Archiv für Juni 2008

egotronic dates dieses wochenende:

13.06. würzburg umsonst und draussen
14.06. bingen jz

und nächstes wochenende:
20.06. berlin maria am ufer

see u!

iron maiden, radiohead, egotronic:

wie das in reihe passt ist mir ein rätsel… obwohl…ich finde alle drei gut!

(hab ich vom audiolith street team blog)

da hat wohl der kulla…

den apfel geworfen.

gefällt mir:

unter dem titel „samstag nacht, eine küche in berlin“ findet man ein video einer selbstgemachten küchen-disco:

find ich klasse!

sonntag war wie urlaub:

nachdem ich samstag nacht zu einem fetten live-set von rampue schon gut abzappeln konnte, ging es sonntags morgens dann erstmals ins rechenzentrum.
hammer line-up, toller sandstrand und erfrischende badeausflüge in die spree standen auf der tagesordnung. das ganze fühlte sich extrem nach urlaub an, und war nach der stressigen letzten woche extrem notwendig.
die location ist wirklich sehr zu empfehlen!
ich werde diesen sommer bestimmt desöfteren den weg dorthin auf mich nehmen…

em:

die em geht mir jetzt schon auf den sack, zumal jetzt auch auf technoparties die spiele übertragen werden. sogar mein lieblings-club zeigt am sonntag das spiel…. sehr ärgerlich!
nun denne:

mal was zum thema ausverkauft:

nachdem es in leipzig wieder passiert ist, dass das konzert ganz früh ausverkauft war und somit leute die von weiter weg angereist waren probleme hatten reinzukommen:

mir war nicht bekannt, dass es vorverkauf gab! fragt zukünftig bitte nicht mehr bei mir, sondern beim club direkt nacht!

zur show selbst:
war -wie eigentlich immer in leipzig- ganz, ganz grossartig!
leute vom laden haben die show auf video aufgenommen. sobald die aufnahmen hier sind, werd ich ausschnitte davon posten.
nicht auf video ist leider, dass die leute nach der show noch vor dem laden weitergesungen haben. HAMMER!

heute abend dann torsun & the kirmestechno allstars live!

wochenendplanung:

heute abend egotronic live in leipzig (NATO).

morgen dann das:

nicht verpassen!

„deutsch mich nicht voll“

eine „aktionsgruppe deutsch mich nicht voll“ schickte mir folgenden text mit der bitte ihn zu posten:

Deutsch mich nicht voll!

Taucht Deutschland zur Männer-Fußball-Europameisterschaft wieder unbekümmert in Schwarz-Rot-Gold ein, wird jede Kritik an der Voranstellung der Nation als Identifikationsfigur gnadenlos abgeschmettert und die Abgrenzung zum „übersteigerten Nationalismus“ leichtfertig mit einem „positiven Verhältnis zur Nation“ und einem „gesunden Patriotismus“ begründet. Ein unverkrampftes Verhältnis zu Deutschland heißt dann: Eine Deutschlandflagge gratis beim Kauf von zwei Tüten Chips. Der Normalisierungsprozess in Bezug auf das Verhältnis des Einzelnen zur Nation sei in vollem Umfang abgeschlossen, da man sich doch nun genug mit der Geschichte auseinandergesetzt habe und der Aufarbeitungsweltmeister Deutschland sich die gesellschaftliche Befugnis zu patriotischen Regungen hart erarbeitet habe. Fast schon höhnisch klingt die Sehnsucht von Rheinhard Mohr nach einem „Stimmungskick durch die EM“ um nun auch endlich das Dauerelend der sozialen Ungerechtigkeit zu überwinden. Nationalstolz als Super-Pille – Nebenwirkungen ausgeschlossen?
Vergessen sind Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen – wiedervereinte deutsche Bürger guckten zu bei fremdem Elend und nachher hat niemand was gesehen. Fast blind vor Deutschtümelei werden der Einzug der NPD in die ostdeutschen Landtage und der Anstieg von rechtsextremen Gewalttaten als Randphänomen abgeschoben und die eigentlichen Ursachen verschleiert. Als adäquate Antwort folgt ein Fischen nach Wählerstimmen am rechten Rand – nach der Bewältigung der Vergangenheit folgt das Ignorieren der Gegenwart.

Übergangen wird die Tatsache, dass „Nation“ einem Abgrenzungsprozess entspringt, dessen Ursprünge in Begriffen wie Abstammung und Kultur wurzeln. Das Hochhalten der Deutschlandflagge symbolisiert nicht die Identifikation mit einer demokratischen, verfassungsrechtlich geschützten Grundordnung, sondern die identifikatorische Bindung einer Masse und somit die Bildung einer nationalen Identität, der man nicht entkommen kann, ohne sich auszugrenzen. Es entsteht ein Zwangszusammenhang, der sich gegen das Individuum richtet und ein Kollektivsubjekt erzeugt, dem man sich unterzuordnen hat. Normalisierung des Verhältnisses zur deutschen Nation bedeutet die Einforderung der Identifikation des Einzelnen mit der Masse. Die Konsequenz ist keine pluralistische Demokratie, sondern der kleinlaute Untergang des Individuums in einem „Volkskörper“ in dem stummes Kopfnicken für die Mehrheit zu einer notwendigen Überlebenspraxis heranreift. Die Kritik an deutschen Zuständen und damit an einer schwarz-rot-notgeilen Sport-Popkultur steht also nicht zwingend im Zusammenhang mit der Ablehnung der Verfassung der BRD – jedoch wird die Plakette, unter anderem durch den § 90a StGB, schnell verteilt, um weiterhin im Strom der Unberührbarkeit hinwegzutreiben.

„Deutsch mich nicht voll!“ heißt in diesem Sinne: Kein entspanntes Verhältnis zur deutschen Nation – weder im Alltag noch zu irgendeiner Fußballmeisterschaft. Wenn also mit dem Restart eines „Sommermärchens“ die Mehrheit in Gefühlsduselei verfällt, wird ein Protest umso notwendiger. Wir laden deshalb jedeN dazu ein, das Internet, in all seinen Formen, als Plattform zu nutzen, um mit künstlerischen Darbietungen ihre / seine Ablehnung zum Ausdruck zu bringen. Ziel ist es dabei, eine interaktive Ausstellung heranwachsen zu lassen, die auf unterschiedlichste Art veranschaulicht, warum jedweder Auswuchs von deutschem Nationalismus keine Strategie sein kann. Fußballfan-Lieder wie „Eine U-Bahn, eine U-Bahn bauen wir von Mönchengladbach bis nach Auschwitz“ sind nur Früchte einer unterschätzten Gefahr. Konsequent gegen Antisemitismus, Rassismus, Geschichtsrevisionismus und Sexismus – Nazis den Nährboden entziehen!

dazu gabs noch nen link zu ner lustigen foto-page:
klicken und gucken!

werbung: