Egotronic in der Literatur

Viele dürften mitbekommen haben, dass ich zusammen mit Daniel Kulla ein Buch über Egotronic namens „Raven wegen Deutschland“ (bestellen?) geschrieben habe. Soweit, so gut.

Die wenigsten wissen allerdings, dass Egotronic (vermutlich) erstmals 2006 in einem Buch erwähnung fand. Nämlich in „Icool – Wir sind so jung, falsch, so umgetrieben“ von Ric Graf (bestellen?). Auch wenn ich das Buch damals nicht besonders spannend fand, fühlte ich mich dennoch geschmeichelt, weil -ja, so funktioniert der Narzissmus- irgendwie relevant oder so ähnlich, zumindest musikalisch.

Seit gestern weiß ich, dass mittlerweile ein drittes Buch erschienen ist, in dem Egotronic sogar ein ganzes Kapitel gewidmet ist. Verlags-Genosse Linus Volkmann veröffentlichte erst neulich „Die 13 schönsten Geschichten der Welt“ und nannte sein Werk „Lies die Biber!“ (bestellen?). Eine der darin enthaltenen Geschichten heißt „Egotronic haben mein leben zerstört“.

Meine kleine Band in drei Büchern? Find ich richtig geil!

Endlich mitgestalten!

Infos und Dates:

Die bisherige Tour war spitze. Fast alle Shows waren ausverkauft und die Stimmung immer ausgezeichnet. Hammer!
Da aber nach der Tour bekannter Weise vor der Tour ist, gibt’s an dieser Stelle die Termine für diese Woche:
02.04.2014 das Zentrum/Bayreuth
03.04.2014 Werk/Wien
04.04.2014 Hirscheneck/Basel
05.04.2014 Soho/Augsburg

Und einige weitere Berichte rund ums aktuelle Album „Die Natur ist dein Feind“:
Echo Live (Darmstädter Echo)
JMC-Magazin
Welle 20

Zum Schluss noch ein Konzertbericht aus Würzburg:
Music On Net

Cheerio!

Du weißt, dass deine Promoterin Überzeugungskraft hat,…

…wenn deine Platte Album der Woche bei GMX und WEB.DE ist. HEHE

KLICK und KLICK

Wer hat noch nicht?
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Hurra, das Album ist da!

Ab heute ist „Die Natur ist dein Feind“ überall erhältlich.

Hier eine ganze Menge Links mit Besprechungen und so:

Welt
1 Beat
Flux FM Ohrspiel
Süddeutsche
Weser-Kurier
VIVA
Concert-News
Musikexpress

Zum Kriegserklärung-Video:
Spex
Rap.de
Rappers In
Zeitgeist

Live erleben?
15.03.2014 Wiesbaden – Schlachthof (ausverkauft)
16.03.2014 Düsseldorf – Tube
17.03.2014 Münster – Café Sputnik
18.03.2014 Bonn – Bla
19.03.2014 Stuttgart – Keller Club
20.03.2014 Heidelberg – Häll
21.03.2014 Würzburg – Cairo
22.03.2014 Saarbrücken – Garage

Neues Video und Interview mit der Vice

Neues Video:


Interview mit der Vice:

KLICKEN & LESEN

Links zum Album


Übermorgen ist es endlich soweit! Ab dann gibt es „Die Natur ist dein Feind“ überall zu kaufen. Wir sind voller Vorfreude!
Hier mal ein paar Links zum Thema:

Eine schöne Geschichte aud den Song-Namen: KLICK!

Egotronic Unplugged bei Motor.de: KLICK!

Ein paar meiner Lieblingslieder bei Muzu.tv: KLICK!

Am Hafen mit Egotronic: KLICK!

Ein Interview: KLICK!

Eine gute Besprechung: KLICK!

Eine weniger gute Besprechung: KLICK!

Noch eine gute: KLICK!

Fortsetzung folgt.

Wer uns Live erleben will, hat ab morgen wieder die Möglichkeit dazu:
13.03.2014 Leipzig – Täubchental
14.03.2014 Hagen – Pelmke
15.03.2014 Wiesbaden – Schlachthof
16.03.2014 Düsseldorf – Tube
17.03.2014 Münster – Café Sputnik
18.03.2014 Bonn – Bla
19.03.2014 Stuttgart – Keller Club
20.03.2014 Heidelberg – Häll
21.03.2014 Würzburg – Cairo
22.03.2014 Saarbrücken – Garage

P.S.:
Die vorbestellten Alben sind auf dem Weg zu euch!

wer noch will:
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Nerd-Infos zu „Die Natur ist dein Feind“ (2)

ENDSPURT, ENDSPURT! Am Freitag ist es endlich soweit! Dann erscheint „Die Natur ist dein Feind“ auf unser aller Lieblings-Label Audiolith.
Hier nun Teil 2 der Nerd-Infos zur Platte:

7. Oh Oh
Das ist die erste Nummer des Albums, die konsequent zwischen Indie und Elektro wechselt. Wird die Strophe noch von einem zerrigen Moog-Sound getragen, wechselt es im Refrain in klassische Indie-Instrumentierung. Dieser Song zeigt, wie das Album auch hätte klingen können, aber am Ende obsiegte der Umstand, dass ich derzeit fast ausschließlich Gitarrenmusik höre. Nichts desto trotz einer meiner liebsten von „Die Natur ist dein Feind“. Gitarrist Chrü mag ihn übrigens genauso gern.

8. Neurosen in Garten
Neurosen im Garten ist der Song, der -vor allem in der Strophe- noch am meisten an die Vorgänger-Alben erinnert. Dico-Beat und Disco-Bass werden erst im Refrain durch Indie-Gitarre unterstützt. Während des Entstehungsprozesses dachte ich oft, das Egotronic bestimm schon immer so geklungen hätte, wenn ich zwischendurch nicht so eine Abneigung gegen das Verwenden von klassischen Instrumenten entwickelt hätte. Meiner Meinung nach ist der Track definitiv Schnittstelle und Bindeglied zwischen neuem und altem Egotronic-Sound. Der Text entstand in einer Zeit, in der ich noch nicht genau wusste, wohin die Reise mit der Band und überhaupt gehen sollte. Hört man auch, oder?

9. Pop stinkt
Das letzte Stück, das wir fürs Album produzierten. Chrü war mittlerweile fest dabei, weshalb er die Gitarre einspielte. Hätten zu diesem Zeitpunkt nich alle anderen Songs gestanden, hätten wir vermutlich nie so einen Track geschrieben, weil einfach zu poppig. Irgendwie erschien es mir dann logisch, die Nummer wegen genau dieser Poppigkeit so zu nennen, wie sie jetzt heißt. Das Ende des Stücks ist ein Zufallsprodukt, durch einen falsch gesetzten cicle. Erst Phil de Gaps Drum-Spiel nahm dem Part den Loop-Charakter.

10. Wie lange
Wie lange entstand durch die Eindrücke von Berlin-Hellersdorf, wo sich ein deutscher Mob zusammenfand, um gegen ein Flüchtlingsheim vorzugehen. Ich fühlte mich (und fühle mich eigentlich immer noch) in die Zeit von Rostock Lichtenhagen usw Anfang der 90er zurückversetzt. Dementsprechend düster -fast schon resigniert- fiel auch der Text aus. Ein Song der zeigt, warum ich dieses Land so abgrundtief hasse.

11. Raubzüge (feat. Christough)
Irgendwann im Sommer 2011 lernte ich auf einer ziemlich verspulten Afterhour Christoph, seines Zeichens Bassist von Jennifer Rostock, kennen und mögen. Wir verstanden uns von Beginn an dermaßen gut, dass eine Zusammenarbeit fast schon zwangsläufig in der Luft lag. Als erstes, lud er uns ein, bei der Live-DVD von Jennifer Rostock mitzuwirken. Später dann die Gegen-Einladung zu uns ins Studio. Mit ihm gab es den einzigen Versuch, an einem Abend mit dem Songwriting zu beginnen, was darin mündete, das wir uns besoffen, anstatt an einem Song zu basteln. Morgens klappte es dann viel besser und Christoph kann einfach so gut Bass spielen, dass die Nummer gut werden musste. Textlich geht es um Dinge kaputt machen. Geil!

12. Die Band der Vollidioten (feat. Chrackhuren-Chor)
Das Refrain-Gitarrenriff zu diesem Stück nahm ich während der Egotronic Winter-Tour 2011 in Zürich auf. Die Strophe dann später im Hotel. Somit war der Song die erste Baustelle des neuen Albums überhaupt. Was soll ich sonst dazu sagen? Nach der ursprünglichen Version hatte ich Lust, noch Eine mit Frauen-Chor aufzunehmen. Glücklicherweise hatten die Chrackhuren zeit und Bock.

13. Edvin van der Sar (Dackelblut-Cover)
Wer die Egotronic-Geschichte schon länger verfolgt, dürfte mitbekommen haben, dass ich eine extreme schwäche für die verschiedenen Bands von Jens Rachut habe. Beim Track „Toleranz“ verwendete ich ein Angeschissen-Sample und für „…macht keinen Lärm“ wurden sowohl Cover als auch Titel von Angeschissen geklaut. Da lag es auf der Hand, auch mal ein ganzes Lied zu covern. Edwin van der Sar bot sich an, weil es gerade textlich exzellent aufs Album passt.
Meiner Meinung nach gibt es keinen besseren letzten Song für ein Album. Zumindest nicht für dieses.

Ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit und hoffe, der Ein oder die Andere fand gefallen an den Hintergrund-Infos zum Album, das am kommenden Freitag erscheint.

Wer es dann gleich hören will, sollte unbedingt vorbestellen:
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Nerd-Infos zu „Die Natur ist dein Feind“ (1)

Neulich postete ich schon dieses Pic mit der Tracklist von „Die Natur ist dein Feind“.

Jetzt ist es an der Zeit, etwas mehr zu den einzelnen Songs zu schreiben.
Ich schicke aber vorweg:
Es handelt sich um Hintergrund-Infos, die vermutlich in erster Linie für Musik-Nerds interessant sein dürften.

1. Die Natur ist dein Feind
Die Natur ist dein Feind war der erste Song des gleichnamigen Albums, der fertig wurde. Während seiner Entstehung formte sich die Idee, wie das nächste Album würde klingen müssen. Dieser Song ist also nicht nur Namensgeber der Platte, sondern war auch prägend für den aktuellen Stil von Egotronic. Er entstand in der Zeit des großen Umbruchs, als Endi die Band verließ, aber Kilian noch nicht eingestiegen war, weshalb ich ihn größtenteils komplett alleine aufnahm und ausproduzierte. Lediglich eine Synth-Line wurde von Endi eingespielt, die Lead-Gitarre am Ende steuerte Timo Katze von Supershirt bei und die Drums übernahm Phil de Gap, der -wie bei den letzten Alben auch- zudem noch das Mischen und Mastern übernahm. Das lange Intro ließ uns später keine andere Wahl, als ihn als Opener zu nehmen.
Als der Song endlich fertig war, spielte ich ihn vielen Freunden und bekannten vor und das Feedback hätte unterschiedlicher nicht sein können. Während z.B. die Chef-Etage bei Audiolith zuerst eher sehr skeptisch auf den neuen Sound reagierte (das sollte sich allerdings direkt nach Abgabe des kompletten Longplayers ändern.), fuhren Musiker-Kollegen und Musikjournalist Linus Volkmann voll darauf ab.
Ich für meinen Teil war jedenfalls absolut sicher: So sollte das zukünftige Album klingen und heißen.

2. Glücksversprechen
Dieser Song war einer der ersten, die Kilian und ich zusammen produzierten. Krachige Gitarre wie bei „Die Natur…“, echter Bass und verspielte Synth-Linien. Zu diesem Zeitpunkt stand fest, das wir diesmal nicht zuhause, sondern im Proberaum recorden und produzieren und wenn möglich, nur Hardware-Instrumente verwenden würden. Lediglich für die Vocals müsste ich mich zuhause einschließen, was ich dann auch tat. Der Text zum Song entstand innerhalb einer halben Stunde. Er sprudelte förmlich aus mir heraus und ich finde, dass es einer der Besten, wenn nicht sogar Beste ist, den ich je zu Papier brachte. Thema ist das bürgerlich kapitalistische Glücksversprechen, das niemals eingelöst werden kann (siehe auch diesen Blogeintrag!).
Glücksversprechen erschien vorab auf der 10 Years from Now Compilation auf Audiolith, weshalb dazu auch ein Video gedreht wurde:

3. Ich will nicht rein
Der vorletzte für’s Album geschriebene Song. Mittlerweile war klar, das Chrü fest als Gitarrist bei Egotronic einsteigen wird, weshalb die Gitarren-Riffs die ersten von „Die Natur ist dein Feind“ sind, die nicht aus meiner, sondern aus seiner Feder stammen. Außerdem hatten wir unser Studio um einige Analoge Kisten aus Kilians Synth-Fuhrpark erweitert. Thematisch war ich immer noch mit den Eindrücken von Berlin Hellersdorf beschäftigt (siehe „Wie lange?“).

4. Nicht dazu gehör‘n
Als der Plan konkret wurde, dass ein neues Egotronic-Album aufgenommen werden sollte, ich aber keine Lust mehr hatte, die meiste Zeit alleine am Rechner zu verbringen, überlegte ich, wie man die Sache anders angehen und wer neben Endi dafür mit ins Boot geholt werden könnte. Da ich schon wusste, dass Gitarre, Bass und echte Drums bei den zu schreibenden Songs tragende Rollen spielen sollten, holte ich Rasmus Engler von Herrenmagazin/Das Bierbeben an Board, da er 1. einfach ein geiler Typ ist und 2. jedes dieser Instrumente spielen kann. „Nicht dazu gehör‘n“ war die erste Songbaustelle, die in dieser Konstelation bearbeitet wurde. Es sollte die einzige bleiben, da Rasmus mit seiner anderen Band mehr als genug zu tun bekam. Lustig, dass der Songtitel für Rasmus, Endi und mich zutreffend ist, da sich noch vor Beendigung des Stücks unsere musikalischen Wege trennten. Rasmus spielt nach wie vor bei Herrenmagazin, Endi mittlerweile bei Das Flug und ich warte gespannt auf den Release-Date von „Die Natur ist dein Feind“.

5. Krümel (feat. Kulla)
Viele dürften wissen, dass Kulla beim ersten Egotronic-Album ein Feature einsang und wir zusammen ein Buch mit dem Titel „Raven wegen Deutschland“ herausbrachten. Nach unserer gemeinsamen Lesereise verloren wir uns erstmal für eine ganze Weile aus den Augen. Als ich dann erfuhr, dass es ihm seit einiger Zeit nicht besonders gut -um nicht zu sagen ziemlich beschissen- ging, bot ich ihm an, zusammen einen Song aufzunehmen. Für mich hat sowas immer auch einen therapeutischen Wert. Deshalb dachte ich, das könnte ihm gut tun. Kulla nahm dankend an, und so ergab es sich, dass er uns mit einem fertigen Text im Studio besuchte, wo Kilian und ich ein Instrumental drumrum produzierten. Heraus kam -wie nicht anders zu erwarten- eine ziemlich melancholische Nummer.

6. Noch nicht vorbei
Beim Jammen im Proberaum entwickelte Kilian die Idee für ein monotones aber extrem treibendes Orgel-Thema, welches die Basis unserer ersten Single-Auskopplung „Noch nicht vorbei“ bilden sollte. Im zusammenspiel mit dem Basslauf fanden wir es sofort so Stark, dass nur noch wenige Sounds mehr dazu mussten. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass zum fertigen Song das wohl teuerste Egotronic-Video aller Zeiten gedreht werden würde.
Lustige anekdote am Rande: Ich schrieb zwar das Gitarren-Riff, fand es aber selbst so schwer zu spielen, dass Nico von Fuck Art Let’s Dance aushelfen musste, weil ich es nicht fehlerfrei hinbekam.

Fortsetzung folgt

P.S.:

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Teil 4: Eine gute Trampstelle…

…oder: Wie das Cover-Foto für „Die Natur ist dein Feind“ entstand.

Fortsetzung von Teil 1, Teil 2 und Teil 3

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Was bisher geschah:
Torsun und Hörm, zwei junge Provinz-Punks aus Bensheim an der Bergstraße, welches im Vorhof der Hölle Südhessens -genannt Odenwald- liegt, beschließen eine Reise in die große Stadt (Berlin) zu unternehmen. Nachdem sich Torsun durch widerrechtliche Aneignung einer Krankschreibung Urlaub vom Arbeitsamt erschlichen hat, steht dem Vorhaben nichts mehr im Wege. Stark bekifft packen die Beiden ihre Sachen und machen sich auf den Weg zu ersten Trampstelle. Bals schon müssen sie feststellen, dass ihre Planung nur semi-gut gelaufen ist.
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Wir erwachten in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages. Gut gelaunt und optimistisch, die Strecke nach Berlin bald schon geschafft zu haben, tingelten wir zwecks notdürftiger weil notwendiger Körperpflege erstmal in die Raststädte. Nachdem das erledigt war, wurde es wirklich höchste Zeit, eine anständige Tüte zu bauen, weshalb wir uns erstmal wieder in die Büsche schlugen, denn mal im Ernst: wer hält es schon nüchtern als Tramper auf deutschen Autobahnen aus?
Kaum dass wir aufgeraucht hatten überkam uns höllischer Durst, der unbedingt gestillt werden wollte. Leider hatten unsere Wasservorräte die letzte Nacht nicht überstanden, weshalb wir beschlossen, etwas von unserem mitgenommenen Zitronentee-Granulat in die leeren Flaschen zu schütten und diese dann an den Waschbecken der Raststädte nachzufüllen. Dies gestaltete sich weit schwieriger als vermutet, denn kaum dass wir mittels eines zu einem Trichter gerollten Flyers erfolgreich das Granulat in unseren Flaschen versenkt hatten und an den Waschbecken ankamen, musste wir feststellen, dass der Abstand von Hahn zu Becken so gering war, dass die Flaschen nicht dazwischen passten. Na gut, sie passten nicht nicht dazwischen, aber leider Gottes nur so schräg, das die so aufgenommene Flüssigkeit gerade so dazu ausreichte, um den eingestreuten Zitronentee in einen süß schmeckenden Schlamm zu verwandeln, der zu allem, inklussive Spachtelmassen-Ersatz im Baugewerbe geeignet war, nur eben nicht zum Durst löschen, den wir aber -warum auch immer- sicherheitshalber trotzdem in unseren Rucksäcken verstauten. Zur Flüssigkeitsaufnahme nahmen wir einfach ein paar Schluck direkt aus dem Hahn, bevor wir uns endlich anschickten, loszutrampen.
Es dauerte nicht lange, bis ein Herr mittleren Alters anhielt und versprach, uns ein großes Stück Richtung Berlin mitzunehmen. Wir stiegen ein. Unsere Frage, ob es dort, wo er unsere Route verlassen musste eine Raststädte gäbe, verneite er mit dem Hinweis, dass er eine äußerst gute Trampstelle kennen würde, an der er früher selbst desöfteren gestanden hätte und die in Punkto Tramptauglichkeit einer Raste mindestens ebenbürtig sei. Das hätte uns eigentlich stutzig machen sollen, ja sogar müssen, aber für Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Ausführungen waren wir schlicht zu breit. Wir wollten vertrauen. Dieses Vertrauen wurde jedoch in seinen Grundfesten erschüttert, als er mit der Aussage „Hier ist die Trampstelle. Sie mag zwar nicht so aussehen, ist aber dennoch gut geeignet.“ völlig unerwartet auf dem Standstreifen eines Autobahnkreuzes anhielt und uns die Tür wies. Viel zu perplex für Widerworte fanden wir uns plötzlich allein zu zweit mitten auf einer Autobahn wieder. Und eins war uns umgehend klar: Hier hatte vor uns garantiert noch niemand sein Glück als Tramper versucht!


(Der Autor stellt fest, dass die gepriesene Trampstelle doch nicht so gut geeignet ist, wie behauptet.)

Hier standen wir also. In der prallen Sonne ohne Chance auf Schatten und -was noch viel schlimmer war- Flüssigkeit, außer dem Zitronentee-Matsch am Grund unserer Flaschen. Wir wollten uns schon zum Sterben an den Straßenrand legen, als uns plötzlich ein Mann mit Benzinkanister auffiehl, der mit rausgestrecktem Daumen, den für einen Autobahnwechsel gedachten Zubringer entlang in unsere Richtung lief. Kaum dass er uns erreicht hatte, hielt tatsächlich ein Wagen, um ihn einsteigen zu lassen. Wir konnten unser Glück kaum fassen, sprangen auf und fragten den Fahrer, ob er uns ebenfalls bis zur nächsten Tankstelle mitnehmen könnte. Er verneinte und beeilte sich loszufahren, um -so vermuteten wir- unsere enttäuscht dreinschauenden Fressen nicht länger ertragen zu müssen. Was sollten wir nur tun?

Werbeunterbrechung

Ihnen gefällt die Geschichte, die Band und das Cover? Sie hassen die Natur?
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Wir überlegen in der Zwischenzeit, ob wir wegen ihrer Bestellung diesen Hunde-Welpen verschonen, oder ihn genau deshalb abknallen sollen:

Werbeunterbrechung Ende

Hörm hatte die passende Lösung parrat: Erstmal einen bauen. Dies gestaltete sich jedoch wieder einmal bedeutend schwieriger als gedacht, denn zu allem überfluss mussten wir feststellen, dass wir irgendwo unterwegs unser Feuerzeug eingebüßt hatten. Fickende Hölle! Wir überlegten hin und her, wie denn nun weiter zu verfahren sei, fanden aber keine andere Lösung, als die, den letzten Klumpen Hasch, den wir besaßen, in zwei gleich große Teile zu teilen und ohne die Hilfe von Wasser oder sonstiger Flüssigkeit zu kauen und zu schlucken. Gesagt, getan! Mit Zitronentee-Granulat pur bekämften wir den üblen Geschmack im Mund und hofften, dass die bald einsetzende Breitheit unsere Situation wenigstens etwas weniger aussichtslos würde erscheinen lassen.

Fortsetzung folg



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