Archiv für August 2006

auch oerlinghausen…

…war ein spasz. zumindest bis die polizei die show beendete… was solls.

nachtrag recklinghausen:

fröhliche demokratie:

ohne worte 1

ohne worte 2

recklinghausen:

groszartiges konzert mit extrem prächtigem publikum! unmengen an poppers und ein stückchen zahn verloren (mic-mund-kollision)… danach hat kmosh noch derbe die hütte gerockt. jetzt seh ich, dasz es erst 2uhr is, aber da es mir viel später vorkommt sag ich mal gute nacht.

p.s.: der herr tofu hat mir allerdings nicht die dose hansa vorbei gebracht.

fetter shit!

grade auf ner vw-party gewesen. nur gästeliste, alles umsonst und mando diao haben gespielt… hammer!
fernsehköche haben gekocht und es gab springbrunnen aus denen sosze spritzte in die man fleischstücke tunken muszte…. danach mit shutle-service nach hause. so funktioniert leben…. prost!

egotronic live

dieses wochenende gibt es im westen 2 möglichkeiten uns live zu sehen:
25.8.2006 akz recklinghausen
26.8.2006 jz oerlinghausen

see u

noch ein letztes wort zu andreas dorau:

wie schon erwähnt besuchte ich im jahr 1997 ein andreas dorau konzert. die show fand damals im heidelberger schwimmbadclub statt und der saal war prächtig gefüllt. es sollte das beste konzert meines lebens werden, was einerseits an der art seines auftritts und der musik und andererseits an gediegenem sektkonsum lag. die bühnendeko war einsame spitze. ich vermute sie wurde von moritz r. von „der plan“ (btw. auch eine prima band!) entworfen und gebaut. das live-lineup bestand aus einem live schlagzeug, einem computer mit klaviatur, andreas himself und einem ganz besonderen gimmick, der einigen hier bekannt vorkommen dürfte.
in andreas´ songs kommen desöfteren frauenstimmen vor. diese liesz er allerdings nicht von backround-sängerinnen übernehmen. stattdeszen betrat bei solchen parts immer ein menschengroszer plüschbär (na, woher kennt man das?) mit einer riesigen papierblume die bühne, welche so konstruiert war, dasz man ihren mund bewegen konnte. immer dann wenn die backingvocals ertönten bewegte der bär den mund der blume. ein wundervoller anblick!
aus dem publikum ertönten natürlich ständig „fred vom jupiter“-rufe, welche nicht nur mich, sondern anscheinend auch ihn störten, denn zumindest weigerte er sich konsequent diesen song zu spielen, was mir das ganze noch symphatischer machte. nicht dasz ich etwas gegen den song hätte. ich besitze sogar noch eine original-single aus dem jahr 1981, aber ich wollte lieber nur songs aus dem aktuellen album und von der scheibe „neu“ aus dem jahre 1994 hören.

genau solche songs spielte er -zu meiner groszen freude- dann auch, was soviel bedeutete wie: tanzen, tanzen, tanzen!!!
das live-acting von andreas dorau wirkte immer etwas schüchtern verspielt aber durchaus auch schelmisch. dieser eindruck verstärkte sich als er auf laute „andi, andi“ rufe aus dem publikum mit „ich heisze andreas“ reagierte, was ich doch sehr läszig fand.
gegen ende der show kam es noch zu einer relativ absurden situation, als eine junge frau vor der bühne die ganze zeit versuchte eben diese zu erstürmen um mit dorau zusammen zu singen. er half ihr auf die bühne, überreichte ihr das mic und verschwand im backstage. die frau war natürlich völlig perplex, legte das mic wieder zur seite und stieg zurück in die crowd. als a. dorau wieder die bühne betrat erklomm auch sie nochmals die bühne. wieder überreichte er ihr das mic und verschwand backstage. groszes kino!
nach einer oder zwei zugaben war dann die show zu ende.
hörm erinnerte mich gestern daran, dasz wir später des clubs verwiesen wurden, da wir ziemlich volltrunken sehr aufdringlich sekt an der theke einforderten… naja, kann paszieren.

abschlieszend möchte ich noch ein interview mit andreas dorau erwähnen, welches ich am selben abend las. auf die frage was für ein instrument er am liebsten spielen würde antwortete er sinngemäsz, dasz er keines spiele, sondern lediglich einen sampler bediene. der interviewer hakte nach und sprach ihn als musiker an, worauf er erwiderte, dasz er kein musiker wäre, sondern lediglich einen sampler bediene. ich hab mich über diese etwas „kauzige“ art und weise doch sehr prächtig amüsiert, wie über den kompletten abend auch.

ganz zum schlusz präsentiere ich noch einen klasziker der 94er scheibe „neu“:

(das telefon sagt du)

so… jetzt is genug mit andreas dorau. wer bei mir symphatie-punkte sammeln will weisz was zu tun ist: seine scheiben kaufen!!!

meine meise heiszt yvonne:

auch wenn der song des letzten eintrags meine leserschaft anscheinend nicht besonders zu begeistern wuszte, will ich noch einen weiteren vorstellen, bei dem man -wärend des hörens- etwas über unsere natur lernen kann:

andreas dorau ist nämlich nicht nur ein groszer musiker. er hat auch etwas zu erzählen. wie das nächste lied eindrucksvoll zeigt hat es ihm die meise (und damit meint er nicht die belgische gemeinde in der provinz flämisch-brabant) angetan.
vor allem dieses illustre tierchen,

über das wikipedia folgendes zu berichten weisz:
„Die Blaumeise ist knapp zwölf Zentimeter lang und wiegt zwischen neun und zwölf Gramm. Ihr Scheitel, ihre Flügel und ihr Schwanz zeigen ein charakteristisches, leuchtendes Blau. Die weißen Wangen sind von einem schwarzen Augenstreif durchzogen und unten herum von einem schwarzen Bogen von Schnabel bis Nacken umrahmt. Der Bauch ist gelb, der Rücken grünlich. Männchen und Weibchen sind optisch nicht zu unterscheiden ( gender-befreit oder was? ;) anmerkung von t. ).
Die Rufe sind oft zeternd wie „zerretetet“. Der Gesang ist dreisilbig mit einem Endtriller, etwa „zizizirrr“. Die Lautäußerungen sind ähnlich vielgestaltig wie diejenigen der Kohlmeise, jedoch klingen sie nicht so hart.“
aber hört selbst:

gute musik und gleichzeitig lernen. wenn das mal nicht ein bedenkenswertes schulsystem wäre, oder? :D

dieses lied stammt ebenfalls von der scheibe „70 minuten musik ungeklärter herkunft“, welche fast(?) ausschlieszlich aus samples besteht, für die a. dorau keinerlei verwendungsrechte bezahlt hat. auf diesen zustand spielt er im hit der platte „so ist das nun mal“ an, in dem er folgende schöne zeile zum besten gibt: „ich bin ein mann ohne papiere. suchen sie ruhig nach geld“.
groszartig, wie ich finde!

lieder über das scheitern:


wer kennt es nicht? beziehung verbockt, flirt versaut, telefonnummer verloren, usw.
unglaublich viele songs handeln von diesen themen. ein wahrer meister solcherart liedguts ist einer meiner absoluten lieblingsmusikanten: andreas dorau!
keiner sonst schafft es situationen des scheiterns so symphatisch zu vertonen wie er.

höret und staunet:

(andreas dorau – allein im park)

nachtrag:
das lied stammt übrigens von der scheibe „70 minuten musik ungeklärter herkunft“ aus dem jahre 1997, welche bei mir -nachdem ich den eintrag schrieb- seit langem mal wieder dauer-rotation läuft. dieses album gehört definitiv zu meinen top-five der ewigen bestenliste, ist es doch untrennbar mit einem völlig neuen lebensabschitt meinerseits verknüpft. nachdem ich die cd das erste mal hörte (direkt nach deren erscheinen) war ich so geflasht, das ich selbst begann mit sequenzing und elektronischer musik zu experimentieren. davor hatte ich nur punk und hardcore gemacht und das höchste der gefühle war bis dato mal ein sythie-einsatz gewesen. somit kann ich getrost behaupten, dasz es ohne diese platte egotronic vermutlich gar nicht gäbe.
desweiteren lernte ich am tag als ich ein andreas dorau konzert zu eben dieser platte besuchte (im selben jahr) eine tolle frau kennen. wir sollten -mit einigen kürzeren und längeren unterbrechungen- bis vor kurzem zusammenbleiben.

beim schreiben dieser zeilen (und dabei hören) fällt mir auf, das ich mit top-five noch untertrieben hab:
sie ist und bleibt meine absolute lieblingsscheibe!!!
ich werde mal meine alten mcs und mds durchforsten und evt häng ich dann einen eigenen track aus dieser zeit hier rein….

poppers imitieren für einsteiger:


(sogar mit roter nasenspitze als nebenwirkung)