pop faschistisch?

steile thesen nach durchfeierter nacht. anstrengend wars, aber spass hats gemacht (wie man an meinem -zu diesem zeitpunkt noch oberlippenbebarteten- dauergrinsen erkennen kann):
2 minuten komprimierung eines über einstündigen interviews mit mir bei fluter.de…
(natürlich höre ich die ärzte trotzdem gerne… im gegensatz zu den onkelz)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

25 Antworten auf “pop faschistisch?”


  1. 1 phex 27. Februar 2007 um 11:41 Uhr

    gibts das auch irgendwann ganz? oder irgendwo?

  2. 2 kapsler hauser 27. Februar 2007 um 11:50 Uhr

    nein. eigentlich sollte es sogar nur ein einminütiger zusammenschnitt werden. gefilmmt wurde aber jede menge mehr, unter anderem massenweise outs (ich wurde ganz schön nervös als scheinwerfer und kamera auf mich gerichtet wurden). das lief so ab, dass sie mir schlagworte zuriefen und ich darauf monologisieren sollte. war auf jeden fall ne interessante erfahrung, und die leute waren sehr nett, weshalb wir auch beim kaffee noch einige zeit diskutierten.

    grüsse,
    torsun

  3. 3 besserscheitern 27. Februar 2007 um 13:41 Uhr

    „Immer diese Widersprüche“ ;) Die Kulturindustriethese in einer Minute anreißen ohne einmal Adorno zu sagen, die Unmöglichkeit von Emanzipation durch Pop betonen und doch im Reden über Pop Politische Bildung betreiben; jefällt ma, jeht ab!

  4. 4 tofu 27. Februar 2007 um 14:29 Uhr

    Gefällt mir auch…nur Dein ständiges hin und hergewackel macht das zusehen ein bisschen anstrengend… :P :D

  5. 5 kapsler hauser 27. Februar 2007 um 14:36 Uhr

    „hin und hergewackel“? wie gesagt, fand dieses gespräch direkt nach ner sause statt, und ich war dementsprechend übernächtigt und völlig überdreht. :D
    die filmerin wollte mir noch ne dvd mit einigen outs zuschicken. das gibt dann material für ne neue folge egotronic-tv. :D

  6. 6 Geahnt 27. Februar 2007 um 16:29 Uhr

    Danke dafür! Mit diesem Interview hast du mal wieder bewiesen, dass du vollkommen den Arsch offen hast! du sagts: musik ist rechts, weil sie ein gemeinschaftsgefühl herstellt. ich sage: geh jammern!

  7. 7 besserscheitern 27. Februar 2007 um 17:26 Uhr

    @ geahnt

    hör auf zu ahnen, fang an zu denken!

  8. 8 le-f 28. Februar 2007 um 0:57 Uhr

    nun auch von der bundeszentrale eingekauft! wundert mich nicht. am wochenende wurde mir auf der opernballdemo erzählt, dass ihr seit dem ten german bomber-song millionäre seid. stimmt das?

    jetzt im ernst: rammstein haben doch leni neu für sich entdeckt. und der spruch mit dem linken produkt ist gut, gleichzeitig aber auch ein wenig einfach, weil musik in der jugendphase ja schon hin und wieder was zur politisierung beiträgt. und auch deine musik festigt weltbilder und bestätigt sie (dann muss man deine hörer als nie-fertige-produkte begreifen oder so ähnlich).

    und by the way: das mit dem millionärsgerücht wurde nicht als witz vorgetragen.

  9. 9 kaem 28. Februar 2007 um 1:29 Uhr

    ich glaube es gab im grunde gar kein geld. oder alle sind reich. kann auch sein.

  10. 10 Das geprüfte Argument 28. Februar 2007 um 12:58 Uhr

    Was ist denn an einem Gemeinschaftsgefühl zu kritisieren? Und was hat das mit „rechts“ zu tun? Per se erst einmal gar nichts. Das kommt doch noch auf den Inhalt der Gemeinschaft an. Wenn Inhalt einer Gemeinschaft ein Konzertgenuss oder ein Skatabend ist, dann ist das für sich nichts schädliches, selbst für die, die nicht dabei sind, weil die ja vielleicht einen ganz anderen Zweck verfolgen, zB gemeinschaftlich ins Kino oder Indisch essen gehen.

    Klar, eine Gemeinschaft mit dem Zweck eines Nationalstaates würde da schon was „rechtes“ hergeben, wobei nicht nur Rechte damit kommen, sondern auch Linke. Aber dann ist der Inhalt von Gemeinschaft auch entsprechend politisch bestimmt. Was man aber eben nicht bei jeder Gemeinschaft mit entsprechenden Gedanken und Gefühlen behaupten kann.

  11. 11 Das geprüfte Argument 28. Februar 2007 um 12:59 Uhr

    Was ist denn an einem Gemeinschaftsgefühl zu kritisieren? Und was hat das mit „rechts“ zu tun? Per se erst einmal gar nichts. Das kommt doch noch auf den Inhalt der Gemeinschaft an. Wenn Inhalt einer Gemeinschaft ein Konzertgenuss oder ein Skatabend ist, dann ist das für sich nichts schädliches, selbst für die, die nicht dabei sind, weil die ja vielleicht einen ganz anderen Zweck verfolgen, zB gemeinschaftlich ins Kino oder Indisch essen gehen.

    Klar, eine Gemeinschaft mit dem Zweck eines Nationalstaates würde da schon was „rechtes“ hergeben, wobei nicht nur Rechte damit kommen, sondern auch Linke. Aber dann ist der Inhalt von Gemeinschaft auch entsprechend politisch bestimmt. Was man aber eben nicht bei jeder Gemeinschaft mit entsprechenden Gedanken und Gefühlen behaupten kann…

  12. 12 Das geprüfte Argument 28. Februar 2007 um 13:00 Uhr

    Huch, erster kommentar kann gelöscht werden.

  13. 13 besserscheitern 28. Februar 2007 um 16:18 Uhr

    Prüf doch mal die Argumentation, ob Identitätskonstruktionen in musikalischen Subkulturen und Nationen grundsätzlich verschieden verlaufen. Ob es bspw. in beiden Fällen Rituale gibt mit Hilfe derer sich der Gemeinschaftlichkeit versichert, und die kollektive Identität somit hergestellt werden kann.

  14. 14 Das geprüfte Argument 28. Februar 2007 um 16:47 Uhr

    Ja selbst wenn es so ist, dass es Handlungen gibt, die sich ähneln oder gar gleich sind bei Nationalisten und Subkulturalisten, dann sind doch die Handlungen für sich selber nichts kritikables, sondern deren *INHALTE*.

    Wenn ich Nationalfahnen bei einer BRD-Demo wie dem „Aufstand der Anständigen“ schwenke oder Fahnen bei einem x-beliebigen Fest, meinetwegen die Regenbogenfahne, dann ist doch das Fahnenschwenken als Ritual nicht das Problem.

  15. 15 Hupps 28. Februar 2007 um 16:53 Uhr

    Doch!

  16. 16 Das geprüfte Argument 28. Februar 2007 um 17:31 Uhr

    Nein!

  17. 17 jochmet 28. Februar 2007 um 19:05 Uhr

    Spinner.

  18. 18 KK-empire 28. Februar 2007 um 19:06 Uhr

    nett gesagt mr. torsun
    aber hiermit möchte ich dich auffordern bei einem konzert (ich bitte in berlin will dabei sein) einfach mal die texte zu nach jedem lied diskutieren zu lassen …. ;-)
    und zu dem massen prinziep kam mir so spontan in den sinn wie viele „Linke“ nicht auch einfach nur na dummen masse angehören und verlernt haben das was sie tuhen auch mal kritisch zu hinterfragen

  19. 19 Argumentprüfstelle 28. Februar 2007 um 21:31 Uhr

    Spinner.

    Wie intelligent.

  20. 20 nixlinx 01. März 2007 um 1:59 Uhr

    die vorherrschaft des allgemeinen im gemeinschaftsprinzip ist kritisch ganz gut angerissen.

    nur ob der begriff „links“ so „ehrgerettet“ werden muss, ist dann doch fraglich.

  21. 21 jochmet 01. März 2007 um 6:20 Uhr

    @ Argument: Du nix gemeint.

  22. 22 Das geprüfte Argument 01. März 2007 um 11:17 Uhr

    @ jochmet: sorry

    @ nixlinx

    die vorherrschaft des allgemeinen im gemeinschaftsprinzip ist kritisch ganz gut angerissen.

    Was soll das heißen und was ist daran kritisch anzureißen?

  23. 23 emmapeel 01. März 2007 um 12:18 Uhr

    hui – ganz grosses tennis. nach partyvollzug noch so dabei sein – applaus!

  24. 24 butz 02. März 2007 um 2:41 Uhr

    das hab ich grad auf fluter gelesen:

    „Ja ja, ich weiß, eigentlich dürfte ich diesen narzistischen Selbstdarsteller nicht auch noch füttern… Es gibt allerdings genügend Menschen, die glauben jeden Schwachsinn, der ihnen vorgesetzt wird, vor allem wenn er über eine staatliche Autorität wie die BPB verbreitet wird. Daher fühle ich mich verpflichtet, dieses pseudopopkulturwissenschaftliche Statement richtig zu stellen:

    1. „Ich glaube nicht an das Konzept Protest-Song“ – Ich schon ;-) Es gibt genug Beispiele, die belegen, wie Musik den Protest gegen bestehende Verhältnisse vorangetrieben und z.T. sogar maßgeblich geleitet hat. Vergleiche die 50er + 60er Jahre: Ohne Beat und Rock‘n Roll hätten wir heute eine andere Gesellschaft. Es gibt auch Songs, die zur Parole einer politischen Bewegung wurden, z.B. „Macht kaputt was Euch kaputt macht“. Wenn es heutzutage nur noch wenige Protestsongs gibt, dann liegt das nicht daran, dass irgendein „Konzept“ gescheitert sei, sondern die Ursachen sind vielschichtig: Protest drückt sich anders aus, die Musiker haben kein Bock auf Protest, vielleicht weil den keiner hören will, weil die Plattenfirma nicht dafür zahlt, oder einfach weil dem Künstler das Potenzial dazu fehlt (vgl. egotronic :-) )))

    2. „Zynischerweise könnte man fast behaupten das Musik rechts ist, weil Musik immer in der Lage ist ein Gemeinschaftsgefühl zu produzieren…“ – Mhm… Ich finde, nicht alles was ein Gemeinschaftsgefühl produzieren kann, sollte unter dem Generalverdacht stehen, „rechts“ zu sein. Vorsicht ist jedoch bei Gemeinschaftsgefühlen immer geboten, vor allem wenn dieses Gemeinschaftsgefühl der Abgrenzung dient, aggressiv artikuliert wird (z.B. durch die Forderung nach Krieg) und sich auf Nationalstaaten beruft. (vgl. egotronic)

    3. „Deswegen könnte man fast sagen das Musik faschistisch ist“ – zum Glück liegt die Betonung auf fast, sonst dürfte ich ja auf gar kein Konzert mehr gehen, das wäre doch schade?!

    4. „MIA fordern ein entspanntes Verhältnis zu ihrer eigenen Nation in der Auschwitz vergessen ist“ – Richtig: MIA fordern ein entspanntes Verhältnis zur ihrer Nation und sind deswegen zu kritisieren. Falsch: Auschwitz ist in keinster Weise vergessen, aus allen gesellschaftlichen Bereichen wird immer wieder darauf aufmerksam gemacht und das ist auch gut so. Schlimm wird es allerdings, wenn einige Menschen Auschwitz als Projektionsfläche nutzen, in dem sie sich als die wahren Fürsprecher der jüdischen Opfer des NS betrachten und gleichzeitig aus dieser Rolle ihre eigene Identität beziehen. (vgl. egotronic)

    5. „Rammstein (…) durchtrainierte Männer – Deutsch – blond – blauäugig – Die behaupten sie sind eher links.“ Daraus kann ich nur folgern: „Linke“ in Deutschland müssen einfach anders aussehen. Wahrscheinlich sind sie untrainiert, blass und pickelig (resultierend aus der zeitintensiven Pflege des Internet Blogs), sie tragen blaue Adidas-Jacken, Baseballmützen, rauchen amerikanische Filterzigaretten und erzählen jede Menge Geschichten über Israel, obwohl sie noch nie dort waren. (vgl. egotronic)

    6. „Ärzte vs. Boehse Onkelz (…) es wird Überschneidungen im Publikum geben.“ Eine sensationelle Beobachtung! Genauso wie sich das Publikum von Egotronic und britischen Fascho-Hools überschneidet, wenn sie ten german bombers gröhlen. Liegt’s am Künstler oder am Publikum? Schwer zu sagen, vermutlich an beidem ;-)

    Zum Abschluss noch ein kleiner CONTEST: Wer filmt eine Nazidemo, auf der egotronic läuft? Torsun wäre auf jedenfall begeistert, wieder eine selbstinszenierte Scheiße für youtube, die kein Mensch braucht.“

  25. 25 Adorno 02. März 2007 um 11:34 Uhr

    Lernt doch mal mit nem Widerspruch zu leben, ihr Opfer!

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.