidigt.
Da wär ich auch schon beim nächsten Punkt: Sonderschule ist wie Knast, beides gehört abgeschafft.
Scheiß Bildungsbürgertum, hier nicht gegen meine Freunde von der Sonderschule lästern.
Ach und noch eins: Hört doch auf immer Gremliza und die Konkret zu verteufeln, weil die ja angeblich ne altbackene Politik verfolgen. Da schreiben so unterschiedliche Leute für, dass man keineswegs sagen kann, dass da ein Tenor vorherscht. Und Gremliza kocht doch auch nur mit Wasser, da weist er selbst immer wieder drauf hin. Und ich lese seinen Express immer wieder gern, auch wenn er bei seinen Zitaten mal ein Ausrufezeichen vergisst. Dadurch kriegen die Blogsportler immer hin ein neues Gesprächsthema.
Wir sind doch alle nicht Papst und Worte sind nur Worte und gegen meinen Hunger in der letzten Woche können diese nicht helfen, ausser vieleicht der Satz: „Haste mal ne Mark, äh Euro?“
Das Album muss ich mir holen
Tom Fancy, du bist doch nicht etwa meine kleine Schwester?
ich sag mal so: der michi wollte wohl so schnell besprechen, da er die rezension schon letztes jahr vorformuliert hat. darum geht er wohl auch nicht auf die durchaus hörbare musikalische bzw. produktionstechnische weiterentwicklung von z.B. songs wie „kotzen“ ein…
und zum thema drogen: der michi bewirbt seine dj-sets als „heroin-house“….
ich mag euch beide.
@eisprinzessin
„herr weltraum, was gibt es denn öderes als positive plattenbesprechungen zu lesen?“
meine Frage zielte auf die Motivation aus der Sicht des Schreibenden ab. Jetzt nochmal langsam, für Deutsche. Wie sagt Roberto Cappeluti so schön: Ick löse uff! Die Frage ist rhetorisch gemeint und beantwortet sich wie folgt von selbst: Ich bin ein frustrierter Musikkritiker und darf mir nicht aussuchen, ob ich etwas bespreche oder nicht, weil ich gezwungen bin zu schreiben, da mein Kühlschrank sonst leer ist. Alles klar? Außerdem hatte ich schon erklärt, dass es bessere Ziele in Sachen Musik gibt als egotronic, aber die GEMA ist des Journalisten Angstgegner.
Johnny, das mit der GEMA hätte ich ja gerne mal erklärt. Warum sollten sich Journalisten auch nur einen Dreck um die scheren?
Vorsicht, ich hab nen Messer.
Die GEMA-Lobby. „Die“ beherrschen halt die Medien!
herr weltraum!
ich verstehe nicht, auch mit langsam für deutsche nicht.
und ich würde mal behaupten, dass für eine postille wie konkret _die_ „linksradikale“ popband durchaus eine lohnenswerte besprechung ist. insbesondere wenn man beachtet, was die sonst so immer für platten besprechen. aber nochmal: ich finde nicht, dass die kritik nach frustriertem lohnschreiber klingt. imho hatte da jemand rischtisch spass beim schreiben.
ich will das mit dem angstgegner gema auch gerne erklärt haben, bitte.
Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3
Beispiel 4
Ich weiß, in den Links sind keine konkret dem Thema Journalismus zugeordneten Beispiele zu finden, aber eine Redaktion überlegt sich dennoch dreimal, einen wirklich kritischen Artikel über die GEMA zu verfassen, in dem z.B. die Ursache für die Not der „KleinküstlerInnen“ stark hinterfragt wird wenn nicht der nötige finanzielle Background für einen eventuell anfallenden Gerichtsprozess vorhanden ist, ergo baut sich eine Angst auf, die gerne auch ausweichend mit verantwortungsvollem Journalismus umschrieben wird.
Ich meine auch, dass selbst, wenn der Artikel nicht nach frustriertem Lohnschreiber klänge (was ich, wie geschrieben, nicht so empfinde und sich auch hier prima widerlegen lässt), ein mieses Bauchgefühl für mich kein Ansatz für eine Plattenkritik darstellt, weil ich die Ignoranz gegenüber den jeweiligen InterpretenInnen, für ein probateres Mittel der Bestrafung halte, als einen Verriss zu schreiben (von kleinen Ausnahmen wie Bruce Sprngsteen, Simple Minds, Metallica, Sido, Bushido u.ä. Gruppierungen, die z.B. ihren Ruf einem Männlichkeitswahn der Gesellschaft zu verdanken haben, mal abgesehen). Verrisse scheinen offensichtlich Saagers eigenes Stilelement zu sein. Es macht für mich jedoch einfach mehr Sinn, über seine eigenen positiven Erlebnisse mit Musik zu schreiben, als sich auf die ewige Hetzjagd nach Trash zu begeben. Dafür ist mir meine Lebenszeit einfach zu schade. Es ist anders gesagt sinnlose Energieverschwendung…
Ich hoffe nun deutlich genug umschrieben zu haben, was ich meinte. Dass ich mich zu einem solchem Handeln genötigt sah, erklärt das „langsam für deutsche“ von selbst und wenn’s das immer noch nocht tut-Pech gehabt!
Ich finde die Kritik tendenziell richtig. Egotronic ist: obsessiver keine Ruhe kennender Hedonismus + Grundschulreime + an simpelste Bedürfnisse des Publikums gerichtete Musik. Dann noch der politische Einschlag, so das Egotronic eine Art Quetschenpaua (oder wie der hieß) für die heutige linke Jugend ist.
Ich bin auch der Meinung, daß man ne bessere Kritik gar nicht bekommen kann. Ne Mischung zwischen Slime, Yok, Skeptiker und dazu noch „zeitgenössische“ Musik. What will man mehr?
stil.
Konkret und Egotronic – passt doch prima. Da trifft sich der irgendwie-linke Spießerpöbel, der – grundsätzlich untervögelt, angepisst und auf schlechten Drogen – seine Dummheit in allen Poren des Polit-Amusement-Betriebs meint kultivieren, also: auskotzen zu müssen. (Wie mein kleiner Lieblings-Pillepalle-Stalker tee: immer voll angry und zum kraulen niedlich.)
Da bin ich prinzipiell sehr angetan von, weil die nämlich genauso bekloppt sind wie ich, und kaufe einfach beides, gerne auch im Abo.
Ich hab euch alle lieb,
euer lyzi
„Musikkritiken von Michael Saager sind wie Pickel am Arsch. Stören ein bisschen, aber sieht ja keiner.“
Verhält sich halt genau so wie mit Egotronic selbst.
bis auf die ca. 4500 konzertbesucher seit release der neuen scheibe hast du natürlich recht.
Gute, treue, rechtschaffene Linke, Kommunisten, – Marxisten gar, haben so Schablonen an die sie sich halten können. Selbst in der Punk-“Bewegung“ gab es diesen Strang, des Abstinenzlertums. Dass die Welt nur mit Fruchtsäften und Askese vom barbarischen Habitus des Kapitalismus befreit werden könne. Gewalt dagegen wird als legitimes Mittel nicht ausgeschlossen. Das endet dann in Robbesspierres Rache an Frohnaturen wie Danton … oder Torsun.
(Und hier noch ein) Zitat zum Thema Trotzkisten-, Anarchisten-, Hedonisten-Hetze:
„Immer wenn es um den Warencharakter der Musik ähnlich steht, wie um jenen der Mode, nämlich miserabel, subsumiert der gefrustete Systemkritiker gern diese Phänomene unter einem ähnlichen Aufmacher wie weiland die linientreue Junge Welt, als das Urteil über die Rock‘n'Roll-Kultur gefällt wurde: „Philopsophie des Stumpfsinns“. Und damit lag sie um 1958 bekanntermassen kongruent zur Headline des Klassenfeinds. Wenn sich heute Redakteurinnen des Berliner Stadtmagazins Zitty in möchtegernmalaltbesetzer(gewesensein)-Stil über das neue Album von Das Bierbeben „No Future – No Past“ hilflos beugen, aber emsig schwadronieren, es handele sich offenbar um Texte, „die man jahrelang nicht mit der Kneifzange anfassen mochte“ und die „jetzt ausgestellt werden wie Edelsteine“, dann merke ich, wie gemütlich dort gedacht wird. Und ich bekomme eine erste Ahnung von dem, was Nicolas Mönch und Severin Most – aus eben dieser gemütlichen Stadt – mit ihrer Arbeit, und jetzt auch mit ihrem Sampler „Agenda 2010″, der im allerbesten Mix-Kassetten-Stil eigenhändig produziert, designed und benotet wurde, bereits bewegt haben.“ … dort weiter lesen (leider existiert die geil-linke scheinschlag-zeitung nich‘ mehr):
http://www.scheinschlag.de/archiv/2004/08_2004/texte/29.html
es gruesst,
Bob
P.S.: Dort zu finden auch die erhellende Besprechung der ersten Egotronic-Platte:
http://www.scheinschlag.de/archiv/2006/05_2006/texte/21.html