singles:

man hat alles voller tiefkühlgerichte, leerer wasserkästen und dazu einen klebrigen küchenboden. warum? – weil keiner einen liebt. weil keiner da ist. der auch mal was aus frischen zutaten macht. nein, immer ist man nur selber da und kocht tütensuppen, trinkt quench oder instand-bier. dass die lebensfreude bei so was nicht gerade voll stoff mit am tisch sitzt, muss wohl oder übel in kauf genommen werden. und irgendwann klingelt endlich das telefon. beim baden, man springt heraus, rutscht auf einer bananenschale aus und ist sofort tot. merken tut das niemand, und wenn sich der hausmeister dann doch bequemt, einen zu finden, ist man nackig und macht eine scheissfigur. ein abschliessendes polizeifoto noch. das käme dann, wenn man glück hat, nur in eine polizei-interne broschüre zum thema vorsicht, einsamkeit. vermutlich aber würde es motiv einer postkarte – die an reich sortierten postkartenkiosks in einer rubrik mit weinenden clowns abelegt würde.

(super lupo in linus volkmanns „smells like niederlage“)

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10 Antworten auf “singles:”


  1. 1 pathosFM 21. März 2007 um 10:50 Uhr

    das ist ein gutes buch. fliegt hier auch rum.

    die chaosküche oder auch -wohnung hat aber noch andere ursachen. bei einer frischen verliebtheit, gibt man sich noch richtig mühe. man bringt die wohnung auf vordermann und rasiert sich sogar regelmäßig intim. die abgefrästen sackhaare werden ordentlich mit dem duschkopf in die kanalisation befördert, wo sie ratten zum nestbau verwenden, wenn sie denn überhaupt nester bauen.

    wenn man plötzlich single wird oder länger single ist und nicht zu den personen gehört, die das toll finden, dann wird die wohnung zur halde. nicht, weil man es so mag, sondern, weil man sich für sich keine mühe geben mag. man fängt nicht an sich zu genügen, aber man ist es sich nicht wert. man denkt sich „für wen sollte ich hier ordnung nachen?“ und denkt dabei nicht an sich. ab und zu schon, wenn man notgedrungen einen teller abwaschen muss und einem dabei eine horde fruchtfliegen entgegenkommt oder irgendwas kleines weißes durch die gegend robbt. da würde man am liebsten den duschkopf nehmen und sein gesamtes leben den abfluss hinunterspülen. zum nestbau wäre dies allerdings nicht geieignet.

    abends geht man weg und würde nie eine abschleppen. die würde ja sofort wieder abhauen, schließlich riecht es in der ganzen wohnung nach warmen schimmel. da nützt auch stoßlüften nichts. also wird das aus dem stoßen gar nichts. also wächst der sack wieder zu, im spülstein sammeln sich haare, das klo sieht aus wie scheisse und riecht auch so. und wenn die küche vollgemüllt ist, dann fängt man mit dem müllen in andern zimmern an. schon bald liegt neben einem im bett die alte wäsche, gebrauchte teller und leere chipstüten. über die krümmel im bett beschwert man sich nicht. das würe zu feminin und würde nicht zum dreitage bis fünfjahresbart passen.

    so sieht es leider aus. (zumindest bei mir)

  2. 2 niiinche 21. März 2007 um 12:18 Uhr

    ich sage dazu: freunde tun es auch manchmal, einfach mal ein kleines sit in veranstalten! ( auch wenn ich zugeben muss, dass ich empirische beweise dafür habe, dass so ein “ kleines sit in“ durchaus dazu führen kann, dass die wohnung danach schlimmer aussieht also zuvor… aber einen versuch ist es wert!)
    oder mensch sucht sich einen gleichgesinnten gefährten. dann besteht wenigstens eine 50/50 chance. entweder ihr bildet zusammen eine messi-wg, oder ihr räumt jeweils für den anderen auf..

    ach wie schön, dass es aus jeder misslage einen ausweg gibt;)

  3. 3 kapsler hauser 21. März 2007 um 12:22 Uhr

    nur mal so:

    ich musste nach dem letzten satz des zitierten absatzes laut lachen. deshalb hab ich ihn gebloggt…
    denn mal ehrlich, was gibt es trostloseres als postkarten mit weinenden clowns? :D

  4. 4 pathosFM 21. März 2007 um 12:27 Uhr

    clowns an und für sich sind schon total bescheuert. eine postkarte, auf der man tot und nackt abgebildet in seinem chaos liegt finde ich hingegen super. vielleicht könnte man verfügen, dass da noch was drauf steht, so als abschiedsbrief. „an den tod: hätt‘ ich dich heut‘ erwartet, hätt‘ ich aufgeräumt, mich rasiert und angezogen.“

  5. 5 KK-empire 21. März 2007 um 20:37 Uhr

    ich finde ja weinende clown äußerst witzig

  6. 6 miki 22. März 2007 um 14:44 Uhr

    der gute linus ist zwar ein schnösel, aber schreiben kann er! daher mein tip:
    superlupo – jeder freund ist anders!

    http://www.ventil-verlag.de/buecher/poplit/superlupo_set.htm

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